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As The World Bleeds

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As The World Bleeds
As The World Bleeds, Ulterium Records, 2011
Shawn Benson Drums
Jon Hinds Guitars
Jared Oldham Bass
Matt Smith Vocals
Val Allen Wood Lead Guitar
Länge: 62 Min 02 Sek Medium: CD
1. I Am6. 30 Pieces Of Silver
2. The Master Storyteller 7. Drown
3. Nailed8. Altar To The Unknown God
4. Hide In The Fairytale9. Light Of The World
5. The Gift Of Music 10. As The World Bleeds

Keine zwei Jahre haben sich die Amerikaner Zeit gelassen, um ihr nächstes Werk über den Ozean nach Europa zu schippern. War "Mirror Of Souls" schon ein Meisterstück, verkommt dieses in Anbetracht des neusten Drehers eher zu einem Gesellenstück. Mit "As The World Bleeds" schafft es das Quintett doch tatsächlich, ihre Trademarks weiter auszubauen und noch eine Schippe draufzulegen. Das Songwriting ist noch ausgefeilter, die Songs wirken noch luftiger und dabei doch kompakter, was es im ersten Durchlauf dem Hörer nicht gerade einfach macht. Wirkt beim ersten unkonzentrierten Hören doch manches zusammengeschustert nur um interessante Songs zu bauen, wird beim näheren akustischen Betrachten manches Sperrige schlüssig. Ob ihre musikalischen Vorbilder tatsächlich METALLICA sind kann ich nicht sagen, auffallend ist aber, dass so manches Songfragment sehr an die Landsleute angelegt ist. Man höre nur mal The Gift Of Music und lasse im Hinterkopf One "mitlaufen". Aufbau, Dynamik, Spannung - ich habe lange überlegt, woher mir das bekannt vorkommt, bis die Initialzündung kam. Gut gemacht.
In den Chören guckt mehr denn je BLIND GUARDIAN durch den Notenvorhang, allerdings doch mit etwas weniger Bombast. THEOCRACY schaffen es auf "As The World Bleeds" tatsächlich, beide Bands noch mehr zu verknüpfen. Zusätzlich wurde an den Gitarrensoli gefeilt, die noch gereifter und ausgefeilter durch die Boxen flitzen, ohne den Eindruck zu erwecken, dass Val Allen Wood (von dem ich bisher noch nie was gehört hatte) dringend beweisen muss, wie toll er doch ist. Ab und an erlauben sie sich sogar ein Double-Lead-Solo, dann wird's richtig spaßig.
Matt Smith muss sich mit seinem Organ nicht hinter anderen Größen verstecken, der Mann ist einfach gut. Druckvoll in den Höhen, angenehm in den mittleren Bereichen und wenn's ruhig wird ist er auch da kompetent. Mit Shawn Benson haben sie ein echtes Tier hinter den Drums sitzen und der Rest der Band versteht sein Handwerk ebenso - stellt sich die Frage, warum man von dieser Band noch nicht mehr gehört hat? Liegt's an den Songlängen, die jetzt nicht gerade im radiotauglichen 3-Minuten-Bereich liegen? Ist White Metal nicht mehr in? Ist die Zeit für diese Art von Musik abgelaufen? Wohl weniger! Meiner Meinung nach machen THEOCRACY alles richtig, jetzt müssten sie nur noch zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Verdient haben sie es! "As The World Bleeds" sollte dringend allen Metal Heads in die Nikolaussocke gestopft werden.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 27.11.2011

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