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| Chasing My Dream, Metal Heaven, 2009 |
| Paul Shortino |
Vocals |
| Michael Voss |
Guitars |
| Roland Bergmann (MAD MAX) & Michael Müller (JADED HEART) |
Bass |
| Ralf Heyne (DOC HEYNE, BISS) |
Guitars (Great Dreamer) |
| Produziert von: Michael Voss |
Länge: 46 Min 22 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Remember You | 7. Alone They Ride |
| 2. To The Cross | 8. Chasing Your Dream |
| 3. Prelude Missing | 9. Great Dreamer |
| 4. Missing | 10. Take My Heart And Run |
| 5. Nocturnal | 11. Promises |
| 6. Side FX | |
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Dass der gute alte Herr namens "Rock" derzeit einen weiteren Frühling erlebt, dürfte bekannt sein, denn selten wurden so viele und so gute Scheiben veröffentlicht wie derzeit. Und wie schon des Öfteren von uns angemerkt, ist es schwierig, in dieser Masse immer wieder die Perlen zu entdecken. Eine solche liegt mir aber mit "Chasing My Dream" von Paul Shortino vor. Wo hat dieser Mann in seinen besten Jahren nicht überall mitgemacht. Angefangen hatte es Mitte der 80er Jahre mit ROUGH CUTT, denen er für zwei CDs und die entsprechenden Tourneen seine Stimme lieh. Nachdem man sich musikalisch nicht mehr auf einen weiteren Werdegang einigen konnte, verließ er die Band um nahtlos bei QUIET RIOT einzusteigen, was aber auch nur ein kurzes Intermezzo war. Danach gründete er mit Sean McNabb, dem GREAT WHITE/QUIET RIOT-Bassisten, das Blues-Heavy-Rock-Projekt BADD BOYZ, das auch auf ein Album zurückblicken kann.
"Da Stillstand der Tod ist", dachte sich Mr. Shortino (der Name scheint bei musikalischen Projekten scheinbar Programm zu sein), "hau ich mal eben noch zwischendurch ein Soloalbum raus" - setzte sich mit dem Gitarristen JK Northrup zusammen und rollte die Scheibe "Back In Time" auf den Markt. Zusammen spielten die beiden dann 2004 noch mal gemeinsam eine CD mit dem Titel "Afterlife" ein. Aber wer jetzt denkt, dass der gute Mann in der Zwischenzeit auf seinem Sofa gesessen hat und Trübsal blies, irrt gewaltig, denn 1997 gab's das erste Soloalbum von Paul, dem 1999 eine Livescheibe folgte. Dann wurde noch das Projekt PAUL SHORTINO & THE RHYTHM JUNKIES aus der Taufe gehoben, ein Release veröffentlicht und wieder in die Schublade "Vergangenheit" gelegt.
Dann sollte es 2002 zur ROUGH CUTT-Reunion kommen, kam es aber nicht und so wurde "Sacred Place" das letzte Lebenszeichen vom Sänger mit der bewegten Vita.
Nun haben wir also 2009 und Mr. Shortino hat wieder Material gesammelt. Das will das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Deswegen heuerte man in den Kidroom-Studios an, die keinem geringeren als Mr. Michael "Vossi" Voss gehören, der in der AOR-/Hardrock-Szene ein mächtig beschriebenes Blatt ist.
Was kommt dabei heraus, wenn sich zwei so alte Haudegen gemeinsam im Tonstudio verschanzen und gemeinsam an Songideen grübeln? Ein Album wie "Chasing My Dream"!
Dann begeben wir uns mit ihnen gemeinsam auf die Jagd nach den Träumen.
Remember You ist vom Titel her nett gemeint, dabei bin ich mir sicher, dass der Künstler mich nicht kennen wird, aber egal, die akustische Gitarre legt das Fundament für das kleine Intro der E-Gitarre und dann wird in bester WHITESNAKE-Manier losgejagt. To The Cross macht sich mit den Loops am Anfang nicht schlecht, bekommt ein wenig MAD MAX-Schlagseite, was aber bei dem Produzenten nicht weiter verwundert. Rockt gut nach vorne und der Vergleich zu der weißen Schlange drängt sich wieder auf. Schnell weiter, denn mit Missing bohrt sich ein weiterer Wurm ins Ohr. Die Stimme von Paul Shortino klingt hier mehr nach David Coverdale zu "Restless Heart"-Zeiten, als dieser es damals selbst hinbekommen hat.
Eine kleine Verschnaufpause! Nocturnal kommt sehr hardrockig aus den Boxen, das macht richtig Spaß, der mit Side FX nicht gemindert wird.
Alone They Ride hätte auch von JOURNEY stammen können und nimmt wieder etwas Tempo aus der Jagd nach den Träumen. Dann kommt für mich das Highlight des Drehers: Chasing My Dream. Fängt ganz harmlos an, um sich zur Mitte hin immer weiter zu steigern, die Orgel röhrt, die Gitarre rotzt ein Riff nach dem anderen raus, der Bass wummert schön übers Notenblatt, die Drums geben sich ihrem Lauf hin und ziemlich genau zur Mitte gibt es das kleine akustische Solo um zum Ende hin wieder an Geschwindigkeit zuzulegen und der Jagd nach deinem Traum nach 5 Minuten und 18 Sekunden ein Ende zu bereiten.
An der Ende der Reise ist man dann zwar noch nicht, aber Great Dreamer, Take My Heart And Run und Promises fallen danach deutlich ab, auch wenn der große Träumer noch mal leichtes WHITESNAKE-Feeling aufkommen lässt.
Mit "Chasing My Dream" ist Mr. Shortino nicht die CD des Jahres geglückt, aber immerhin eine sehr gute Hardrock-/AOR-Scheibe, die sicherlich bei mir noch einige Runden im Player drehen wird.
Bleibt zum Schluss nur die Frage, wer die Drums bedient und die Keyboardtasten drückt, denn da wird bei der Gästeliste (die allesamt aus dem Dunst- und Schaffenskreis des Herrn Voss stammen) niemand erwähnt. Und Michael Müller hat u. a. bei Sunshine Of Your Love den Bass gezupft. Dumm nur, dass es das Lied gar nicht auf der CD gibt (nicht mal als Bonus Track). Irgendwie scheinen hier der Plattenfirma beim Erstellen des Flyers die Pferde durchgegangen zu sein…
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