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Konzertbericht:
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MEAT LOAF machte auf seiner letzten Tournee überhaupt, und beim letzten Konzert in Deutschland, auch in der Oberhausener Arena halt, Grund genug für mich dem Herrn einen Besuch abzustatten. Was zum Teufel finden die Inselbrüder nur an dieser Band? Sie scheint drüben die ganz große Nummer zu sein, hier können sie allerdings mit ihrem 70er Jahre Retro Rock nur 5 Leute in der ersten Reihe begeistern. Jedes Riff ist irgendwo geklaut (frei nach dem Motto: Besser gut geklaut, als schlecht selbstgemacht). Ich höre Anleihen bei STATUS QUO (Whatever you want) das Intro zu AC/DC's Thunderstruck, POISON und viele mehr, dazu kommt ein Sänger der wie ein Eichhörnchen auf Ecstasy Spreizsprünge nonstop praktiziert (im schicken 70er Jahre Schlaghosen-Jumpsuit) und dabei kreischt bis das Trommelfell platzt. Wie deprimierend muss es für eine Band sein, wenn 14.000 Leute nur bei der Ansage "This is our last song for tonight" ausrasten, als ob grade Jimi Hendrix höchstpersönlich vom Himmel herunterschwebt? Nach kurzer Umbaupause wird es dann dunkel und Meat Loaf & Band betreten mit fluoreszierenden Masken und Gitarren zu dem kombinierten Intro von Wasted Youth und Bad For Good (von Jim Steinman's gleichnamigem Album) die Bühne und werden von den Fans frenetisch begrüßt. Los geht's mit Life Is A Lemon And I Want My Money Back vom 93er "Bat Out Of Hell 2" Album. Meat Loaf rennt dabei ungehalten von Bühnenende zu Bühnenende und fordert energisch das Publikum in den Rängen zum mitmachen auf! Nahtlos gehts über zu Rock'n'Roll Refugee und man merkt sofort, dass Meat Loaf nicht gut bei Stimme ist. Auch Mercury Blues hört sich nicht wirklich gut an... Später sollte ich erfahren, dass er bei dem Berliner Konzert einen Tag zuvor auf der Bühne kollabiert ist, das Konzert auch frühzeitig beenden musste. Außerdem braucht der gute Mann wohl einige Zeit zum einsingen, den spätestens ab dem vierten Song, Deadringer, ist er auch stimmlich voll auf der Höhe
Deadringer hat wie immer das alte Eifersuchtsdrama als Thema, und ended mit Meat Loaf am Boden, Sängerin Patricia die Stiefel küssend. All Revved Up tönt in einem leicht veränderten Arrangement und den beiden Backgroundsängerinnen als Cheerleaders verkleidet. Testify, ein Song vom neuen Album "Couldn't Have Said It Better", folgt zu bebendem Applaus. Endlich schallt I'd Do Anything For Loveaus der PA, auf das die Fans wohl gewartet haben, denn nun ruckt auch mal ein wenig Leben in die Ränge. Netter Gimick: Patricia räckelt sich bei ihrem Gesangspart auf einem Sofa, welches wie von Geisterhand in die Höhe schwebt... Couldn't Have Said It Better glänzt mit einem umwerfenden Gesangsduell mit Sängerin Patricia, und bei Out Of The Frying Pan And Into The Fire kommt, nach Thomas Gottschalk, auch der Gitarrist in den Genuß (?) eines Meat Loaf-Zungenkusses. Nach Bandvorstellung - anstatt Tochter Pearl steht ihm neben Patricia noch Sängerin C.C. zur Seite - und Kasim Sulton (seit 20 Jahren Meat Loaf's treuer, niemals alternder, Mitstreiter) war natürlich auch wieder mit von der Partie. Kurzer Abgang. Alles in allem ein geiles Konzert, mit einem nicht ganz gesunden Meat Loaf, dem man definitiv anmerkte, dass er nicht auf 100% war, und durchschnittlicher Vorgruppe. Kasim Sulton hätte wie in USA den Support machen sollen, auch die Fans wären sicher begeisterter gewesen. Meat, you will be badly missed! Jörg Litges, (Impressum, Artikelliste), 09.11.2003
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