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Sister Switchblade

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Sister Switchblade
Sister Switchblade, Sony BMG Australia, 2007
Jinks Vocals
Steve Gray Guitars, Vocals
Wayne Whithers Guitars
Michael Rosser Bass, Vocals
Tristan Davies Drums
Produziert von: Phil McKellar & Tonk Länge: 37 Min 15 Sek Medium: CD
1. Redback7. Predator
2. Menage A Trois8. Looze Yer Load
3. Golden Girl9. Stay
4. Libertine10. Stick With My Blood
5. Sister Switchblade11. Sick 'N' Depraved
6. Needle In The Red

Mit ihrem Internetauftritt haben diese Jungs von Down Under Probleme (die im Booklet angezeigte Website gibt es gar nicht), aber mit ihrer Musik nicht; da wissen sie ziemlich genau wo sie hinwollen, und treten mit ihrem Erstling auf typisch australische Art breitbeinig auf. Und wenn es auch rockt und kracht ist das eher nicht in Schlagdistanz zu AC/DC (soweit das im Hard Rock heute überhaupt möglich ist), sondern eher zu THE ANSWER und JADED SUN.
Um es gleich abzuhandeln: textlich bewegen wir uns im Bereich 'Diese Sache mit den Mädels' und, hier eher nicht feinsinnig, Suff'n'Drugs. Herausragend dabei der Albtraum Libertine und die Hassode Needle In The Red, wo mit kurzen Vierzeilern eine beängstigenden Stimmung erzeugt wird.

The TONK - Tonk ist ein Kartenspiel ähnlich dem Gin Rummy und die Band ist nicht zu verwechseln mit der deutschen Band gleichen Namens (ob das wohl zu rechtlichen Problemen geführt hat?) - haben zwar AC/DC im Blut, aber genau hingehört, was zurzeit (die CD ist aus 2007, jetzt aber erst bei uns angekommen) en vogue ist im klassischen Hard Rock, und haben dann die richtige Answer.
Ist Redback noch der typische Hauruck Opener mit Stadionchorus, bietet Track Numero zwei mit einem flotten Dreier schon eine verschärfte Wah-Wah Killer-Gitarre im Intro - und der Songaufbau ist auch nicht mehr ganz so simpel. Gutes, kurzweiliges Solo, ich hätte da die Wah-Wah von Anfang erwartet, ist aber nicht. Golden Girl hat eines dieser AEROSMITH-Riffs die nie aufhören wollen und bietet die nächste Steigerung. Jemand hat die Boys beim Aufbau des Albums gut beraten. Und hier ist dann auch die Wah-Wah - was'n los, Jung'? Verpennt? Na ja, wie er es macht, macht er das dann wett, und dieses Riff sowieso, und - zack - ist es vorbei.
Erwähnte Libertine schleicht sich ganz fies heran, passt gut zum Text, um zur Mitte hin dann zu explodieren. Spannend. Ab Switchblade rockt es dann volles Rohr, Needle In The Red ist ein Shuffle und Jinks droht der Welt über einem knurrigen Bass Übles an - er ist eben wie die Nadel im roten Bereich… Predator hat zuerst etwas traumhaftes, aber das ist dann schnell vorbei. Wie auch nicht, ist doch die besungene Dame ein Raubtier. Und so geht es gut weiter, ab und zu nehmen sie etwas Tempo raus (Stay - ein Liebeslied auf Tonkisch, ein verzweifeltes).

Das hat vielleicht noch nicht ganz die Klasse von THE ANSWER, aber das ist ja auch eine Messlatte an der die meisten Bands scheitern würden. Anhören lohnt auf alle Fälle.
Etwas verwunderlich: bei Amazon ist die CD nur für €55,- zu haben.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 24.07.2009

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