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Festivalbericht:
ReeperbahnfestivalWarren Suicide
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12000 Zuschauer, 131 Band, 15 Clubs. Das sind die Zahlen des diesjährigen REEPERBAHN FESTIVALS, dass nach 2006 zum zweiten Mal stattfand. Und diese Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Noch als Insider-Tipp im letzten Jahr verschrien, entpuppte es sich spätestens in diesem Jahr als echtes Highlight im Hamburger Konzert-Herbst. Das Prinzip ist relativ einfach: auf echte Stars wird verzichtet, stattdessen spielen durchweg Bands mit internationaler Perspektive,also quasi die Stars von morgen. Für den Fan von heute hat dies aber auch den Vorteil, ein ganzes Wochenende am Stück Live-Musik geboten bekommen, ohne allzu arg ins Portemonnaie greifen zu müssen. Neben den Konzerten in den größeren Clubs, wo z.B. HARD-FI, JULIETTE & THE LICKS, COHEED AND CAMBRIA, VIRGINIA JETZT !, ROACHFORD, ASH oder THE (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY spielen, fanden auch einige Gigs in kleinen Clubs statt. Das Kukuun, das sich die Verschmelzung von Kunst und Musik auf die Fahnen geschrieben hat, dürfte mit Abstand der kleinste von ihnen gewesen sein, entspricht seine Quadratmeterzahl doch gerade mal geschätzten 2 Wohnzimmern. WARREN SUICIDE aus Berlin enterten als erstes die kleine Bühne. Vor 15 Jahren hätte man sich noch davor gehütet, eine Band als Rockband zu bezeichnen, die mit einer Gitarre, einem Schlagzeug , 2 Sequencern und diversen Instrumenten zur Darstellung sogenannter "Visuals" die Bühne entern. Auch die Stimmung mochte angesichts des frühen Beginns noch nicht so recht bei den Hamburgern überspringen, obwohl. So quittierte Nackt dann auch in etwas arroganter Weise die letzten Takte des überzeugenden Gigs mit den Worten "Hamburg ist kalt !!!!"
Nach kurzer Umbaupause wurde dann die Band KESER aus Schottland angekündigt. Davor hatte ich ständig auf den Schlagzeuger der Formation gewartet, musste dann aber bei den ersten Takten feststellen, dass KESER lediglich ein Duo bestehend aus Bassist und Gitarrist sind und die Aufgaben des Schlagzeugers und des Keyboarders von einem Sony Vaio übernommen wurden. Klanglich erinnerte mich der Sound ein wenig an TANGERINE DREAM mit modernen Mitteln. Die ruhige, keyboardgetragene Intrumentalmusik riss die Besucher an diesem Abend nur bedingt mit und wurde zumeist nur mit verhaltenem Applaus quittiert. ![]() Was mir ein wenig auf die Nerven ging, war die Tatsache, dass die Gittare durchweg mit einem übergroßen Delay-Effekt belegt war (Steve Rothery lässt grüßen). Wahrscheinlich wurde das Ausklingen der Gitarre auch deswegen benötigt, um keine Pausen in der Zeit aufkommen zu lassen, die für die Bedienung des Computer-Equipment nötig waren. Ich fand es ab dem dritten Song - wie gesagt - eher nervig.
Zu guter Letzt gab es noch eine Portion Deutsch-Rock durch DIE SPRINGER.
Kay Markschies, (Artikelliste), 17.10.2007
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