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| The Stereo Guillotine, Eigenverlag, 2010 |
| Kevin Azevedo |
Drums |
| Nathanile Dias |
Guitars, FX |
| Edgar Fernandez |
Bass |
| Leopoldo Larsen |
Vocals, Guitars |
| Produziert von: Citabria |
Länge: 99 Min 99 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Don't Blame Yourself | 5. The Flood |
| 2. The Wrong Way | 6. Find Your Path |
| 3. Running Through The Night | 7. The Last Pyramid |
| 4. Behind The Door | 8. Stereo Guillotine |
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Fünf Mann Band aus San Jose, California; derm Sunshine State. Die Musik ist allerdings nicht ganz so sonnig, obgleich sie sich nicht in alles umfassender Melancholie ergötzt - da sei dann doch der Silver Surfer vor.
Allerdings ist man sehr … agil; böse Zungen würden das nervös nennen. Nehmt die gesamte YES Combo, setzt sie auf … hm, ob das klappt? Also: auf überstarken chilenischen Kaffee, der, der einen so nüchtern macht, das man am anderen Ende der Nüchternheit in den Wahnsinn taumelt (Copyright dieser Idee bei Terry Pratchet; ich weiß nur nicht mehr, wie der Kaffee da hieß). Und dann habt ihr CITABRIA, wobei auf dem Trip einiges an Raffinesse vom YES-Universum zu Gunsten eines ziemlichen Zuflusses an Energie verloren geht. Man kann nicht alles haben, und wer an "Topographic Oceans" denkt, weiß - das muss man auch nicht..
Die Basis der Songs ist der Hardrock, der dann verfeinert wird mit punkiger Energie, melodischem Songwriting, häufig einer Ska-mäßiger Rhythmik und der guten Stimme von Leopoldo.
In Don't Blame Yourself und The Wrong Way plinkert die Rhythmguitar da so einsame Töne vor sich hin, bis zum Refrain heftig in die Saiten und Tasten gegriffen wird. Leopoldo klingt ein klein wenig so wie Jon Anderson in einer jüngeren und handfesten Version, was gut ist; die Theatralik ist die gleiche. Freund Edgar am Bass hält die Sache auch dann zusammen, wenn Kevin die Klöppel gar wild schwingt und der nervösen Grundstimmung noch eins drauf setzt. Running Through The Night scheut sich nicht vor einem Classic Hard Rock Riff Approach und ist dar ob vielleicht auch noch der zugängigste Titel, zumal der mit einem starken Refrain ausstaffiert ist, und die Oh-Oh und Shubiduwa- Chöre das ihre dazu tun. Leopoldo an der Lead setzt starke Akzente - sehr gelungen, der Track, mit Hit Potential im alternativen Radio (wenn es das irgendwo gibt)
Eher düster und dann doch melancholisch geht es in dem mit flächigen Riffs ausgestatteten Behind The Door zu; ist, soweit ich das verfolgen kann, auch textlich eher böse. Zum Ende hin wird allerdings nochmal der Riffhammer ausgepackt - gute aufgebaut, das Ding. Find Your Path weist mehr als nur Spuren von Ska auf, und dazu ein stoisches Bassgerüst und wunderbar flexible Riffs und darüber wieder einen sehr ins Ohr gehenden Refrain, plus Stakkato Wah-wah Lead Guitar. Ein weiteres Highlight.
The Last Pyramid ist ein Instrumental, und verdient auch den Namen - es besteht als solches und man hat nicht den Eindruck, hier würden die Verse fehlen.
Also, wer sich mit der nervös-schnellen Grundstimmung anfreunden kann, hat hier ein Alternative Prog Album mit hohem Appeal, das man sich sehr gut anhören kann und das den Anspruch zwischen Kunst und Kommerz mühelos in sich vereint.
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