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Ich fuhr nach Pratteln ins Z7 in der Erwartung dort einen übellaunigen, arroganten, übergewichtigen Schnösel, der zufällig ein begnadeter Gitarrist ist, anzutreffen.
Nun, letzteres traf zu, mit dem übergewichtig lag ich wohl auch nicht so falsch :-), aber ansonsten war ich wirklich überrascht.
Ok, die Basler Band "Pure Yeast" die den Support machen sollte wurde von Herrn Malmsteen recht kurzfristig vor die Tür gesetzt, aber das ist ja nichts Neues. Schliesslich ist Herr Malmsteen bekanntlich mit jeder Supportband auf dem Kriegspfad.
Aus diesem Grund begann das Konzert auch erst um 21 Uhr anstatt um 20 Uhr wie angekündigt. Die meisten Leute waren aber dankbar dafür noch ein wenig draussen bleiben zu können, denn die Hitze im Z7 war fast unerträglich.
Aber dann, endlich, gings los.Ein auffällig gut gelaunter Herr Malmsteen kam auf die Bühne.
Die Songs, die er spielte waren:"Rising force", "Catch 22", "Crucify", "Bedroom Eyes" (mit einem Hendrix "Voodoo Child"-Break), "Far Beyond the Sun", "Bad Reputation" und "Trilogy Suite".
Dann verschwand Yngwie und der Bassist sowie der Drummer spielten sehr gute Solos. Gefolgt wurde das ganze von: "Badinerie", "Wild One", "Masquerade" und "7th Sign".
Er spielte mit der Akkustik-Gitarre "Prelude to April", einige (viele!!!) Improvisationen , "Smoke on the Water" und "I'll See the Light Tonight". Alles in allem also ein Recht bunt gemischtes Programm wobei, so toll er das auch kann, seine Improvisationen mit der Zeit doch sehr anstrengend waren. Um ehrlich zu sein: Es war zuviel!
Ansonsten bewies er aber ein echtes Talent für Komik, wenn sie vielleicht auch unfreiwillig war. So schön wie er sich die Haare aus dem Gesicht strich, Schneewittchen hätte es nicht besser gekonnt. So anmutig und elegant....
Mr. Malmsteen musste jedoch auch feststellen, dass es sehr schwierig ist dem unterkühlten Schweizer Publikum Begeisterungsrufe oder wildes Gekreische weiblicherseits zu entlocken, was ihn zu Sätzen wie: "What should i do to get you excited? Take my cock out?" oder "Should i burn my fuckin' guitar?" verleitete.
Ich habe dieses Konzert sehr genossen und wenn sich mal wieder die Gelegenheit dazu bietet, mir das Spektakel noch mal anzusehen, werd ich sie nutzen. Trotz der vielen Improvisationen.
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