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| Ejército De Paz, Unter Schafen Records, 2010 |
| Dario |
Bass |
| Don Gorri |
Guitars |
| Dr. Shenka |
Vocals, Background Vocals, Programmierung |
| Felipe |
Keyboards |
| Dos/Hiram |
Drums |
| Missael |
Saxophon |
| Monkel |
Guitars |
| Paco |
Trombone |
| Tanis |
Percussion |
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| Gäste: |
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| Diana Albornoz, Francisco Semichelis, Mauricio Escobar, Jesús Maria Duranona |
Background Vocals |
| Álvarao Villagar |
Background Vocals, Guitars and Klavier |
| Armando Espinosa "pinaca" |
Percussion |
| Enzo Villaperdes |
Trompete |
| Geraldo Velasco |
Guitars |
| Juan "figlito" Casas |
Trompete |
| Jorge Tlaxcaltecati |
Trompete |
| Miyo Miglioranza |
Guitars, Bass |
| Rubens Bertanin |
Percussion |
| Claudio Krsul dj Acido |
Scratching |
| Itzan Pacheco |
Bariton Saxophon |
| Federico Fong |
Applaus |
| Gonzalo y Valentina Villagra |
Handclaps |
| Sr. Flavio |
Zwischenrufe |
| Pablo "Conde" Pastori (La Mancha De Rolando) |
Piano |
| Francisco Barrreiro |
Slide Guitar |
| Guillermo Boneto (Los Cafres) |
Vocals |
| Edu Schmidt |
Geige |
| Raul Garduno |
Klavier |
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Länge: 45 Min 17 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Salvame | 8. Sacude |
| 2. Cerdoz | 9. Payaso De Mentiras |
| 3. Abajo Y La Izquierda | 10.Control Remoto |
| 4. Dale Equilibrio | 11. Conflictos |
| 5. Jardin De Amapolas | 12. Arreglame El Alma |
| 6. Democracia Fecal | 13. Vete Lejos |
| 7. Si, Ya Lo Se |
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Das ist die fünfte CD der Mexikaner, deren Wahlspruch "Es ist nicht meine Revolution, wenn ich nicht dazu tanzen kann" lautet - und dem werden sie auf dieser CD gerecht. Mit gefühlten 50 Mitstreitern wird eine Mischung aus Ska /Reggae, Punk, Pop, und Latino Rhythmen auf den Teppich gelegt, dass es nur so raucht und man sich wundert, dass jeder noch zu jeder Zeit weiß, was er wie zu spielen hat. Nun sind nicht alle Mitstreiter immer an allen Trax beteiligt, aber man sehe mir nach, dass ich das nicht vermerkt habe - ich musste schon die Instrumente übersetzen - oder wer weiß, was 'Bajo' oder 'Teclados' sind?
Natürlich sind die Texte und die Absicht politisch. Ein Song wie Cerdos (Schweine) handelt bestimmt nicht vom Schlachthof (oder vielleicht doch - früher hieß das bei CANNED HEAT "Sic 'em pigs!"), und Abajo Y La Izquierda (Unten und Links ) ist kein Verkehrsunterricht. Nein, es geht im an Shaggy erinnernden Reggae Democracia Fecal (Scheißdemokratie), um den mexikanischen Präsidenten Hinojosa und seine Politik bzw. seine Interpretation von Demokratie.
Und, wie gesagt - das muss tanzbar sein. Und das ist es - der Ska und die Latino Rhythmen ergänzen sich so aufs Beste, dass man unweigerlich das Zucken ins Tanzbein bekommt. Die Songs sind melodischer Pop und laden zum Mitsingen eine, und wenn man weiß, dass die Band in Mexiko vor Stadien mit 11.000 Leuten auftritt, kann man sich denken, dass diese sehr rhythmische Mucke der mexikanischen Mentalität (oder was man sich hier darunter vorstellt) sehr entgegen kommt (nur Vete Lejos (Hau ab!) ist eine Ballade).
Ob das gut oder schlecht ist hängt wohl sehr von den eigenen Vorlieben ab. Musikalisch ist es auf jeden Fall abwechslungsreich und fröhlich, überschreitet aber die selbst gesteckten Grenzen nicht - erscheinen aber deshalb nicht eintönig, weil die Band jedem Song seinen eigen Touch verleiht. Songs wie etwa Salvame mit seinem treibenden Rhythmus und der Punk Explosion in der Mitte, oder eben die eben genannten Ballade, der hoppelnde Ska zum Rap in Cerdos mit seinen heftigen Gitarrenriffs, oder der Salsa Dale Equilibrio mit Latino Brass - bleiben durchaus hängen. Auch ein von Elektronics untersetzter 80ies Pop mit leichtem arabischen Einschlag (!) wie Jardin De Amapolas (Der Mohnblumen Garten), der den Beinen etwas Pause gönnt ("Komm, lass wer' mal eine Tüte …") kommt gut, und sorgt dann doch dafür, dass man nicht einschläft - in seiner Vielseitigkeit und seiner Umsetzung des Themas 'Hasch und Nasch und Traum' der für mich beste Song.
Für die, denen Carlos Santana mittlerweile zu glatt und aufs Publikum schielend ist, und die seiner ewig gleichen Gitarrenlinien satt sind und wieder mal den richtigen Stoff brauchen; für alle Möchtegern Revolutionäre und alle Tanzwütigen; aber man muss Ska und Reggae Rhythmen mögen, und dem Hard Rock mal für einige Minuten abschwören (obwohl, in Si, Ya Lo Se rockt es dann auch schon mal riffig). Dann hat man hier ein musikalisches Schätzchen.
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