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BunChakeze

Whose Dream?

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Whose Dream?
Whose Dream?, Eigenvertrieb, 2010
Gary Derrick Bass, Bass Pedals
Cliff Deighton Drums
Joey Lugassy Vocals
Colin Tench Guitars, Synths, Backing Vocals
Gast:
Alex Foulcer Piano
Produziert von: Andrew Skeoch Länge: 47 Min 18 Sek Medium: CD
1. BunChakeze6. Midnight Skies
2. Whose Dream?7. Long Distance Runner
3. Walk in Paradise8. The Deal
4. Handful of Rice9. Whose Dream? (Reprise)
5. Flight of the Phoenix

Dieser Haufen von Tasten (BunChakeze = Bunch Of Keys) begann in den mittleren 80ern mit den Aufnahmen zu diesem Album, und das wird auch deutlich und humorvoll im Booklet geschildert. Dort findet sich auch die Suche nach dem zweiten Gitarristen, einem Sänger, einem Keyboarder … und die Geschichte um den illegalen vierten Akkord (durch dessen Zusatz zu den drei Akkorden eines normalen (Punk)Songs ein Track erst zu einem Prog-Rock Stück wird). Auch einstürzende Wände kommen vor.
Die Band ist wohl dabei, sich wieder zu vereinen, und deshalb wird nun dieses Stück Musikgeschichte veröffentlicht. Bemerkenswert ist, dass der vielseitige und ausdrucksstarke Sänger Joey Lugassy erst später zu dieser aus der Londoner Band ODIN hervorgegangenen Formation stieß, und auch der Keyboarder nur Gast ist. Und das bei einer Prog-Rock Band.

Echte Progrocker werden hier wohl eher nicht fündig – dazu ist das viel zu 'down to earth' und wenig verschwurbelt. Auch werden keine Uralt-Riffs und Akkordfolgen wiederholt, keine Bach'schen Gitarrenkadenzen heruntergespult, das ist alles eigenständig und dazu noch soundmäßig völlig klar und transparent.
Whose Dream? etwa bietet frühe Peter-Gabriel-Kost mit guten Lyrics; Walk In Paradise erinnert - nicht zuletzt durch die Vocals - an MARILLION; man beachte die sehr variable Stimme; man beachte den Keyboards-Bass-Drums Trialog im Mittelteil und das pfefferige, von Steve Howe inspirierte Gitarrensolo am Ende, das dann getragen vom stoischen Funky-Bass und den unterhaltsamen Breaks des Drummers. Unterhaltsam ist auch Handful Of Rice, fast schon Pop, mit einem Gitarren-Drums Dialog mit Bouzouki Anmutung. Flight Of The Phoenix wird im gleichnamigen Track akustisch dargestellt - bis hin zum plötzlichen Absturz. In Midnight Skies taucht dann der illegale vierte Akkord auf; Long Distance Runner kommt mit interessanten rhythmischen Verschiebungen im Melodieteil und einem traumhaften Gitarrensolo. The Deal zitiert FLOYDs Wellcome To The Machine schon fast unverschämt direkt, ist aber trotzdem ein sehr guter, rockiger Track.

Das geht nach zwei bis drei Umdrehungen gut ins Ohr, ist auf sympathische und 'echte' Weise anspruchsvoll ohne einfach einen Riffsalat mit solistischen Eskapaden zu würzen; gleitet aber nicht ins zu Melodische ab, wobei es melodisch ist – einfach ein nettes, gutes Stück Musik. Man wünscht der Band, dass die Zukunft noch etwas für sie in petto hat. Das hier ist empfehlenswert.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 03.12.2010


 
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