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Konzertbericht:
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Endlich: TESLA in good old Germany. Klar, dass das Home-Of-Rock vor Ort ist, quasi ein Mini-Redaktionstreffen, kommen hier doch gleich mehrere Meinungen zu Wort, zuerst Kollege Jürgen Ruland mit seiner Frau Bea, dann gebe ich noch meinen Senf dazu.
Der Bochumer Veranstaltungsort "Matrix" mag für mein Verständnis der ideale Ort für Gothic-Konzerte oder - Discos sein, aber die in der gleichen Stadt beheimatete "Zeche" hingegen hat, neben ihrem Kultstatus, auch bessere Sichtverhältnisse für Leute unter 1,90 Meter Körperlänge, sowie die vermutlich bessere Akustik zu bieten. Wahrscheinlich jedoch auch ein geringeres Fassungsvermögen ... jedenfalls mochte mir der schlauchartige Konzertsaal nicht so recht gefallen, selbst wenn das gesamte Ambiente an sich als durchaus ansprechend bezeichnet werden darf.
Den Auftritt von TESLA kann man als durchweg überzeugend bezeichnen. Satte zwei Stunden ein "Best Of"-Programm, sogar mit zwei Tracks (Bad Reputation, Rock Bottom) vom aktuellen Cover-Album "Real To Reel". Besser gesagt von Part 1, denn Teil Numero zwei ist angeblich nur online erhältlich - Fragende am Merchandise-Stand wurden auf's Internet verwiesen. Verstehen muss man das nicht. TESLA live stellt ein kompaktes Hardrock-Kraftwerk dar. Ein gitarristisches Feuerwerk, das einen seiner Höhepunkte in dem von Frank Hannon als "german song" angekündigten UFO-Klassiker Rock Bottom fand, welches einst der deutsche Gitarrist Michael Willy Schenker (... so steht's im Booklet ...) mitkomponierte.
Das groovige, mit Slide-Solo versehene Heavens's Trail (No Way Out), der "Hit" Love Song (frenetisch abgefeiert), ein mächtiges Modern Day Cowboy oder der Gassenhauer Little Suzi, an der Songsauswahl gab es nix zu meckern. Zugegeben, über Gettin' Better hätte ich mich sehr gefreut, aber wie's im Leben halt so ist - man kann eben nicht alles haben. Ein Programm mit Schwerpunkt auf ihren ersten drei Alben hat mich allerdings auch ohne den erwähnten Track ziemlich begeistert, wobei die Freude noch gesteigert wurde durch das Spielen von Into The Now vom gleichnamigen, zu Unrecht teilweise hart kritisierten, letzten Album (2004) mit eigenem Material.
Die Musiker wirkten auf mich erstaunlich jung-geblieben und stellten in dieser Form für mich die überzeugendere US-Variante, im Vergleich zu den angeschlagenen britischen Metal-Schlachtschiffen IRON MAIDEN oder JUDAS PRIEST, dar. Während diese phasenweise wie ihre eigenen Karikaturen erscheinen, wirken TESLA vergleichsweise wie aus einem Jungbrunnen entstiegen.
Bea und Jürgen Ruland, (Artikelliste), 29.10.2007
Eigentlich fällt mir ob der Ausführungen der werten Kollegen nicht mehr viel ein. Ich hatte als Einsteiger Comin' Atcha Live erwartet, aber auch Rock Me To The Top verfehlte seine Wirkung nicht, die sehr gut gefüllte Matrix feierte vom ersten Ton an frenetisch mit. Comin' Atcha Live gab's übrigens im Doppelpack mit Signs kurz vor den Zugaben. Ich hätte gerne noch mehr von der "Real To Reel" gehört, Warpigs zum Beispiel. Man kann ja zu Cover-Scheiben stehen wie man will, TESLA haben einfach eine gute Arbeit gemacht und Mörderversionen auf CD gepresst. Bad Reputation live war der Hammer, die Gitarren röhrten dermaßen, das "Phil selig" auf seiner Wolke 7 vor Wonne rumgehopst ist.
Ich war ja nun aufgrund meiner Foto-Beauftragung die ganze Zeit in Reihe 2-3 und muss sagen, dass es da schon vom Anfang an recht übersteuert war, gegen Ende war es fast unerträglich laut. Jeff Keith wirkte wie ein Lausbube, schäkerte ganz gerne mit dem Publikum. Erst bei genauerem Hinsehen zeigten sich die Falten, die das Leben zeichnete.
An der Rhythm-Section gabs nix zu mäkeln, schön druckvoll und treibend. Frank Hannon wirkte äußerlich ein bisschen wie bei einer Sleaze-Metalband ausgeliehen, passte sich aber musikalisch hervorragend ein. Ansonsten schließe ich mich der einhelligen Meinung an: Geiles Konzert!
Jörg Litges, (Impressum, Artikelliste), 29.10.2007
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