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| Soul Collector, Metal Heaven, 2009 |
| Leon Goewie |
Vocals |
| Barend Courbois |
Bass |
| Jan Somers |
Guitars |
| Timo Somers |
Guitars |
| Erik Stout |
Drums |
| Produziert von: Michael Voss |
Länge: 45 Min 49 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Cross In The Rain | 7. I Never Felt That Way Before |
| 2. Wait Until The Sun Goes Down | 8. Dance |
| 3. Soul Collector | 9. Rock And Roll Band |
| 4. Samurai | 10. So Many Times |
| 5. What The Hell | 11. Lean On Me |
| 6. MySpace Freak | |
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Das wird sich Leon Goewie den Rest seiner Tage fragen lassen müssen: Warum hast du nicht den Flow der großartigen Songs von "Back In The Ring" beibehalten und zweieinhalb Jahre später auf "Soul Collector" eine so wenig sagende Nummer wie Dance, Balladen wie What The Hell oder Lean On Me und so einen aufgesetzten Metal-Touch in etlichen Liedern ins Spiel gebracht?
Die eher unwichtigere Frage ist, warum das Intro zu Cross In The Rain so dermaßen nach STATUS QUO klingt, dafür wäre zu klären, warum Bassist Barend Courbois den langjährigen Schlagzeuger Hans in't Zandt für seine tolle Arbeit auf dem Album lobt, dieses aber ausschließlich den jungen Erik Stout als Drummer nennt.
Natürlich ist es nicht so, dass Leon Goewie mit seinem neuen VENGEANCE-Album die Arbeit seiner (und anderer) Hände der letzten drei Jahre mit dem Allerwertesten wieder einreißt, aber in der Tat mögen die ersten drei Nummern von "Soul Collector" nicht annähernd so begeistern wie der Beginn von "Back In The Ring" in 2006. Um ehrlich zu sein, eigentlich drückt nur Courbois' Bass so richtig fetzig, der Rest ist hart und heavy, auch mit hübschen Hooklines versehen, aber steil geht man noch nicht. Erst mit Samurai, immerhin schon #4 auf der Scheibe, werden die Karten neu ausgegeben. Mutmaßlich ist Produzent Michael Voss für die "Arabia"tischen Instrumente und vor allem für die Keyboards zuständig, die zweistimmigen Gitarren besorgen Vater und Sohn Somers erstmals Aufsehen erregend, und Goewi brilliert, statt nur sein markantes Organ drüber zu setzen. Samurai ist zwar kein Rock & Roll, dafür aber eine spannende - wenn auch nicht neue - Abwechslung (auf die man beim neuen Album "Into The Labyrinth" von SAXON leider vergeblich wartet).
Den Kick ins Vergnügen bekommt "Soul Collector" mit dem zwar textlich banalen aber witzigen MySpace Freak. Genau so wünschen sich garantiert viele Fans VENGEANCE: einfach straight aus der Hüfte geschossen und ohne Firlefanz. Und wenn schon Firlefanz, dann bitte mit einem so gnadenlos eingängigen Chorus wie ihn I Never Felt That Way Before bietet. Wieder kein Kopf-runter-Rocker, aber eine massive Hymne. Wer was von "Na na na" sagt, lügt nicht, irrt aber, denn auch solche Einfachheiten können den Rocker begeistern.
Oben gescholtenes Dance entwickelt sich übrigens nach einiger Zeit doch noch zu einer scharfen Nummer, speziell das Gitarren-Feintuning und das elegante Power-Schlagzeug überzeugen letztendlich.
Wieder "Nananananana" bei Rock And Roll Band, aber jetzt explodiert die Chose endgültig. Uh, what a bass, und die beiden Edelgitarren gleich hinterher; das hat Klasse und vor allem die Kraft der zwei Boogieherzen. Soll sich Leon doch anschließend wie Diamond Dave gerieren, mit So Many Times ist "Soul Collector" endgültig gerettet.
VENGEANCE bleiben mit "Soul Collector" am Ball, auch wenn es diesmal nicht zu einem Highlight wie "Back In The Ring" gereicht hat. Sollten sich die Holländer in diesem Jahr zu mehr als ein paar nachmittäglichen Festivalauftritten entschließen, also zum Beispiel die kleinen Clubs rocken, müssen einige Songs aus der Vergangenheit weichen, damit sich die neuerlichen Besetzungswechsel lohnen und beweisen können. Das Erlebnis der ewigen Vorband hat man auf "Same/Same... But Different" schon hinreichend gehabt, diesmal muss es knacken, sonst ist die ganze Mühe in diesem Jahrzehnt vergeblich gewesen.
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