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West 12 To Wittering

(Another West Side Story)
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West 12 To Wittering (Another West Side Story)
West 12 To Wittering (Another West Side Story), Track Records/India Records/Rough Trade, 2009
Alan Clayton Guitar & Vocals
John Proctor Bass
George Butler Drums
Scottie Mulvey Piano, Accordian, Organ
Gäste:
Keith Richards Keyboards (Ain't That Too Much, All Away, Bad Girls, She's A Real Botticelli & Survival Dance)
Joe Brown Banjo (All Away)
Ronnie Wood Slide Guitar (South Of The River & Gold Cortina)
Pete Brown Backing Vocals, Guitar, Percussion
Chris Winter Harmonica (Survival Dance)
Produziert von: Alan Clayton & Pete Brown Länge: 31 Min 59 Sek Medium: CD
1. Talk To Me12. Nowhere Maybe
2. Ain't That Too Much13. Another West Side Story
3. South Of The RiverBonus Tracks (Download Only):
4. Liberty Smile14. Only One
5. All Away15. Diamonds (Buried Treasure Mix)
6. Bad Girls (You're Going Nowhere)16. Thrill Of The Thrill (Buried Treasure Mix)
7. She's A Real Botticelli17. Wide Boys & Slim Pickings (Buried Treasure Mix)
8. Love For Life18. Didn't Want To Be An Angel (Buried Treasure Mix)
9. Survival Dance19. Oh Yeah! (Buried Treasure Mix)
10. Don't Come Easy20. Shepherds Bush City Limits
11. Gold Cortina

Post-Punk-Pop Geschrammel mit nur wenigen tauglichen Songs und dafür mit arhythmischem Keyboardgeklimper von Keith Richards (doch, Keyboards!) auf fünf und eine nebensächliche Slide von Ronnie Wood auf zwei Tracks, ansonsten wird das Solo zumeist gescheut wie das Weihwasser von Mr. D. - Post-Punk-Anti-Musikdinosaurier Attitüde. Und da Keith natürlich irgendwie schräg rüberkommen muss, spielt er kontrapunktisch und atonal. Der bemüht witzige Effekt stirbt spätestens nach dem dritten Mal den Tod aller Langweiler - man dreht die Augen nach oben und schnaubt durch die Nase. Keith, werd erwachsen und geh nach Hause, oder am besten beides. Einfach nur blöd.

For the record: Alan Clayton hat Keith in einem Restaurant kennen gelernt, in dem er bediente. Und Keith sah dann in Alan einen Bruder im Geiste und daher hat er dann seinen Buddie Woodie mitgebracht, um nun schon das zweite Mal bei Aufnahmesessions der STRANGERS mitzuwirken. Keith hat wohl zu Clayton gesagt, dass sie beide dieselbe Einstellung zu Musik hätten und er, Keith, einfach nur mehr Glück gehabt hat. Na, da haben wir aber Glück gehabt. Songwriting und Gesang irgendwo zwischen Tom Waits und Joe Jackson oder Joe Strummer, ohne deren Coolness und Klasse.
All Away ist Banjo-unterstützter Cow-Punk, UGLY STICKs viel besser und witziger zelebrieren. Bad Girls ist an die Track Records Überväter THE WHO angelehnt (die heute leider nicht mehr die Energie der Dirties haben, muss man zugeben) und ein - naja - Highlight des Albums, und Keith klimpert wieder.
Es bedarf schon sehr viel guten Willen, um weitere Songs herauszuheben (klar, man kann sich über diesen und jenen Refrain auslassen, aber, Jungs, Refrains sind nun mal das Salz in der Suppe, das hier fehlt), nach der Three Strike Rule* fehlt mir der.
Braucht man nicht.

*Three Strike Rule: wenn man nach dem dritten Anhören nicht mindestens bei einem Song irgendwie auf dem Lenkrad rumtrommelt oder den Refrain mitsingt, ist alle Liebesmüh vergebens.

[Eigentlich schade, denn auf der ersten Platte der DIRTY STRANGERS von 1987 spielte Keef auch schon mit, und das war damals ganz prima Rhythm & Blues, den man in die Abteilung DR. FEELGOOD, NINE BELOW ZERO und THE PIRATES packen konnte. The times they are a-changin'… F.S.]

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 05.07.2009

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