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| Far From The Sun, Transubstans Records, 2008 |
| Sartez Faraj |
Vocals, Guitars |
| KG West |
Guitars, Organs, Sitars, Pianos, Mellotrons |
| Sam Riffer |
Bass, Percussions, Vocals |
| Love H Forsberg |
Drums, Percussion |
| Gäste: |
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| Erik Lundin |
Flutes |
| Christer Karlsson |
Harmonicas |
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Länge: 52 Min 47 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Dreams Of Tomorrow | 6. Wishing For More |
| 2. Waiting For The Sun | 7. The Summer Is Old |
| 3. Time Will Tell | 8. The Break Of Dawn |
| 4. Almost There | 9. Long way From Home |
| 5. Two Steps Backwards | |
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Der größte Vorteil von Unordnung liegt darin, dass mein werter Kollege Fred bei den Aufräumarbeiten ein echtes Juwel übersieht und dieses, zusammen mit ein paar liegen gebliebenen Kamellen, für mich eintütet. Ab dafür, der Junge macht schon etwas draus. Und wie, denn nach einem virtuellen Abstecher ins "Hippies United-Forum" lege ich SIENA ROOT in den Player. Wieso ging so eine Truppe bisher an mir vollkommen vorbei? Liegt es daran, dass SIENA ROOT eigentlich eine Jam-Band sind, die in der Vergangenheit nicht in der Lage war, auf ihren bisherigen Scheiben "Kaleidoscope" und "A New Day Dawning" anständig komponierte und schlüssige Songs zu präsentieren? Keine Ahnung.
Schwedisches Label, schwedische Studioarbeit und schwedische Band. Nicht neu, nicht altbacken. Jedoch keinesfalls modern erklingen die Jungs aus den Boxen, aber sie hinterlassen einen famosen Eindruck. Hier wird so ziemlich alles zusammengerafft, was in den 70er-Jahren für Furore gesorgt hat. Auf der Website kann man nachlesen, dass die satten und kernigen Guitarriffs auf einer Stratocaster gespielt werden, und da verwundern die Hendrix-Eingaben auch kein bisschen. Und ich kann mir gut vorstellen, wie sich die Leslies, angetrieben von der Hammond-Orgel, drehen. Da sind es dann DEEP PURPLE, die durchscheinen, und im Zuge weiterer Hooks "luren" LED ZEPPELIN und CAPTAIN BEYOND um die Ecke. Keineswegs bekifft, und doch eine Prise Stoner, ergibt diese klassische Rockmusik einen Mix, der letztlich leicht verdaulich ist und jeden Fan in die guten alten Zeiten hinein gleiten lässt.
Zu Beginn gibt es in Dreams Of Tomorrow zudem die berühmt berüchtigten Cowbells, wie wir sie üblicherweise bei GOV'T MULE finden. Das lockert die Sache auf und verleiht den letzten Pfiff. Die eine oder andere Gesangseinlage, die einem Robert Plant ähnelt, treibt ein Schmunzeln ins Gesicht.
Nicht immer geht es so locker her wie in Waiting For The Sun, die Sitar-Fill-Ins passen vorzüglich ins Gesamtkonzept, Almost There rockt das Haus und es verwundert mich immer mehr, dass für F.S. die über 30-jährige Suche nach dem ultimativen Boogie nicht bei Wishing For More für beendet erklärt wird.
Über die Ähnlichkeiten zu weiteren etablierten Rockgrößen muss man an sich nichts weiter schreiben, einzig der Gastauftritt von Erik Lundin, der mit seinem Flötenspiel in The Summer Is Old und The Break Of Dawn auch noch Ian Andersons JETHRO TULL aufs Tablett bringt, soll noch angeführt werden.
"Far From The Sun" mutiert mit jedem Umlauf mehr zum absoluten Abräumer. Darüber hinaus sollen SIENA ROOT eine richtig geile Live-Band sein. Deswegen sei auch auf den kommenden Auftritt beim diesjährigen Burg Herzberg-Festival (17. - 20. Juli) hingewiesen. Man muss keinen besonderes Faible für irgendetwas haben, um an dieser Scheibe Gefallen zu finden. Es reicht vollkommen aus, wenn man ein Fan von guter und handgemachter Rockmusik ist. Die Schweden werden mit dieser Scheibe bis zum Ende des Jahres 2008 sicher ganz weit vorne in meinem persönlichen und ultimativen Jahres-Poll liegen. Und noch mal ein Dank an Fred, nämlich dafür, dass du diese Jungs äußerst fahrlässig aus deinen Händen gegeben hast. HAMMER-Album! Kauf sie dir!!!
[Gar nicht nötig, in der Unordnung fanden sich glatt zwei Exemplare dieser wundervollen Scheibe. F.S.]
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