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Supernal Endgame

Touch The Sky

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Touch The Sky
Touch The Sky, Prog Rock Records, 2010
John Eargle Electric, Acoustic, and Synthesized Guitars; Keyboards; Loops; Programs; Bass; Secondary Lead and Backing Vocals
Dan Pomeroye Acoustic, Electric, and Classical Guitars; Tin Whistle; Mandolin; Backing Vocals.
Rob Price Primary Lead and Backing Vocals; Drums; Percussion; Loops; some Keyboards and Acoustic Guitar on one tune
Gäste:
Brad "Baby" Bibbs Violin; Mandolin; Percussion
Randy George Bass
Tom More Bass; Bass Pedals; Keys
Mike Musal Tympani and shakers
Tony Narvarte Keyboards
Katie Price Violin
Randy Lyle Violin
Roine Stolt Guitar
Produziert von: Länge: 79 Min 00 Sek Medium: CD
1. Everlasting Fanfare - Part 18. Grail
2. Still Believe9. In Your Hands
3. Psalm 5110. Gossamer Strings
4. Disclosure11. You Reached Down
5. Fall To My Knees12. At Play In The Fields
6. Expressions13. Perfect Grace
7. Loving Embrace14. Everlasting Fanfare - Part 2

Wohlklang. Auf wie viele Arten kann man das Wort aussprechen - und doch ändert sich nichts an der Bedeutung oder dem Gehalt. Er - der Wohlklang - ist halt was er ist, ein musikalisches Schaumbad, das die Seele baumeln lässt und angenehme Assoziationen erzeugt.

SUPERNAL ENDGAMEs Erstling raumverteilt genau das - Wohlklang. Die Bandmitglieder John Eargle, Dan Pomeroy und Rob Price sind schon seit Jahrzehnten im Geschäft, und das hört man der Musik an - hier sind Meister der Instrumente am Werk, die zumal wissen, wie man das Zusammenspiel der verschiedenen Klangkörper inklusive Stimme so abstimmt, das eben genau dieser erwähnte Wohlklang entsteht, und sich zusätzlich mit dem Blumenkönig Roine Stolt und Randy George prominente Gäste ins Studio geholt haben.

Und Anfangs ist man gar überwältigt von dieser Fülle an Sound und Harmonie - zumal mit Everlasting Fanfare - Part 1 auch gleich ein unglaublich eingängiger Track das Album eröffnet. Still Believe legt gar einen Tempozahn zu, und erinnert an Alan Parsons auf Speed (das ist mal eine Vorstellung!) oder GENESIS zu Then There Were Three Zeiten. Synths flirren im Duell mit Gitarren, in der Mitte des Tracks wechselt das musikalische Thema, eine Geige bringt zusätzliche Tonfarbe auf die Leinwand, und nach einem längeren Ausflug kommt man wieder zum Ausgangsthema zurück, soweit kompositorisch so gut. Doch der 'Aus' Knopf wurde nicht gefunden, und das Stück mäandert noch einige überflüssige Minuten vor sich hin, und zum Ende wird auch noch ein BEACH BOYS Chor eingebaut. Uffala.

Ab Disclosure verliert der Rezensent den Faden - sind wir denn schon beim nächsten Track? Trotz der öfters auftretenden Geige, die durchaus an KANSAS erinnert, kommen wieder dieselben Gitarrenlinien und Rhythmusstrukturen zum Einsatz wie zuvor. Der Wohlklang - er erinnert an ein munteres Bächlein, das vor sich hinplätschert und an dem man ruhen kann, sich mit der Welt eins fühlt, bevor man leise dahindämmert. Und die leider etwas modulationsarmen Stimmen der Sänger führen nicht zu einem vorzeitigen Aufwachen.

Dennoch - Gral mit seinem plötzlichen Ausbruch an Energie und rhythmischer Ruppigkeit gefällt und rüttelt wach, und auch das darauf folgende In Your Handszeigt gute Ansätze rhythmischer Unausgewogenheit, und erinnert wiederum positiv an Kansas, als die noch zwei Gitarristen ihr eigen nannten (nur das die Synth-Orgelfolie, mit der man dann alles hermetisch abdeckt,für etwas Luftnot sorgt).Vollends harmlos wird es dann mit der akustischen Innenraum Luftverbesserung Gossamer Strings, die - hätte man es nicht schon ob des Tracknamens vermutet - für eine musikalischen Nasenverstopfung vor lauter Geplänkel sorgt.

Eine Liedzeile: "I need your guiding hand to show me what's real" - wohl wahr, wohl wahr - etwas mehr 'Real Rock Music' hätte insgesamt nicht geschadet.

Kommen wir zum Ende, und man erkennt an der etwas überladenen Sprache dieser Review, dass Touch The Sky keinen unberührt läßt - hier wird einfach zu viel Harmonie, Freundlichkeit und eine um jegliche Ecken und Kanten reduzierte Produktion geboten, als das man das in voller Länge genießen könnte; zumal leider auch die Kompositionen nicht für die nötige Abwechslung sorgen.Was bleibt, ist die Empfehlung, sich eventuell die genannten Tracks als MP3 zuzuführen, oder aber streng mit sich und den verfügbaren Soundbytes ins Gericht zu gehen, bevor man eine Kaufentscheidung pro CD fällt.

Freunde der genannten Bands, von Musik mit christlicher, positiver Grundstimmung und generell Harmoniebedüftige sind bestimmt die richtige Zielgruppe.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 18.04.2010


 
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