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Konzertbericht:
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ADARO ist wirklich keine Band die sich permanent im Übungsraum oder Studio versteckt, sondern jede sich bietende Gelegenheit nutzt um sich live zu präsentieren. Trotzdem hat es einige Anläufe benötigt, bis es bei mir endlich mit dem Besuch eines ADARO-Konzertes klappte.
Für ADARO stellt dies jedoch an diesem Abend überhaupt kein Problem dar. Unterstützt von der vielleicht aufwändigsten Lightshow, die ich bisher in der Halle erleben durfte, startet die Band schon mit den ersten Songs voll durch und reißt das Publikum einfach mit.
Christoph ist ein sympathischer Sänger mit angenehm-harmonischer Stimme unterhält das Publikum zusätzlich mit humorvollen Ansagen. Es wird viel gesprochen zwischen den Stücken, doch es sind zumeist interessante historische Informationen zu den einzelnen Songs. Das ist eine echte Bereicherung gegenüber dem puren Hörgenuss in den eigenen vier Wänden.
Live wirken ADARO eine Spur härter, wovon vor allem die schnelleren Stücke wie Der Schall oder Mich wundert harte zusätzlich profitieren. Das Publikum ist begeistert von ADAROs Mischung mittelalterlicher Musik mit Folk und traditionellem Rock. Dazu erleichtern die eingängigen Refrains den Zugang zu den Songs, so dass beim letzten Titel des ersten Sets Wan sie dahs fast alle in der Halle begeistert mitsingen und die Band danach sichtlich zufrieden sich eine kurze Pause gönnt.
Jetzt überraschen ADARO zusätzlich mit unerwartet harten Gitarren, die man ihnen, wenn man nur mit dem Material von "Minnenspiel" vertraut ist, kaum zugetraut hätte. Walter von der Vogelweides Palästinalied hat nun ja fast wirklich jede mittelalterlich beeinflusste Band im Liverepertoire. Bei ADARO heißt die Nummer kurz und knapp Palästina und weder IN EXTREMO noch CORVUS CORAX sind auch nur ansatzweise in der Lage diesen Song dermaßen intensiv und unverbraucht darzubieten. ADAROs Version ist fast purer Metal, kompakt auf drei, vier Minuten komprimiert, brachial und brutal oder um es kurz zu machen, einfach geil.
Mit diesem großartigen Auftritt haben sich ADARO in meiner Gunst als Liveband ganz weit nach vorne katapultiert. Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 26.05.2003
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