HoR Logo kl CD-Review:

Rob Moratti

Victory

Logo Home-of-Rock

Link Homepage:
Offizielle Rob Moratti Homepage
Link Plattenfirma:
Escape Music
Link Kaufen:
www.amazon.de
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Victory
Victory, Escape Music, 2011
Reb Beach Guitars
Fredrik Bergh Keyboards
Brian Doerner Drums
Tony Franklin Bass
Rob Moratti Vocals
Christian Wolff Guitars, Keyboards
Produziert von: Rob Moratti Länge: 47 Min 00 Sek Medium: CD
1. Life On the Line7. Take It All Back
2. Everything But Good Bye8. I Promise You
3. Lifetime9. Standing On The Top Of The World
4. Power Of Love10. Jennie
5. Hold That Tight11. Now More Than Ever
6. On And On

Bei diesem Namen werden die einen mit der Zunge schnalzen und andere sich wiederum angeekelt umdrehen. Die Zungenschnalzer sind die, die den musikalischen Lebenslauf von Rob Moratti kennen und wissen, dass er zu Beginn der 00er-Jahre vier exzellente Alben mit FINAL FRONTIER aufgenommen hat. Wer sich schon länger mit ihm beschäftigt, wird zusätzlich noch auf die beiden Soloalben zum auslaufenden Jahrzehnt verweisen. Angeekelt werden die sein, die SAGA nur (und ausschließlich nur) mit Michael Sadler lieben und akzeptieren. "The Human Condition" ist und bleibt ein Album, was etwas anders war als die restlichen SAGA-Album und genau deswegen hat es mir gefallen. Echte SAGA-Fans riefen "Verrat", rümpften die Nase und vergossen wahrscheinlich dieses Jahr Freudentränen, als bekannt wurde, dass Mr. Michael "Saga" Sadler wieder zurück ist. Es war also nur ein kurzes Gastspiel, was Rob Moratti bei den Kanadiern absolvieren durfte.

Vielleicht ist das auch ganz gut so, sonst wäre uns diese CD wahrscheinlich durch die Lappen gegangen. "Victory" ist nämlich von SAGA so weit entfernt wie Entenhausen von der realen Welt. In den 11 Songs nimmt uns der Kanadier mit auf eine Reise in die tiefsten Tiefen des AOR ohne dabei in der Vergangenheit hängen zu bleiben. JOURNEY, TOTO, CHICAGO, STREET VENDOME und natürlich auch FINAL FRONTIER dürfen bei der Scheibe als Pate genannt werden. Alles sehr modern und druckvoll produziert. Ich weise an dieser Stelle besonders auf die Gitarrenarbeit hin. Mit Reb Beach konnte da nämlich kein Unbekannter verpflichtet werden. Aber anders als bei WHITESNAKE schafft es Mr. Beach hier die Songs nicht wuchtig zuzuballern, sondern kann mit einer superben Gitarrenarbeit glänzen. Geht doch. Stimmlich muss man hier keine Diskussionen beginnen, denn das kann Rob Moratti. Ich bekomme fast den Eindruck, dass er viel befreiter agiert, als bei der kanadischen Proginstitution (nach RUSH). Wer CDs der genannten Referenzbands sein Eigen nennt kann mit diesem Dreher nichts verkehrt machen. Beworben wird es als brilliantes Melodic Hardrock-Album. Damit wird des Pudels Kern getroffen.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 01.07.2011


 
© Home of Rock 2001 & ff., Impressum & Kontakt