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Essen, Gruga Halle, 28.11.2002

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Essen, Gruga Halle, 28.11.2002

Nach diversen Enttäuschungen im Vorfeld (kein Interview, kein Fotopass), war es endlich soweit, die DOGS D'AMOUR entern die Bühne.

Zuerst meint man ja, die Jungs (und Mädel) wären in ihrem Proberaum, ein Minischlagzeug, ein paar Scheinwerfer, das war's auch schon.

Meine Erwartungen waren hoch, bin ich doch Fan der Gruppe seit fast 20 Jahren und noch nie habe ich sie live gesehen. Gleich im Vorfeld: meine Erwartungen wurden erfüllt. Es war ein geiler Gig, der mit Whats happening here vom vorletzten Album der Band "More Uncharted Heights Of Disgrace" (1993) einen guten Opener fand. "Was'n hier los" dachte ich auch, denn nur die wenigen Fans der DOGS fingen an mitzugehen, man merkte gleich, dass die Überzahl der Zuschauer da war, um Altmeister COOPER bei seinem Schlachtfest zu beobachten.

Dogs D'Amour Pressefoto

Weiter ging's mit einer geilen Version von Last Bandit, vom Debütalbum "In The Dynamite Jet Saloon" (1988). Die Band spielt tighter zusammen als je zuvor, Tyla zeigte sich in Höchstform, was wohl nicht zuletzt darauf zurück zu führen ist, dass er jetzt nicht mehr trinkt, was er auch in der Ansage des nächsten Songs anführt "This one is from back when I was a drunk", Drunk like me vom 89er Album "King Of Thieves/Errol Flynn".
Drummer Bam, der erschreckend bleich aussah, legt los und klar Firework Girl von der seltenen japanischen "Wild and Glamerous" EP ist angesagt. Der Song kommt gut und hart rüber, nicht zuletzt durch Share Pedersens (ex VIXEN) gute Bassarbeit. Der Funke muss nun übergesprungen sein, denn nun brüllt auch ein bis gerade unbeteiligt neben mir Stehender den Refrain "Little Jimmy got a Gun für X-mas Day" mit...

Weiter geht's mit I don't want you to go (ebenfalls vom Debütalbum), in einer schnellen Powerversion; bei der Textstelle "some where deep inside of me, is that same boy I used to be" deutet Tyla an, sich am Bauch einen Schnitt zuzufügen, was er aber, gottseidank, nicht tat, denn Narben hat er da schon genug, der Gute, aus der Zeit als er dieses Ritual regelmässig on stage praktizierte.

Nun ein Stück des neuen Albums von 2001 "Happy Ever After": Get By.
How Come It Never Rains durfte natürlich auch nicht fehlen. Und beendet wurde dann der Abend mit dem Klassiker Errol Flynn vom gleichnamigen Album. Kurze Ansage das sie nächstes Jahr zurückkommen (hoffentlich) und Abgang.

Tyla Artwork

Im Fazit muss ich sagen, dass die Band (in fast Originalbesetzung mit Tyla: Vocals/Guitar, Bam Bam: Drums, Jo Dog: Guitar und Share: Bass (Bams Frau und mit ihm in ihrem eigenen Project "Bubble" tätig) einen hervorragenden Eindruck hinterlassen haben. Tighter, straighter Rock'n'Roll, auch passen Shares Backing Vocals hervorragend zu den Songs, alles wurde ein wenig härter und schneller gespielt als auf den Alben, und die Show und Band wirkte auf mich kompakt und machte einen sehr frischen Eindruck.

Eigentlich kann man nur auf eine Clubtour im nächsten Jahr hoffen, so dass man auch mal in den Genuss eines kompletten Sets kommt, denn Songs haben die Jungs genug in petto.

Wer die Tour verpasst hat, sollte ruhig mal die CDs auschecken, es lohnt sich!

Jörg Litges, (Artikelliste), 05.12.2002

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