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| Bagrock To The Masses, Rel Records Records, 2009 |
| Willie Armstrong |
Pipes |
| Steven Black |
Kit Drums |
| Stuart Cassels |
Pipes |
| Steven Graham |
Side Drums |
| Gregor James |
Guitars, Bass |
| Kevin MacDonald |
Pipes |
| Malcolm McEwan |
Marching Drums, Handsonic |
| Chris Russell |
Piano, Keyboards, Hammond |
| Gäste: |
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| Lorne MacDougall |
Pipes #12 |
| Paul McGeechan |
Keyboards #12 |
| Maeve Mackinnon |
Vocals #4,6 |
| Darren McLean |
Vocals #4,6 |
| Produziert von: Neil Ross & Stuart Cassells |
Länge: 66 Min 57 Sek |
Medium: CD |
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| 1. We will Rock You - Eye Of The Tiger - The Clumsy Lover | 9. 100 Chilli Pipers, Rockin' All Over The World |
| 2. The Chilli Time - You're The Voice - The Chilli Time | 10. The Dark Island |
| 3. Smoke On The Water - Thunderstruck - Upside Down At Eden Court | 11. Hey Jude - The Mason's Apron |
| 4. Celtic Bolero | 12. The Lost |
| 5. Jazz Badger | 13. The Hills Of Argyll (live) |
| 6. Flower Of Scotland | 14. Voodoo Child - Chillied |
| 7. Getting Jiggy With It - The Pigs Jigs | 15. Clocks |
| 8. In the Groove - Groovy 4/4's | 16. Auld Lang Syne |
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Das es Sachen gibt, die nicht zusammenpassen ist ja nichts Neues (siehe z. B. Klimaschutz und Abwrackprämie). Auf der anderen Seite gibt es dann Sachen die ohne einander nicht funktionieren (siehe z. B. Currywurst-Pommes-rot-weiß). Tja, und dann sind da Dinge, von denen man meint, dass sie zusammen nicht funktionieren können, dies aber dann doch erstaunlich gut tun. Z. B. Rockmusik und Polka! Die LENINGRAD COWBOYS haben's vorgemacht. Heavy Metal und A Capella-Gesang. VAN CANTO beweisen, dass es doch geht. Oder klassische Instrumente und METALLICA. Klar doch! APOCALYPTICA sind da über jeden Zweifel erhaben. Und wo wir schon bei METALLICA sind: Auch die BEATLES kann man prima mit den Amerikanern paaren, siehe BEATALLICA.
Und wenn man meint, es geht nichts mehr, kommen irgendwo die Schotten her. Was verbindet man mit den Schotten auf musikalischer Basis? Richtig! Dudelsäcke! Und mit denen kann man es richtig krachen lassen. Geht nicht? Klar geht das! Wenn schon MAMBO KURT auf seiner Hammondorgel die großen Metalhymnen der Welt durch die Tasten orgelt, kann man auch Rockmusik durch die Säcke dudeln. Das scheinen sich auch die RED HOT CHILLI PIPERS gedacht zu haben (wobei ich jetzt einfach mal bezweifel, dass die den Kurt kennen). Vorbei die Zeiten, in denen man mit Dudelsäcken lediglich "Mull Of Kintyre" bedudelt hat, jetzt wird gerockt. Irgendwann im Jahr 2004 entstand scheinbar die Idee, den Dudelsack discofähig zu machen. Und die Jungs in den Kilts scheinen eine Lücke im vollgestopften Musikbusiness gefunden zu haben. Wie sonst ist es zu erklären, dass sie mit ihrer Version von "We will Rock You - Eye Of The Tiger - The Clumsy Lover" bei der Britischen Talentshow "When Will I Be Famous" 2007 den Hauptpreis nach Hause tragen durften? Dabei machen die Schotten das sehr geschickt, denn hier werden die Songs nicht einfach nachgespielt oder "nachinterpretiert" wie das z. B. VAN CANTO oder APOCALYPTICA machen, sondern entweder geschickt in andere Songs eingebettet ("100 Chilli Pipers, Rockin' All Over The World" oder "Hey Jude - The Mason's Apron") oder dudelsackkompatibel aufbereitet. Dass dabei der ein oder andere schiefe Ton rauskommt, liegt in der Natur des Instruments und spielt keine Rolle, weil es einfach nur lustig ist. Ich habe selten bei einer CD vor Lachen so auf dem Boden gelegen wie bei "Bagrock To The Masses". Erstaunlicherweise gehen die Dudelsäcke einem über die Dauer der Zeit nicht auf den Sack (oh, welch grandioses Wortspiel). Im Gegenteil, irgendwie wirkt das alles sehr sympatisch.
Glücklicherweise hat die Dudelsack-Kapelle nicht nur und ausschließlich aufs Blasen gebaut, die typische Snare-Drum darf nicht fehlen, hier und da kommt sogar eine E-Gitarre zum Einsatz, ab und an erheben Sänger ihre Stimmen zum Gesang und meist schwebt über allem eine Keyboardlinie. Das macht Spaß von vorne bis hinten. Sogar Jazz kann man mit Dudelsäcken spielen und natürlich dürfen die typischen Dudelsack-Hymnen nicht fehlen. Wenn dann kurz vor der Zieldurchfahrt noch Jimi Hendrix durch den Sack geblasen wird, bleibt kein Auge mehr trocken und kein Bein mehr ruhig stehen.
Inzwischen sind die RED HOT CHILLI PIPERS (ich nehme an, die Namensgleichheit ist gewollt!) dabei die Welt zu erobern und konnten bereits in Asien und den Staaten schwer abräumen. Fehlt eigentlich nur noch, dass sie beim nächsten Wacken Open Air direkt nach der traditionellen Feuerwehrkapelle spielen.
Das sollte man sich unbedingt angehört haben. Live stehen die Jungs übrigens nicht nur mit dick aufgeblähten Backen dumm auf der Bühne rum, da geht richtig was ab. Davon kann man sich auf der MySpace-Seite überzeugen. Wer dann vom "Pipes-Virus" infiziert ist, kann sich schnellstens Karten für die Deutschlandtournee besorgen, die im nächsten Jahr über die Bühne bläst.
By the way: ein gewisser Bruce Dickinson hat auch schon Feuer gefangen und in seiner Radio-Show "Masters Of Rock" den Wind aus den Säcken blasen lassen. Wenn das kein Ritterschlag ist …
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