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Equal Loudness Curve

440

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440
440, Eigenvertrieb, 2010
Wendy Cameron Vocals
Jake Jacobs Bass, Interplanetary Exploration
Trevor Knox Millar Guitars, Vocals, Percussion
Steve Pennicook Drums, Bongos
Lloyd Peterson Hammond Organ, Piano, Vocals
The Artist Formerly Known As Ken Smutylo Congas, Djembe, Harmonica
Les Izmore The air in between
Produziert von: Trevor Knox Millar Länge: 47 Min 04 Sek Medium: CD
1. So Glad To See You7. Try To Forget You
2. Dusty Road8. I Know What I Said
3. Wicked Woman9. Hunter
4. Summer Moon10. Down Here In The Sludge
5. I Like It11. Common Sense
6. You Won't Catch Me12. Wasted

Wenn ich's richtig sehe, ist das hier die zweite CD der Jungs um Trevor Knox Millar, und die spielen das, was man in den USA "Ass-kicking Music" nennt. Nun liest man das fast überall auf den Seiten der Bands, soll also heißen - laut, schnell, classic-riff-rockig, full steam ahead. The Riff Rules! Bandleader Trevor Knox Millar dazu: "For me, rock music is about riffs and melody, which seems to be lost on most commercial rock music these days. Some asshole screaming like a banshee while every player in the band tries to sound like a virtuoso may be technically impressive but sure as shit you aren't going to be humming that song later on! ELC is simple and pure, as rock music should be... "
ELC - nach einem Phänomen in der Akustik benannt - machen da keine Ausnahme. Das ganze geht auch gut los mit einem an MOUNTAINs Chuck-Berry-Cover Roll Over Beethoven erinnernden Massivriff, und darauf angesprochen äußert sich Trev (wir unter uns kürzen immer die Vornamen ab):"Yeah, that would be a coincidence although I am a Leslie West fan, MOUNTAIN is one of the most under-rated hard rock bands of all time in my opinion! I was kinda going for an early 70's STATUS QUO or HUMBLE PIE feeling on So Glad To See You. I love classic rock music and as you can hear I'm not trying to re-invent the wheel with the music I write. I never really saw the point of trying to sound different for the sake of sounding different, usually it just ends up sounding like shit!". Das mit dem 70ies Feel hat er dann auf dem Track auch gut hinkommen.
Dusty Road (wie auch später I Like It und Try To Forget Me) hält das Tempo und holpert gut über ein Standardriff dahin; Wicked Woman kommt etwas langsamer daher; schwermütig schon fast; Summer Moon ist ein countrylastiger Rocker á la OUTLAWS. Richtung Southern Rock geht You Won't Catch Me und auch Hunter schlägt in diese Kerbe. Zwölf Songs lang wird hier das Hohelied des Classic Rock gesungen, mit Anklängen an Glam Rock der Marke THE SWEET, und natürlich kommen auch BAD CO. in den Sinn - wenngleich hier nicht so ökonomisch gearbeitet wird, und auch BUDGIE, nicht zuletzt wegen des Gesangs.

Die Band hatte mir auch ihre erste CD "Let It Roll" geschickt, und die ist kein Deut anders als das Zweitwerk; vielleicht ist das Riffraten ("Wo habe ich das gleich nochmal gehört?") hier noch etwas einfacher. Gebt mir einen verräucherten Club (ja, das dürfte heutzutage schwierig werden), ein Bier, Schweiß und Baumwollhemden, zu enge Jeans - und ab geht der Lärm. Das hat definitiv keinen anderen Anspruch als "ass-kicking" zu unterhalten und man kann dabei auch sehr gut ein Ikea-Regal aufbauen, oder so.
Unterhaltsam ist das allemal, und wenn man nicht auf jeder CD nach dem großen weltbewegenden Hit sucht, aber sicher sein will, sein Gitarrensolo an der richtigen Stelle und in der richtigen Weise zu bekommen: hier zugreifen.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 21.11.2010


 
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