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| Mirror Of Souls, Ulterium Records, 2009 |
| Matt Smith |
Vocals |
| Jon Hinds |
Guitars, Vocals |
| Val Allen Wood |
Guitars |
| Shawn Benson |
Drums |
| Produziert von: Matt Smith |
Länge: 67 Min 57 Sek |
Medium: CD |
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| 1. A Tower Of Ashes | 5. Absolution Day |
| 2.On Eagles' Wings | 6. The Writing In The Sand |
| 3. Laying The Demon To Rest | 7. Martyr |
| 4. Bethlehem | 8. Mirror Of Souls |
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Mit "leichter" Verzögerung trudelt da eine Scheibe in den Kasten des Hauses für den guten Rock, die keine Sau kennt. Aber das ist für uns ja nicht ein Grund wegzuhören, im Gegenteil, entgegen der Aussage "Wat der Buur nit kennt, dat frette nich" (für alle nicht Sauerländer: "Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht") nehmen wir uns gerne solcher Bands an.
THEOCRACY ist eine Band, die mit "Mirror Of Souls" bereits ihr zweites Album auf die Ladentheke wuchtet. Aber es ist anders, als das Debüt. Auf dem spielte Matt Smith nämlich alles selber! (Wunderbar nachzuhören auf der MySpace-Seite der Band) Das war schon nicht von schlechten Eltern, hatte allerdings den Nachteil, dass er das schlecht live umsetzen konnte. Also, hat er sich Verstärkung geholt und zwei Jahre nach dem selbstbetitelten Debüt nun den Spiegel der Seelen eingehämmert. Was da aus den Boxen hämmert lässt aufhorchen und macht süchtig! Süchtig nach mehr! THEOCRACY spielen Speed-Power-Metal mit leicht progressiven Anteilen, die gerne auch in thrashigen Gefilden wildern, dabei aber eine episch-hymnische Seite nicht vermissen lassen. Das ist ganz schön viel auf einmal, aber alles in diesem Dreher zu finden. Und es klingt verflixt europäisch, ist es aber nicht, denn die Herren kommen allesamt aus den Staaten und dürfen dort auch schon auf dem renommierten Prog Power-Festival spielen. Das dürfte anzeigen, in welcher Klasse sich die Band befindet
"A Tower Of Ashes" und "On Eagles' Wings" eröffnen als die einzigen Lieder, die unter fünf Minuten, diesen Dreher. Auffallend sind die hymnischen Strophen und Refrains, die vom Tempo her variablen Songs. Mal fängt man zart an, um dann spontan schneller zu werden oder halt umgekehrt. Matt Smith verfügt über ein klares, kraftvolles und niemals aufdringliches Organ und die Saitenfraktion weiß zu rocken und zu powern. Das lässt Gutes hoffen und erahnen und man wird bis zum Ende nicht enttäuscht. Die ersten beiden Songs fräsen sich in die Gehirnwindungen und bleiben im Ohr haften und ich nehme es gleich vorweg: der Rest der Scheibe auch! Weiter geht's mir "Laying The Demon To Rest"! Der Anfang klingt, als hätte man METALLICA und ANTHRAX gemeinsam mit dem Duracell-Hasen in einen Stall gesperrt. Powerthrash gibt's auf die Ohren. Nach einer Minute fällt der Song aber geradezu in sich zusammen und kriecht bedrohlich weiter aus den Boxen. Nur um ca. 1,5 Minuten später zu einem Nackenbrecher erster Güte zu werden. Grandios, abwechslungsreich und mit 9,5 Minuten ausreichend abwechslungsreich gefüllt. Meine Herren, ich bin begeistert. Mit "Bethlehem" scheint man Mr. BLACKMORE und seiner Muse Candice Tribut zu zollen - Mittelalter Rock, wie es vom genannten nicht besser sein könnte. Allerdings nur für die ersten zwei Minuten, dann wird aus der mittelalterlichen Stadt plötzlich eine Powerballade erster Klasse. Dadurch, dass der Refrain zum Ende gänsehauttechnisch anzieht und unendlich wiederholt wird, habe ich keine Chance, diese Melodie jemals wieder zu vergessen. Perfekt! "Absolution Day" knallt danach wieder aus den Boxen, dass die Doublebass nur so glüht. "The Writing In The Sand" eröffnet mit einer Kirchenorgel und könnte im Anschluß auch von STRYPER geschrieben worden sein. Auch hier wieder das perfekte Zwischenspiel zwischen Härte und zarten Parts. "Martyr" biegt auf die Zielgerade ein wie Usan Bolt und bereitet auf den letzten Brocken vor. Mit "Mirror Of Souls" folgt nicht nur der Titeltrack, sondern auch der längste - bis zum Ziel ist es noch ein langer Weg. Der wird aber einfallsreich und beeindruckend gemeistert. Zarte akustische Gitarrentöne locken ins Innerste, Keyboard Töne steigern die Spannung, Matt Smith bezirzt mit seiner Stimme, bevor der Song in einer Urgewalt explodiert und verspricht garantiert keine langweiligen zwanzig (!) Restminuten.
THEOCRACY mixen einen perfekten Cocktail aus METALLICA's "… and justice for all" mit der Eingängigkeit von EDGUY, HELLOWEEN und Kollegen, nehmen dabei teilweise die Geschwindigkeit von ANTHRAX dazu ohne jemals an Eingängigkeit und Melodie einzubüßen. Das Album macht auf der gesamten Länge Spaß!
Bleibt nur zu hoffen, dass den Jungs auf der anstehenden Europatour noch einige Veranstalter zusagen, dann könnten sie auch live (da dann übrigens zu fünft) überzeugen. Für "Mirror Of Souls" gibt's zumindest beide Daumen nach oben. Ach so, ich vergaß übrigens zu schreiben, dass ich sehr gerne WhiteMetal höre (Ne, war schon klar. Die Red.)!
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