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| In The Land Of The Rising Sun, Repertoire Records, 2011 |
| Annie Haslam |
Lead Vocals |
| Michael Dunford |
Acoustic Guitar and Vocals |
| Terence Sullivan |
Drums and Percussion |
| Rave Tesar |
Piano and Additional Keyboards |
| Mickey Simmonds |
Keyboards, Vocals |
| David Keyes |
Bass, Vocals |
Produziert von: Rave Tesar and Annie Haslam |
Länge: CD 1: 51 Min 28 Sek CD 2: 53 Min 44 Sek |
Medium: Do-CD |
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| CD 1: |
| 1. Carpet of the Sun | 6. Dear Landseer |
| 2. Opening Out | 7. Northern Lights |
| 3. Midas Man | 8. Moonlight Shadow |
| 4. Lady From Tuscany | 9. Precious One |
| 5. Pearls of Wisdom | 10. Ananda |
| CD 2: |
| 1. Mother Russia | 4. I Think of You |
| 2. Trip To the Fair | 5. Ashes are Burning |
| 3. One Thousand Roses |
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Nachdem die Altprogger um Annie Haslam sich um die Jahrtausendwende um ein Album - nämlich "Tuscany" - aufzunehmen wieder reuniert hatten, lag die Idee einer Tournee natürlich in der Luft. Dabei blieb es nicht, und so ging es mit dem neuen Album nach Japan (was ja für Altrocker mal ein mindestens genauso gutes Pflaster ist wie Deutschland), wo bei mehreren Shows bewährtes und neues Material gespielt wurde.
Den hier verewigten Set spielte die um zwei Mann verstärkte Band in Tokyo. Dabei wurde um der Dramaturgie Willen mit den kürzeren, leichter zugänglichen Stücken begonnen und der Hit Northern Lights nicht ausgespart. Wenn man die neueren, wunderbaren "Tuscany"-Stücke hört, fragt man sich, warum Northern Lights ein Hit wurde, aber - laut Herrn Zimmermann ändern sie sich ja, die Zeiten. Vom älteren Material überzeugen vor allem die Tracks, bei denen Annie Raum zur Entfaltung und stimmlichen Darstellung gegeben wird - Midas Man, Precious One und die zarte Ballade Opening Out. Völlig überflüssig ist das Cover des Mike Oldfield Hits Moonlight Shadow, das ziemlich abfällt. Trotzdem ist CD 1 natürlich wegen der "Tuscany" Stücke und sowieso wegen Annie gut anzuhören, und man wundert sich ein übers andere mal über das "Stimmwunder" Annie, die auch komplizierte Melodielinien scheinbar fast mühelos trifft.
Mother Russia auf der zweiten CD, die den längeren Stücken gewidmet ist, besitzt in den instrumentalen Teilen filmmusikalische Qualitäten - soll heißen, man sieht tatsächlich einen Film vor sich ablaufen - und ist ausgestattet mit wunderbar schwermütigen Keyboard und Synth Darbeitungen und Schichten und wirkt sehr 'russisch'. Trip To the Fair erinnert deutlich - sowohl von den Themen als auch von der Struktur her - an Rimskij-Korsakows Hummelflug; es gibt zusätzlich Keyboardpassagen passend zum Titel mit Jahrmarktmelodien und Deodato Soft Jazz Interludien - der Track deckt ein weites musikalisches Feld ab. Das sinfonische, vielschichtige und kunstvoll arrangierte Ashes Are Burning bietet latein-amerikanische Soft Jazz mit raffinierten, fast unmerklichen Rhythmuswechseln, ein famoses Basssolo (was man da alles rausholen kann, wenn man es kann), wieder lange Synth- und Keyboardsolos und Annies Vokalakrobatik, und damit einen mehr als würdigen Abschluss zu diesem herausragenden Konzert.
RENAISSANCE haben viele Pfunde mit denen sie wuchern können, und damit das Luxusproblem, zwischen diesen die richtige Balance zu finden. Hier ist das sehr wohl geglückt. Der Freund von melodischer, durchaus auch mal vielschichtiger, gut komponierter Popmusik findet hier sicher vieles was ihm gefällt.
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