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| Obsessions, AFM Records, 2011 |
| Samuel Arkan |
All Guitars |
| Christophe Godin |
Guitar Solos |
| Kristoffer Gildenlöw |
Bass |
| Léo Margarit |
Drums |
| Julien Spreutels |
Keyboards, Piano |
| Kelly Sundown Carpenter |
Character: Kallon - The Profiler |
| Magalin Luyten |
Character: Esh - The Soul |
| Oddleif Stensland |
Character: Yae - The Fallen/Killer |
| Liselotte Lilo Hegt |
Character: Valma - The Medium |
| Rick Altzi |
Character: Maymos - The Ghost |
| Michael |
Character: Shawn - The Child |
| Produziert von: Samuel Arkan |
Länge: 64 Min 44 Sek |
Medium: CD |
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| 1. File 41807 | 8. Season Of Redemption |
| 2. Silence Of Dawn (Poetry) | 9. The Other Side |
| 3. First Blood | 10. Shadow Lord |
| 4. Obsessions | 11. One Chance |
| 5. Invisible Nations | 12. Divine Whisper |
| 6. Gemini Syndrom | 13. March Of the Ghosts |
| 7. Fallen's Portrait | 14. Last Sunset |
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Eine verschrobene Story, jede Menge Sänger, Melodic Progressive Metal als Aushängeschild - das muss Großartiges sein. Da zwängen sich die Vergleiche zu den Szenehelden AYREON und AVANTASIA geradezu auf, die beide sehr erfolgreich ihre CDs an die Hörer loswerden.
Starten wir mit der Story, die sich nicht so richtig in seiner Tiefe erschließt. Kann aber auch daran liegen, dass man die Liedtexte bei diesen verfügbaren Files nicht mitgeliefert bekommt. Das ist natürlich bei einem Konzeptalbum leicht suboptimal. Deswegen liefern AFM zu den Files auch gleich eine lange Beschreibung der Story mit und fassen diese im Promoschreiben wie folgt zusammen: "... ein junger Profiler der Polizei untersucht eine rätselhafte Mordserie und macht im Laufe seiner Ermittlungen zahlreiche übernatürliche Erfahrungen, die ihn selbst immer mehr in den Fall verstricken."
Und ab dafür! File 41807 darf als Intro verstanden werden, bevor das in Teamarbeit entstandene Bandprojekt EPYSODE Fahrt aufnimmt. Es powert, es donnert, es metalt, aber es progt nicht. Um das gleich zu sagen: das ist kein Progressive Metal, das ist reinster Symphonic Metal, vielleicht mehr melodic als symphonic, aber das sind Nuancen, darüber muss man nicht diskutieren.
Samuel Arkan gehört als Gitarrist zur Band VIRUS IV, die mir nicht bekannt sind. Um sein ambitioniertes Projekt hier an den Start zu kriegen scheint diese Band aber nicht passend zu sein. Also wurden mit Kristoffer Gildenlöw ein Ex- und mit Leo Margrit ein aktiver PAIN OF SALVATION Musiker ins Boot geholt (vielleicht rührt hierher der Gedanke, dass man "progressive" sein könnte?). Oddleif Stensland (Sänger von COMMUNIC), Rick Altzi (singt sonst bei AT VANCE) und Lilo Hegt (kampferprobt bei AYREON) mimen den Hauptteil der Gesangsparts. Dazu dann noch Tommy Hansen für das Mastering gewonnen (hat ja schon für HELLOWEEN, Jorn und andere verantwortlich den Mix und/oder das Mastering übernommen), fertig sind die Zutaten für eine spannende Sache.
Leider wird's da aber nix mit. Zu gleich klingen die Songs, zu wenig Abwechslung im Aufbau und ein gleichtönender Gitarrensound sorgen dafür, dass ich irgendwann verwirrt bin, in welchem Song ich mich gerade befinde. Nicht nur Wucht und Rumms - auch Gefühl und Emotionen können für eine druckvolle und nachhaltige Produktion sprechen. Letzteres vermisse ich doch arg, vor allem in dem sehr ruhigen Stück Gemini Syndrom. Schade, da hätte man mehr raus machen können. Warum gibt's nicht mehr abwechslungsreiches wie March Of The Ghosts? Schade, dass das schon die vorletzte Nummer von "Obsession" ist, mehr solcher Nummern im Stile von SYMPHONY X hätten dem Dreher insgesamt sehr gut getan. Am Ende des Liedes wird die Frage in den Raum geworfen: "Am I Free?". Ja, Kleiner. Du bist es, wir noch nicht. Wir dürfen noch einen Song mitnehmen. Last Sunset lässt die Sonne über diesem Album untergehen, wirkt insgesamt ein wenig deplatziert, aber doch dazugehörend. Deplatziert, weil die Kleistergitarren weg sind und dazugehörend, weil es wie der Abspann, wie die letzte Hymne, klingt.
Fazit: mehr der Songs wie die beiden letzten und es hätte mit "Obsessions" was werden können. So ist es leider nur ein gut powerndes Metal-Album geworden, was ambitioniert an den Start tritt, aber nicht zwingend in die CD-Analen eingehen wird.
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