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Hot Tuna

Steady As She Goes

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Steady As She Goes
Steady As She Goes, Inakustik, 2011
Jorma Kaukonen Vocals, Acoustic Guitar, Electric Guitar
Jack Casady Bass
Barry Mitterhoff Electric Mandolin, Acoustic Mandolin
Skoota Warner Drums
Larry Campbell Electric/Acoustic/Pedal Steel Rhythm Guitar, Fiddle, Violin, Organs, Vocals
Teresa Williams Vocals
Produziert von: Larry Campbell Länge: 54 Min 32 Sek Medium: CD
1. Angel Of Darkness7. Easy Now Revisited
2. Children Of Zion8. Smokerise Journey
3. Second Chances9. Things That Might Have Been
4. Goodbye To The Blues10. Mama Let Me Lay It On You
5. A Little Faster11. If This Is Love
6. Mourning Interrupted12. Vicksburg Stomp

Jorma Kaukonen und Jack Casady, und John Cipollina, und Grace Slick, White Rabbit und West Coast - eine Melange, die im HOR schon des Öfteren umgerührt wurde. "Steady As She Goes" (nautischer Befehl, etwa: "Ruder mittschiffs und Kurs halten!") ist das neue Werk von zwei Legenden - eben Kaukonen und Casady - nach etlichen Jahre des Schweigens als Band. HOT TUNA, neben JEFFERSON AIRPLANE eine der Bands des Szene und seit ewig im Geschäft, sind Kaukonen/Cassadys Erst- oder Zweitprojekt, dass immer neben AIRPLANE lief.
West Coast - der Begriff verrät dem Kundigen, dass auf keinem Fall irgendetwas aggressives, lautes, brüllendes zu erwarten ist. Vielmehr ein JJ CALE auf Speed, wem diese Vorstellung etwas sagt, oder ein an TERRY AND THE PIRATES erinnerndes Werk (daher John Cipollina, der hier zwar nicht mitspielt, dessen verzerrte Krallenhandgitarre aber auf Songs wie A Little Faster anklingt). Sanfte, laid back gespielte Songs, die aber nun nicht schlafmächtig sind, sondern einfach wie eine sanfte Brise an einem Frühsommertag daher wehen - angenehm, und man erfreut sich und ist gut gelaunt; sitzt möglicherweise im Schatten und schaut, was es zu schauen gibt und lässt den lieben Gott einen guten Mann sein.

Campbell und Kaukonen teilen sich die Gitarrenarbeit, und Campbell bedient außerdem noch alles, was es sonst an Saiteninstrumenten zu bedienen gibt. Und das findet in einem musikalisch zumeist im Mid-Tempo Bereich angesiedelten Umfeld statt, was aber nicht viel sagt. Vielmehr sind hier Leute am Werk, die, wenn sie lustig sind, aus dem Handgelenk so ziemlich jedes Solos schütteln könnten, sich aber zumeist soweit zurückhalten, das die Läufe schlicht und einfach 'perlen'. Gospel, West Coast Rock, zuweilen akustisches wird geboten, und erinnert auch schon mal an Johnny Rivers Easy New Revisited, dem Rock'n'Roller aus Baton Rouge, dessen Swamp Rock'n'Roll Musik Louisiana atmete - eben auch relaxt, und nur keine Hektik.
Das heißt aber nicht 'langweilig'. Das mit den und dem 'Perlen' ist wörtlich zu nehmen, Es perlt, sprudelt, fließt locker daher, und gleichzeitig sind lauter Songperlen auf dem Album versammelt. Die balladesken, fast gesprochenen Things That Might Have Been, eine Erinnerung an die Dinge, wie sie waren und hätten sein können, und Second Chances gehen zu Herzen, der Gesang erinnert an Snowy Whites Versuche auf seinen Solo CDs mit LITTLE WING. Schnellere Tracks wie Angle Of Darkness, oder Children Of Zion mit ausgedehntem Mandolinenteil swingen und shuffeln sich ins Gemüt. Goodbye To The Blues oder Mama Let Me Lay It On You mit schönem Fidddle Solo sind ganz eng an SKYNYRDS Swamp Track Things Goin' On angelehnt.

Aber wie auch immer - die immense Musikalität, die aus diesen Tracks spricht, sucht ihresgleichen und sollte jedem West Coast Fan und jedem Musikliebhaber Tränen der Rührung in die Augen treiben - und der Begeisterung. Das Cover mit den tätowierten Ladys und das nette Booklet kommen als Gratisbeigabe noch hinzu.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 28.07.2011

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