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| Hailstorm, AFM Records, 2010 |
| Patrick Fuchs |
Vocals |
| Ross "The Boss" Friedman |
Guitars |
| Carsten Kettering |
Bass |
| Matthias Mayer |
Drums |
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Länge: 45 Min 21 Sek |
Medium: CD |
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| 1. I.A.G. | 7. Behold The Kingdom |
| 2. Kingdom Arise | 8. Great Gods Glorious |
| 3. Dead Man's Curve | 9. Shining Path |
| 4. Hailstorm | 10. Among The Ruins |
| 5. Burn Alive | 11. Empire's Anthem |
| 6. Crom | |
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Er war bei THE DICTATORS, er war bei MANOWAR, jetzt ist er bei einer Coverband aus Kaiserlautern und nennt die stolz ROSS THE BOSS.
Ross Friedman ist einer dieser Zweitligamusiker, die nie wirklich da sind wo grade der große Erfolg ist, sie sind aber auch nie ganz weg vom Bildschirm. Das ist ähnlich dem FC Kaiserlautern, der lavierte auch jahrelang am drohenden Ruin vorbei, hat jetzt aber ein zukunftsträchtiges Konzept - welches allerdings ROSS THE BOSS leider nicht mal im Ansatz vorweisen kann.
Welche existenziellen Nöte den sympathischen Berufsmusiker Friedman in die Hände der Pfälzer Amateurband getrieben haben, es soll uns egal sein. Nicht egal kann der ziemlich alberne Rummel um die zweite CD der Truppe sein. Da wird dermaßen dick aufgetragen, dass sogar an epische Übertreibungen gewohnte Fans von MANOWAR den Kopf schütteln dürften. Dabei ist "Hailstorm" weder apokalyptisch noch vernichtend (wie im Info angedroht), es ist einfach eine Metal-Scheibe wie tausende andere vorher. Und dazu eine, man muss es so sagen, die eher im unteren Mittelfeld anzusiedeln ist. Da ist von vorne bis hinten keine Spur von Champions League, sei es Sound, Songwriting, Gesang oder Zusammenspiel der Band. Klar beherrschen die Jungs von IVORY NIGHT (so der eigentliche Name der Pfälzer) ihre Instrumente, klar ist Ross Friedman ein akzeptabler Gitarrist, der auch mal richtig zünftig abrocken kann (Burn Alive), aber der insgesamt gebotene Power Metal ist so durchsichtig wie klischeeüberfrachtet. Jeden Schrei von Sänger Patrick Fuchs kann man mindestens 10 Sekunden vorhersehen, jede Harmonie, jedes Schlagzeuggerumpel hat man schon gehört bevor es von ROSS THE BOSS gespielt wird, das Getue von wegen Brüder im Metal etc. ist so abgegriffen wie eine 800 Jahre alte Streitaxt.
"Hailstorm" ist eine komplett humorfreie Zone und damit archetypisch für diese Musikrichtung. Würden all diese ach so trueen Metaller nur mit ein ganz klein wenig Augenzwinkern ihre Schlachtrösser satteln, man hätte als Zuhörer viel mehr Spaß. Auch dieses Album klingt so schrecklich ernsthaft, dass vor lauter Anstrengung die Lockerheit wie vom Morgenstern betäubt irgendwo in der Ecke liegen bleibt. Dabei können die Jungs in ihren besten Momenten sogar richtig grooven, aber man kann sicher sein, dass diese vereinzelten "Ausrutscher" so schnell wie möglich von einem Blitz aus dem Walhall unterbunden werden. Machen wir es also kurz: "Hailstorm" ist Futter für die Fans von Friedmans Schaffen bei MANOWAR in den Achtzigern, wer auf zeitgemäßere Sounds steht, ist hier falsch.
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