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| Tales From Serpentia, Lion Music, 2008 |
| Martin LeMar |
Vocals |
| Rainer Grund |
Guitars |
| Oliver Schwickert |
Keyboards |
| Chris Doerr |
Bass |
| Tom Diener |
Drums |
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Länge: 68 Min 33 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Nightfall | 7. Warning |
| 2. The Years Ahead | 8. The Curse |
| 3. Dream Diary | 9. The Tower |
| 4. No Harm | 10. Faces |
| 5. Remember | 11. Muse |
| 6. Succubus | |
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TOMORROW'S EVE kommen ursprünglich aus Idar-Oberstein, sind aber angeblich und zwischenzeitlich ins Saarland übergesiedelt [eine internationale Band also; Red]. Spielt für uns aber auch keine Rolle, wichtig ist hingegen, dass dieses Quintett mit u. a. DREAMSCAPE und VANDEN PLAS ganz sicher mit zum Besten gehört, was in Sachen Progressive Metal aus Deutschland kommt.
Eine Veröffentlichung auf Raten? Keine Ahnung, denn es ist bereits eine Weile her, dass wir vom Label die Nummer The Tower zur Rezension bekamen. Und die hatte es in sich, so dass ich mich schon lange fragte, wo denn nun die offizielle Scheibe bleiben würde.
Hier ist sie und heißt "Tales From Serpentia". Ein Konzeptwerk, mit stoischer Ruhe und System zwischen den einzelnen Tracks erzählerisch verabreicht. Wagemutig stelle ich fest, dass die soundtechnische Produktion der Hammer ist. Alles sauber, klar, druckvoll und strukturiert aufgenommen, hervorragend abgemischt, so dass dem knackigen lauten Genuss nichts mehr im Wege steht.
Der nächste nicht zu unterschätzende Aspekt ist der, dass TOMORROW'S EVE mit Martin LeMar über einen mehr als erstklassigen Sänger verfügen. Huldigte man in den Anfangstagen noch mehr den großen amerikanischen Heroen von DREAM THEATER, bleibt auf alle Fälle festzuhalten, dass ihm ein James LaBrie nicht im Ansatz das Wasser reichen kann. Musikalisch lehnen sich die Jungs, anders als DREAMSCAPE, nicht mehr eindeutig an die Prog-Metal-Götter an. Und das ist auch gut so.
Es gießt zu Beginn der Dämmerung in Strömen, und obwohl die Gitarren sehr heavy in Szene gesetzt werden, erzeugen sie die entsprechende Stimmung. Mit viel Power überzeugen TOMORROW'S EVE in The Years Ahead, klingen zwar nicht spektakulär, entscheiden sich aber für die eine oder andere eingängige Melodie. So wird schnell klar, dass man nicht nur auf progressives und exzessives Gefrickel baut, sondern freundlich und zugänglich bleibt. In den Keyboardphasen erinnert mich der Sound an PAGAN'S MIND, die Piano-Klänge erzeugen einen symphonischen Eindruck.
Etwas anders verhält es sich in Dream Diary. Da blitzen in den ruhigen Gesangspassagen erstmals und später öfters QUEENSRYCHE in ihrer besten Phase durch, wobei es ansonsten beim eingeschlagenen Weg bleibt. Die durchdringendste Atmosphäre wird zu Anfang in No Harm aufgebaut, ganz dezente klassische Einschläge mit allerlei Tempi-Wechsel. Respekt! Sowohl das balladeske Remember als auch das folgende Succubus wissen zu überzeugen. Und so langsam festigt sich die Vermutung, dass wir auf dieser Scheibe keinen Ausfall entdecken können.
Neben dem bereits erwähnten The Tower finden wir mit dem knapp 20-minütigen Muse einen für den Prog so typischen Track mit absoluter Überlänge vor. Schwups, da sind wir doch wieder ein wenig bei DREAM THEATER. Wetten, dass die Nummer aus der Feder der New Yorker wieder für Jubelstürme gesorgt hätte? Bei mir verursachen diesen Effekt auch TOMORROW'S EVE. Deswegen das abschließende Urteil: Absolute Empfehlung! Für mich ein absoluter musikalischer Genuss und ein Highlight im leider inzwischen doch unübersichtlichen Prog-Metal-Dschungel.
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