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| Back To The Rock, GMI, 2011 |
| Bob Hartmann |
Guitars & Vocals |
| Mark Kelly |
Bass & Vocals |
| John Lawry |
Keyboards & Vocals |
| Greg Volz |
Lead Vocals |
| Louie Weaver |
Drums |
| Gäste: |
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| Nashville Strings Section |
Strings |
| Produziert von: John Lawry & Petra |
Länge: 51 Min 40 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Bema Seat | 7. More Power To Ya |
| 2. Clean | 8. Let Everything That Hath Breath |
| 3. Angel Of Light | 9. Grave Robber |
| 4. Rose Colored Stained Glass Windows | 10. Adonai |
| 5. Godpleaser | 11. Back To The Rock |
| 6. Second Wind | 12. Too Big To Fail |
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Als 2005 PETRA auf der Christmas Rocknight in Ennepetal ihre letzten Töne auf deutschen Bühnen spielten und im Anschluss noch die letzten Abschiedskonzerte gab, wehte ein Wind - kein Hauch! - von Trauer durch die Halle. Sollte es das wirklich gewesen sein? PETRA, die Band, die wie keine zweite im christlichen Sektor für Erfolge, klare christliche Botschaft, unzählige Bandwechsel, groovende Rockmusik und gänsehautige Balladen stand sollte tatsächlich nach 33 Jahren ihren Abschied durchziehen? Ja, es sollte so sein.
Beginnen wir mit einem Exkurs in die Geschichte von PETRA. Gegründet 1972 von Bob Hartmann, Greg Hough, John DeGroff und Bill Glover nahm diese Besetzung die ersten beiden Alben auf. Das zweite Album "Come And Join Us" wurde von Greg X. Volz eingesungen, der Stimme, die prägend für die erste Phase von PETRA werden sollte. Die Aufnahme zum dritten Dreher fand schon ohne die drei letztgenannten Gründungsmitglieder statt und wurde von daher mit vielen Gastmusikern eingespielt. Das Besetzungskarussell begann sich zu drehen, in dessen Mitte immer Bob Hartmann stand, derjenige, der alle Wechsel über- und durchlebt hat. "Never Say Die", das vierte Album, konnte wieder mit einer einigermaßen vollwertigen Band eingespielt werden, bei der Mark Kelly zum ersten Mal den Bass bediente. 1982 dann das Album, dass der Band die Türen zum Erfolg öffnen sollte und am Schlagzeug nahm Louie Weaver Platz. "Not Of This World" wurde 1983 aus dem Tonstudio ans Tageslicht befördert und konnte mit einer konstanten Bandbesetzung aufwarten. Es sollte noch zwei weitere Jahre dauern, bis "Beat The System" erschien und mit dieser Langrille der Keyboarder, der dem Keyboard zu einer sehr prominenten Wertung im PETRA-Sound verhelfen sollte: John Lawry. Ein Livealbum später war diese Bandkonstellation bereits wieder Geschichte und es kam zu dem markantesten Wechsel innerhalb der Band. Greg X. Volz ließ seine Stimme nicht länger erschallen, sein Nachfolger wurde John Schlitt. Mit ihm wurde der PETRA-Sound härter, hardrockender und erfolgreicher. Der Unterschied zwischen "Beat The System" und "Back To The Street" war eklatant, sorgte aber dafür, dass die Band mehr und mehr Fans dazu gewinnen konnte. Stimmlich konnten die beiden nicht unterschiedlicher sein: Greg X. Volz sang mit einer sehr hohen Stimme, John Schlitt hingegen eher mit einem raueren Organ. Der Erfolg der Band nahm Fahrt auf und wurde, wie bei vielen Bands des Rockgenres, erst Anfang der 90er Jahre durch die Grungewelle gestoppt. Darunter litten PETRA sowohl im Bereich der Bandbesetzung als auch der Plattenverkäufe.
20 Studio-, 2 Live- und zwei spanischsprachige Alben später verkündeten PETRA 2005 ihr Ende. Seit ihrer Gründung hatte die Band mehr als 10 Millionen Alben verkauft, waren 13 Mal für den Grammy nominiert, den sie 4 mal mit nach Hause nehmen durften, bekamen zehn mal die "Dove Awards"-Trophäe überreicht und wurden schlussendlich noch in die "Gospel Music Hall Of Fame" aufgenommen. Eine Karriere, die von allen Musikern immer wieder als ein Geschenk Gottes angesehen wurde und den sie in ihren Songs immer zum Mittelpunkt machten. Viel war man in den USA unterwegs, aber auch in Deutschland konnte die Band eine große Fan-Base aufbauen. "Ich habe es immer als Privileg und Ehre erlebt, meinen Retter Jesus Christus zu repräsentieren.", sagt Bob Hartmann.
Fünf Jahre nach ihrer Trennung stehen sie jetzt wieder in den Startlöchern. Aber nicht in der Abschiedsbesetzung, sondern in der der 80er Jahre. Das ist auch der Grund, warum sie nun nicht mehr PETRA, sondern CLASSIC PETRA heißen. Auf ihrem aktuellen Dreher "Back To The Rock" hauen uns die fünf Amerikaner 10 alte Songs aus den Jahren 1981 - 1985 - neu eingespielt - und zwei gänzlich neue Songs um die Ohren, und man darf sich getrost in die Phase I der Band zurückversetzt fühlen. Wirklich großartige Neuerungen zu den Originalsongs darf man nicht erwarten, das scheint aber auch nicht das Ziel von Bob Hartmann und seinen gestandenen Männern gewesen zu sein. So tönt nicht viel Neues aus den Boxen, das Alte wurde allerdings abgestaubt, ein wenig der 80er-Jahre Patina beraubt und gefühlvoll ins Hier und Jetzt transformiert. Das macht erstaunlich viel Spaß, wirkt wenig altbacken und kann mich überzeugen. Die beiden neuen Songs "Back To The Rock" und "Too Big To Fail" fallen nicht auffallend aus dem Rahmen, eher so, als hätten sie schon immer dazugehört.
Live mischt die Gruppe auch wieder mit und zieht in diesem und nächsten Jahr in einer großen Weltkonzertreise einmal um den Globus. Dabei werden nicht nur alte Songs, sondern auch der alten Bühnenaufbau wieder im neuen Glanz und Licht erstrahlen (Letzteres vermute ich mal anhand der im Booklet zu findenden Livebilder). Für Nostalgiker der Band dürfte damit ein Wunschtraum in Erfüllung gehen, für Neugierige sei die CD auf alle Fälle empfohlen. Eine Schnittmenge aus AOR, Poprock und dem Alter angemessener Rock streichelt die Ohren der Hörer. Pünktlich zum AOR-Revival und dem beginnenden Frühling ein gutes Stück Musik.
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