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CD-Review:
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Der zweite Streich der neuen Supergroup um die Superstars Bonamassa, Hughes, Sherinian und Herrn Bonham (der ist noch kein Superstar). Ja, und schon beim Erstling waren sich alle einig, dass das gut sein muss, denn bei den Leuten, der Vergangenheit, dieser fachlichen Kompetenz - was soll da schief gehen? Und zwar tut es das stellenweise schon fast bis zur Lächerlichkeit. Das Album wird eröffnet in einem Stil und mit einem Track (The Outsider), der auch auf die letzten HEEP CDs gepasst hätte - fast and furious, ein hektisches Basisriff, ein breites, flächiges solches im Refrain, eine fette Orgel, Hughes an den Vocals (und der klingt Shaw gar nicht so unähnlich), ein kurzes Griffbrettgetobe das wirklich von Box stammen könnte, zumal dann da auch noch die typische Wah-wah ist und das Duell mit der Orgel … und dann auch noch eine ganz leicht angeprogte Songkonstruktion in der Mitte - ne, was haben wir uns amüsiert. Man In The Middle ist dann bis aufs I-Tüpfelchen aufgepumpt wie eine AEROSMITH-Nummer - die Gesangslinien original Tyler, das Blues-Rock-Riff vor dem Refrain original Whitford/Perry, das wummsdireinenundhaudrauf Drumming original Kramer… usw usw.
Schlecht? Ach, wer kann das wirklich sagen? - Kompetenz hat es zuhauf (obwohl, was Sherinian hier macht, weiß ich nicht. Und Bonham ist kein Bonzo, aber was soll's - er ballert stellenweise schon richtig schön), bis auf Shirley - was ist dann das für ein verwaschener Sound? Grauenhaft - unter dem Mischpult der Muff von fünf Jahrzehnten Heavy Rock, und komm mir nicht mit 'Vintage'! Schlecht? Nervig! Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 04.06.2011
"Okay, okay! sprach da unser Metallurge Friedemann, als er meine Review zu BCC las, der Mann ist alt, hat eine Menge hinter sich und sein Gehör wurde schon vor langer Zeit eingeschliffen und verdreht! Ich denke, da kann man eine andere Sicht mal beleuchten. Denn, Oldie - das Problem ist, dass man deine Review erst versteht, wenn man die erste Scheibe gehört hat. Jetzt, nachdem ich das gemacht habe, wird manches für mich nachvollziehbarer..." ... aber trotzdem kann ich nur sagen, dass die zweite Scheibe geil geworden ist. Gefällt mir nach wie vor gut. Sicherlich bedienen sich die vier Herren fleißig im rockmusikalischen Backkatalog, aber was ist daran verkehrt? Ich bin nicht mit ZEP aufgewachsen, finde es von daher spannend, was das Quartett da abfeuert. Ich stimme dem Vorredner völlig zu, dass die Stimme von Hughes nicht der Burner ist, dafür ist sein Bassspiel sehr songdienlich und macht richtig Laune zuzuhören. Die Gitarrensoli sind nicht langweilig, manche nur nicht besonders aufregend (Wo genau ist der Unterschied zwischen 'langweilig' und 'wenig aufregend'? Der Vorredner). Aber hey, es ist Rock'n'Roll. Die Drums donnern nach vorne und treiben die ganze Kommunität an und Derek spielt erstaunlich rock'n'rollig, wenn man bedenkt, dass er eigentlich mehr ein Frickler ist. Mit Schmeicheleien kommt man natürlich nicht weiter! Aber immerhin - da 90% der Presse BCC feiern und auf allen Kanälen spielen und darstellen (sagte ich schon, dass ich einen Schreikrampf kriege, wenn ich Hughes noch mal so völlig bezumni irgendwo in die Kamera glotzen und posieren sehe?), ist an Friedemanns Analyse natürlich was dran. Nennen wir das also Spätergeborenen-Rock, und jeder Leser kann im Spanungsfeld zwischen diesen beiden Polen sein Heil suchen - und Geld ausgeben oder auch nicht. Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 20.07.2011
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