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Supp.: Crush Zag Begg And A Friend

Mannheim, 7er-Club, 19.06.2009

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Fotos: Volker Gruch

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Michael Voss
Mad Max

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Mannheim, 7er-Club, 19.06.2009

Im Sommer eine Clubtour zu planen ist ein gewagtes Unterfangen - und dann noch 10 Tage nonstop ohne Day off von Holland über die Schweiz quer durch Deutschland. Die "Madmäxe" zeigen sich auch an dem nicht-ganz-so-sommerlichen Freitagabend in Mannheim zuversichtlich. Bislang hätten sie mächtig Spaß gehabt, auch mit Special Guest CRUSH ZAG BEGG AND A FRIEND harmonisiert das Tourleben im Bus - immerhin teilen sich die Bands zwei der Musiker des Abends: Drummer Hans in't Zandt und Bassist/Keyboarder Kai Lünnemann. [Hui, der Hans in 't Zandt ist ja der frühere Trommler von VENGEANCE. Guter Mann. Red.]
Im Gegensatz zu Kultstätten wie dem Logo in Hamburg oder der Ludwigsburger Rockfabrik ist das Interesse im neuen 7er Club in Mannheim nicht so riesig. "Heute werden wir wohl nur vor ca. 50 Leuten spielen", prophezeit "Reverend" Jürgen Breforth von MAD MAX - aber auch für die lassen sie es an diesem Abend richtig rocken.
Doch zunächst glüht die Band mit dem unmerkbaren Namen CRUSH ZAG BEGG AND A FRIEND um RTL-Soap-Star Kai Noll schon mal vor.
Die genaue Besetzung von CZBAAF bleibt dem Publikum leider verborgen, da Leadsänger Kai Noll zwar schöne Posen sowie leicht platte Ansagen hinlegt und immer schön brav sagt, von welchem Album der kommende Song ist, aber leider gänzlich vergisst, die Musiker vorzustellen, geschweige denn, sich bei ihnen zu bedanken - immerhin ist die Band ja extra für die Tour zusammengestellt worden. Band und Publikum haben ihren Spaß - sogar richtige "Fans" sind im 7er-Club anzutreffen, die die meist unverständlichen Textzeilen mitsingen. Und zwei so gegensätzlich wie nochwas scheinende Gitarristen (einer sieht aus wie gerade von den BANANAFISHBONES gefeuert, der andere wie ein Dozent für Fusion und BeBop) tragen deutlich zum Live-Geschehen auf der Bühne bei. Kaum ein Song ohne längere Soli oder krachende Powerchords. Kai Noll scheint den Ausflug in den Rock'n'Roll sichtlich zu genießen - ein in Sachen Bühnenpräsenz verbesserungswürdiges Set neigt sich ohne sichtbare Höhen und Tiefen dem Ende zu - eine Zugabe bleibt aus.

Nach recht kurzer Pause (Umbauten gab es nur minimal) legt MAD MAX los: Offiziell zum Trio geschrumpft haben Michael Voss, Jürgen Breforth und Roland Baumann sich Drummer und Keyboarder engagiert, die die gewünschten Songs nicht nur draufhaben, sondern mit eigenen Nuancen füllen: Drummer Hans in 't Zandt fällt hier positiv durch eine viel präsentere Art des Schlagzeugspiels als der bisherige Drummer Axel Kruse auf. Und Kai Lünnemann meistert die Aufgabe mit Bravour, Größen wie Don Airey (auf der aktuellen CD zu hören) am Keyboard live zu "vertreten". Gerade der Balladen-Gänsehaut-Effekt wird durch die Live-Besetzung mit Keyboard gesteigert.

Mad Max
Mad Max

MAD MAX spielt sich durch 13 Songs und 25 Jahre Repertoire und lässt keine Minute Langeweile aufkommen. Michael "Vossi" Voss hat nicht nur eine der geilsten Rockstimmen Deutschlands, sondern spielt ohne Effekthascherei seine Solo-Gitarre - ohne aufwendiges Floorboard: Nur Clean/Overdrive/Boost und immer die gleiche Telecaster. Jürgen "Reverend" Breforth, der Anheizer, zuweilen schon fast Bühnenclown, legt durchweg eine solide Begleitung auf der roten Telecaster hin oder animiert das Publikum zum Tanzen und Mitsingen. Und Bass-Derwisch Roland Bergmann ist fast jede Minute woanders auf der Bühne zu finden, es sei denn er ist gesangstechnisch an das Mikro gebunden.

Mad Max
Mad Max

Im Acoustic-Set spielen Vossi und der Reverend zwei Guild-6-String und lassen ein fröhliches Potpourri von vorwiegend älteren Songs vom Stapel - unterbrochen von Vossis spanisch anmutenden Gitarrenläufen.
Nach Titel Nr. 13 der Setlist - Fox On The Run (müsste eigentlich "Voss on the run" heißen...?) - verlangen die Fans (die erste Reihe trägt erkennbar MAD MAX T-Shirts!) von ihren Jungs noch eine Zugabe - und mit "Homeless" geht der Mannheimer Gig zu Ende.
Im Club legt anschließend DJ Gerda "Songs of Peace, Love and Happiness" auf und die Musiker beider Bands machen sich im Tourbus frisch für eine kleine Aftershow-Grillparty. Die nächsten beiden Tage stehen noch Köln und der Tour-Abschluss in Münster bevor. Engagements beim Harley-Treffen in Hamburg und 3 Tage Rocklahoma-Festival in USA sind die weiteren Reiseziele des Sommers. "Here we are", sagt MAD MAX dazu passend im aktuellen Titelsong - immer wieder irgendwo, aber ständig am rocken!

Mad Max

Setlist: Intro, Caravan, Where The Winds Blow, Here We Are, Night Of Passion
Acoustic Set: Wheel / Thunder / Losing You / Stormchild / Hunter / Burning / 17 / Starcrossed / All Of My Heart
Family Of Rock, Little Princess, Hollywood Angels, Say Goodbye To Hollywood, Open The Eyes, Talk It All Over, Hope To See You, Fox On The Run, Homeless

Volker Gruch, (Artikelliste), 23.06.2009

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