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She Said Alright

Supp.: Rushmoon

München, Garage, 08.10.2002

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Adelina Schmidtlein

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She Said Alright
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München, Garage, 08.10.2002

She Said Alright

Ja ja, die Münchner Hardrock Szene ist nicht mehr was sie mal war. Trotzdem waren ein paar Leutchen in die GARAGE gekommen, um die Bands RUSHMOON und SHE SAID ALRIGHT zu hören.
Von RUSHMOON kann ich nur über die drei letzten Songs berichten. Gut gemachter, trendfreier Hardrock. Sehr ordentlich gespielt. Ich werd mich demnächst um die CD der Jungs kümmern müssen.

Im Demo-Review von SHE SAID ALRIGHT hatte ich bereits angekündigt, dass die Band eine Menge Potential hat. Ich sprach von der Zielgruppe der GOTTHARD- und WHITESNAKE-Fans. Live wurde das bestätigt. Nur: Da ist eine ganze Menge mehr dahinter, als man aus den drei Demosongs heraushören konnte.

Der Opener New 2 U hat mich noch ein bisschen verstört. Kein Monitor auf der Bühne zu hören? Jedenfalls waren ein paar schräge Töne vernehmbar. Aber dann ging es im erwarteten und amtlichen Hard- und Heavy-Stil los und eigentlich gab es nichts mehr zu meckern.

SHE SAID ALRIGHT sollten möglichst schnell im Studio verschwinden und ihre erste CD einspielen. Das Dutzend eigener Songs sollte für ein feines Debut ausreichen.
Abwechslungsreiche, variable Songs, absolut kompetent gespielt. Man merkt der Band an, dass sie nicht erst seit vorgestern ihr Handwerk betreibt. Ich habe schon viele deutlich schwächere und trotzdem erfolgreiche deutsche Bands gesehen.
Kompositorisch bewegt man sich irgendwo zwischen den erwähnten Vorbildern, dazu ein Schüsschen GREAT WHITE, DIO (dazu später), DEEP PURPLE und Co.

She Said Alright

Macht man solche Musik, braucht man den entsprechenden Sänger dazu. Passt bei S.S.A. perfekt. Zwischen "Brüllwürfel" und Bluesrock-Shouter ist alles dabei. Dazu ein solides Fundament aus Bass und Schlagzeug (es würde mich doch sehr wundern, wenn Bassist Thilo seinen Fünfsaiter nicht mit einem Songbook von Black Sabbath/Geezer Butler erlernt hätte). Und selbstverständlich ist ein Gitarrist aus der guten alten Blackmore-Schule vonnöten. Also einer, der nicht nur Soli dudeln kann, sondern auch rifft was das Zeug hält. Auch den haben SHE SAID ALRIGHT.

Herausragend, neben den Demosongs, ist auf jeden Fall Good Girls, Bad Girls. Eine Nummer, die ich ad hoc als Cover von TWISTED SISTER identifiziert hätte, wenn es denn eines wäre. Ein echter Good-Time Reißer.

She Said Alright

Im zweiten Teil der Show verlagert sich die Band mehr auf echte Coversongs. Begonnen mit einer sehr guten Version von Holy Diver, die Ronnie James Dio alle Ehre macht, über Beer Drinkers And Hell Raisers und Tush von den Texanern bis zu Fool For Your Lovin' und Ain't No Love von Whitesnake.
Kritik! Eine One-Guitar-Band sollte sich nicht an Songs versuchen, die im Original von den Göttern Moody und Marsden veredelt wurden. Egal wie gut ein Gitarrist ist, es fehlt was.
Diese Lücke wird allerdings von der ganz ganz geilen Version von Proud Mary geschlossen. So müssen Cover klingen! Entstaubt, kräftig, mit eigener Note und trotzdem als Klassiker erkennbar.

Vor 15 Jahren wären SHE SAID ALRIGHT als neue Münchner Hardrock-Sensation gehandelt worden. Das gibt die Szene heute nicht mehr her. Dies hat einen Vorteil: Niemand wird auf die Band Druck ausüben, doch künftig mehr Weichspüler zu verwenden. Den braucht es nämlich nicht. Denn: Wenn die Schlager mancher ehemaliger Hardrocker längst auf dem Hitparaden-Schrottplatz gelandet sind und alle trendbewussten Kopfsockenträger wieder ihrem Buchhalterjob nachgehen und vergessen sind, wird ehrlicher Hardrock immer noch da sein und Spaß machen.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 10.10.2002

Adelina Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 08.10.2002

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