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| Lose A Life, Repertoire Records, 2011 |
| Ricky Gardiner |
Guitars |
| Tom Gardiner |
Drums |
| Virginia Aurora Scott |
Keyboards, Vocals |
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Länge: 47 Min 32 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Electrofire Invasion | 4. Cosmic Tango |
| 2. Electro Half Light | 5. Dr.Carlo |
| 3. Masts on my Roof | 6. Tango for the End of Time |
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BEGGARS OPERA sind ein 70er Gewächs, und Ihnen das Etikett 'Prog' anzukleben und damit anzudeuten, dass da extrem komplizierte Songstrukturen aufgebaut wurden ist nicht ganz auf den Kern der Sache gezielt. Die Jungs um Chief Ricky Gardiner verstanden durchaus, stark keyboardlastige Longtracks unterhaltsam zu gestalten, und ihr eher an NICE und COLOSSEUM und etwas an TULL's englischen Country Songs orientierter Sound war über vier CDs lang durchaus nett, obwohl: immer zweite Liga. Man ging in den Plattenladen, flippte sich durch die Stapel, und - ach ja, BEGGARS OPERA, was genau machen die eigentlich? Ah, hier, die neue …. Fehler - selbst im Nachhinein sind Platten wie "Waters Of Change" (1971), "Pathfinder"(1972) und das etwas kommerzieller geratene "Get Your Dog Off Me" etwa mit Tracks wie Morning Day immer noch gut zu hören. Gut, Das Repertoire alle wieder veröffentlicht.
Aber - Mr Gardiner hat ein Schicksal - er leidet an Elektrosensitivität. Soll heißen, er iost extrem empfindlich gegenüber jeglicher Elektrostrahlung bzw. Smog. Egal ist dabei, ob das eingebildet ist oder Realität - der Mann leidet, und das hörbar.
Die sechs Tracks der neuen CD sind dann auch sehr melancholisch und eher düster; die Merry-Go-Happy Attitüde von "Get Your Dog…" ist ad acta gelegt. Lange Gitarrenpassagen, die über einem monotonen Drumming minutenlang die Gefahren des Elektrosmog heraufbeschwören und davor warnen, unterbrochen von Viriginia Scott's Keyboard Einsprengseln und klagender, aber sehr klaren Stimme. Electrofire Invasion ist ein Paradebeispiel dafür, und wenn sonst von nichts zeugt es von des Drummers Fähigkeit, das Tempo zu halten. Erst der Cosmic Tango und Dr. Carlo bringen etwas Schwung in die Sache.
Ganz ehrlich? Ich verstehe und würdige das Anliegen des Mannes Gardiner und seinen Versuch, das Problem musikalisch darzustellen. Aber leider fehlt seiner Musik jegliche Spannung, was durch das Sujet - Elektrowellen wellen nun mal langsam - bestimmt wird. Es passiert einfach nichts, was die Aufmerksamkeit wirklich länger fesselt. Und so muss man schon ein sehr großer Freund des elegischen und der langsamen Entwicklung von Songs sein, um dem hier etwas abzugewinnen. Selbst vom rein musikalischen Standpunkt aus gesehen ist das hier ohne wirkliches Potential. Und 'Prog', also irgendwie kompliziert, schon mal gar nicht. Eben lang.
Eine Frage sei erlaubt, Mr. Gardiner. Sie warnen vor den Gefahren des Elektrosmog - und benutzen dazu eben das Medium, dass auch hilft, diesen Smog zu verbreiten? Now, that' s a bit strange …
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