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Knights Of The Revolution

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Knights Of The Revolution
Knights Of The Revolution, GMR Music Group, 2009
Thomas Nystroem Vocals, Guitars
Peter Baecke Bass
Robban Bäck Drums
Fredrik Plahn Keyboards, Harmony Vocals
Produziert von: Prey Länge: 41 Min 56 Sek Medium: CD
1. Knights Of The Revolution6. Into Fire
2. Deliver The Goods7. In Memoriam
3. Playing With Fire8. Addicted
4. Bloodred Sky9. Run
5. Get Out10. Personal Fantasy

Aus Schweden kommen nicht nur umständliche Aufbauanleitungen für Möbel sondern auch gute Musik. Ha! Für diese Aussage werde ich keinen Preis erhalten, weil das alter Tobak ist. Nun gut, darum passt dieser Satz noch besser zur Betrachtung des neusten Werkes des schwedischen Quartetts PREY. Gegründet in den späten 90er Jahren, hatte man den ersten Plattenvertrag bei Mausoleum Records mit Blut unterschrieben. Harte Jungs spielen harte Musik und machen harte Sachen. Aber! So hart sind sie dann doch nicht gewesen und haben das Blut nicht aus den eigenen Adern gezapft, sondern beim Metzger von nebenan aus dem Elchtopf genommen. Soweit die Geschichte.
Aus dieser Zusammenarbeit entstand das Album "The Hunter" und danach die Vertragsauflösung.

Nun sind die Herren Nystroem an der Gitarre und dem (schwachen) Gesang, Baecke am Bass, Bäck am Schlagzeug und Plahn an den Tasten und der im Hintergrund singenden Stimme mit neuem Label und neuer CD wieder am Start. "Knights Of The Revolution" ist sie genannt, wird aber zumindest musikalisch nicht wirklich eine Revolution auslösen. Denn die Musik neu erfinden tun sie nicht, aber sie rocken sich munter durch die 10 Songs. Vergleiche könnten fallen zu DOMAIN, FREEDOM CALL (entfernt), GAMMA RAY (sehr weit entfernt) oder auch DOMINOE und den alten EUROPE oder BONFIRE. Aus dem frommen Bereich würde ich vielleicht noch LEVITICUS ins Feld führen. Damit ist die Zielgruppe gesichert, genauso wie die Tatsache, dass man als Knecht der Revolution keine Millionen scheffeln wird.

Dynamisch gespielte Doublebass-Gewitter rasen hinter den Gitarren her, die sich sehr melodisch und nicht frickelig durch die Songs fräsen, dabei einem teilweise schwach gemischten Bass das Feld bereiten, das von den Keyboards bestellt wird. Tatsache ist, dass das ganze nicht davon ablenken kann, dass Thomas Nystroem kein geborener Shouter ist. Das kommt doch teilweise sehr kraft- und saftlos daher und kann nicht wirklich überzeugen, vor allem dann nicht, wenn die Axt mal wuchtiger geschwungen wird wie in In Memoriam oder Addicted. Dass die Skandinavier ihre Instrumente beherrschen steht dabei außer Frage.

Fazit: Alles in allem nicht schlecht, aber nicht genug, um damit dem Elch das Geweih vom Kopf zu ziehen. Überraschungen bleiben aus, das große Aha-Erlebnis gibt es nicht, aber trotzdem rockt es. Vielleicht liegt es daran, dass man alles selber in die Hand genommen hat, vom Songschreiben über das Mixen bis zur Produktion und somit einfach eine ausstehende Wertung vor der Veröffentlichung fehlt.
Vor dem Kaufen erstmal antesten.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 01.07.2009

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