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Peter Pankas Jane

Kuxan Suum

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Cool & Easy Records
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All Music Guide (englisch)

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Kuxan Suum
Kuxan Suum, Cool & Easy Records, 2011
Klaus Walz Guitars
Charly Maucher Bass, Vocals
Fritz Randow Drums
Corvin Bahn Keyboards, Vocals
Niklas Turmann Guitars, Vocals
Gast:
Bernie Adamkewitz Guitars, Keyboards
Produziert von: Klaus Walz & Bernie Adamkewitz Länge: 60 Min 36 Sek Medium: CD
1. Just More Words7. Grown
2. Falling8. Kuxan Suum
3. Demons9. Hey Mister
4. One With Yourself10. Lucky Ones
5. Easy Way In11. Silence
6. Rolling Along

Schon folgt der nächste Teil der unendlichen JANE-Seifenoper. Diesmal ist es Peter Pankas Ableger der einstmals beinahe weltberühmten Band aus Hannover mit einer neuen und seltsam betitelten CD: Peter Pankas JANE präsentiert "Kuxan Suum".
Peter Panka also, der Schlagzeuger, Bandmitbegründer und neben Klaus Hess wichtigste Mann in den Siebzigern. Peter Panka, der seit gut vier Jahren tot ist. Findet das jemand bizarr? Ist es auch.
Pankas musikalisches Vermächtnis wird nun fortgeführt von Klaus Walz (seit 1986 in der Band), Charly Maucher (Bassist der ersten Stunde und bis 1974 dabei) und Fritz Randow (deutsches Schlagzeug-Urgestein und quasi überall gewesen) und mangels Alternativen weiterhin unter dem Namen des Verstorbenen betrieben. Dazu wird EPITAPH/ELOY/VICTORY/SAXON-Fritze auf dem Cover-Sticker auch noch als "langjähriges Mitglied" angepriesen. Mal ganz ehrlich, das muss nicht jedem alten Fan gefallen.
Zieht man dazu noch heran, dass "Kuxan Suum" qua Name und Booklettext mit einer verschwurbelten Maya-Esoterik spielt, die etwa so spannend ist wie der 11.11.11 als Hochzeitstag, bekommt man noch vor dem Hören der hübsch verpackten CD leichte Beklemmungen. Apropos Booklettext. Da hätte gerne noch ein Lektor querlesen können.
Und dann soll von Maucher, Walz & Co. trotz aller widrigen Vorzeichen ein bockstarkes Album kommen? Tja, tut es.

Die 11 eigentlichen Songs werden durch Vorspiele, Interludien und Outros zu einem einstündigen Gesamtkunstwerk verbunden, das natürlich weit vom diesjährigen Zeitgeist entfernt ist, aber richtig feine Rockmusik zelebriert und vermutlich sogar bei Panka Gefallen fände. Die Melodien stehen über allem, feiste Gitarren sind Standard, der (wechselnde) Gesang ist passabel und der neue Keyboarder Corvin Bahn hat alle klassischen Tasten-Rockphrasen drauf. Man kann "Kuxan Suum" durchhören ohne sich ärgern zu müssen. Und wenn man die CD drei-, neun-, siebzehnmal gehört hat, ist man ein wenig süchtig geworden. An was liegt das?
Walz und Maucher zitieren unter anderem JANE (Überraschung!), PINK FLOYD, URIAH HEEP und Manfred Mann, ein wenig Alan Parsons, GENESIS, YES und die BEATLES, geben der fluffigen All-Prog-Melange ein paar deftige Gitarren und … haben damit gewonnen. Die Scheibe geht nach vorne los, ist richtige Rockmusik, knackt und rauscht ins Ohr. Jedenfalls ins Ohr des etwas älteren Hörers. Der kann sich dann über spannende Gitarrenflüge freuen, einige richtige Ohrwürmer werkeln lassen, in ein paar 5- und 6-Minütern versinken, das Wechselbad von Qualitätsschmalz und Druckrock genießen, oder einfach Luftgitarre spielen und ein paar unwichtige Momente ignorieren.

Krautrock ist das alles natürlich nicht, letztendlich kann man es vielleicht als progressiven Classic Rock bezeichnen, aber das ist auch nur eine nichts sagende Schublade.
Interessant ist, dass ein Großteil der Kompositionen auf "Kuxan Suum" nicht von der Band kommt, sondern von einem eher in Jazz-Kreisen bekannten Musiker namens Bernie Adamkewitz.
Am Ende muss sich jeder sein eigenes Bild machen. "Kuxan Suum" ist als CD richtig gut, ob die Band unter diesem Namen und ohne selbstverfasste Songs eine Option auf die Zukunft ist, bitte, das steht auf einem anderen Blatt.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 01.12.2011


 
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