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Pride Tiger

The Lucky Ones

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The Lucky Ones
The Lucky Ones, EMI Music, 2009
Matt Wood Vocals, Drums
Mike Payette Bass, Mandolin, Harps
Bob Froese Guitars
Sunny Dhak Lead & Acoustic Guitars
Gäste:
Matt Hyde Keyboards, Slide Guitars
Daniel Alexander Keyboards
Eric Bobo Congas
Maxine & Julia Waters Backing Vocals
Produziert von: Matt Hyde Länge: 43 Min 52 Sek Medium: CD
1. Let 'Em Go8. No One's Listening
2. What It Is9. Sweet Dreams
3. Fill Me In10. Wizard's Council
4. A Long Way Down (Shine)11. Forget Everything
5. The White Witch Woman Blues12. A New Jones
6. The Lucky Ones13. 56 Days
7. It's Only You

Es ist wunderbar, wenn man das Gefühl bekommt, dass der Hard Rock sich wieder im Aufwind befindet. Und wenn so eine frische und unverbrauchte Truppe wie PRIDE TIGER aus Vancouver daher kommt und genau diesen zelebriert, dann ist das es noch viel besser. Wir erinnern uns ehrfurchtsvoll an die großen THIN LIZZY mit ihren mehrstimmigen Gitarren und satten Riffs, transportieren diese nun in das Jahr 2009, erlauben an einigen Stellen eine andere, aber nicht schlechtere Rhythmik und freuen uns über "The Lucky Ones".

Rein optisch dürfte es auf der Bühne eine halbe Katastrophe darstellen, wenn Matt Wood vom Drumhocker aus singt. Deswegen die einzige Schwäche der Band gleich zu Beginn. Die Lead Vocals klingen über die gesamte Albumlänge zwar locker und beschwingt, gleichen sich aber leider ansonsten zu sehr und stehen im Schatten der ansonsten so grandiosen Leistung an den Instrumenten. Deswegen die Empfehlung: Sänger suchen, um auch auf den großen Bühnen so richtig abzuräumen! Denn was PRIDE TIGER im Übrigen abziehen ist große Klasse. Da mag man nicht glauben, dass Matt Wood und die beiden Gitarristen Bob Froese sowie Sunny Dhak bereits in der deftigen Metal-Formation 3 INCHES OF BLOOD ihr "Unwesen" trieben. Natürlich sind die Jungs für meinen Geschmack mit PRIDE TIGER seit 2005 besser unterwegs.
Im Eröffnungstrack Let 'Em Go muss man sich noch etwas finden und sein Gehör genauestens justieren. Das ist flott, aber noch etwas unsortiert. Doch der folgende Track What It Is stellt die Weichen dann wirklich geradeaus, lässt den Groove hinein und die Gitarren entwickeln mit Bass und Drums ein Feuerwerk. Obwohl sicherlich nicht notwendig, hat die Band sich in Fill Me In dazu entschieden, ein paar Keyboards einzusetzen. Das haben sie geschickt gemacht, so dass die gesunde Härte erhalten bleibt. Die Jungs fetzen sich durch das Album. Wirklich gewonnen haben sie spätestens bei It's Only You. Da sind sie, THIN LIZZY eben, mit einer grandiosen mehrstimmigen Gitarrenmelodie. Ansonsten sind in der Reihe aller guten Songs noch die äußerst wirkungsvoll gesetzten Slides in New Jones besonders auffällig.

Hinzu kommt eine tadellose und druckvolle Produktion. So bleibt als Fazit, dass "The Lucky Ones" eine absolute Empfehlung ist, ein Paradebeispiel, wie moderne Musik klingen kann und soll. Wenn hier jetzt noch eine echte Rockröhre zu Werke gehen würde, ja, dann könnte man davon ausgehen, dass die Biker und sonstigen Hard Rock-Liebhaber zulangen würden. Auf der anderen Seite öffnet man sich so vielleicht auch dem jüngeren Kreis. Ich habe keine Ahnung, was letztlich die richtige Entscheidung ist. Warten wir es ab.

[PS: Wenn man dann noch die Namen der Background-Göttinen Maxine und Julia Waters entdeckt, kommt man durchaus ins Träumen. F.S.]

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 05.06.2009

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