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| Echoes In Time, Giordano Records, 2007 |
| Erinn Waggoner |
Bass |
| Cameron Castle |
Guitars |
| Rusty Clutts |
Drums, Percussion |
| Damian Wilson, Dave Gilbert, Natalie Grace-Chua |
Vocals |
| David Ragsdale |
Violin |
| Hugh McDowell |
Cello |
| William O'Connell |
Keyboards |
| David Lee |
Narration |
| Rachel Arant, Jenna Broege, Kelli Jo Compton, Megan Little |
Choir |
| Produziert von: Don Kelsey |
Länge: 45 Min 39 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Prologue (Beach Discovery) | 6. Times Companion |
| 2. Sirens Call | 7. Riding The Wind |
| 3. Log Entry | 8. Distant Shores |
| 4. Horizons | 9. I Of The Storm |
| 5. Requiem Of The Mind | 10. Epilogue (Realization) |
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Der Prog hält zuweilen wirklich große Bands für uns bereit. Der Gitarrist Cameron Castle und der Bassist Erinn Waggoner haben das Konzeptalbum "Echoes In Time" geschrieben. Das Ganze firmiert unter dem Namen PORT MAHADIA. Wieso spreche ich in diesem Zusammenhang von großen Bands? Für dieses Unternehmen haben sie sich großartige Unterstützung geholt. So finden wir an der Violine David Raggsdale von KANSAS. Hugh McDowell bedient das Cello, den wir u.a. durch seine Zusammenarbeit mit dem ELECTRIC LIGHT ORCHESTRA kennen. Damian Wilson, der inzwischen wieder Frontmann bei THRESHOLD ist, singt einen großen Teil der Leadstimmen ein. Betrachtet man also das Line-up, erwartet man ein ansprechendes Album.
Und das liegt auch weitestgehend vor. Der 4-minütige Prologue zeigt direkt auf, wohin die musikalische Reise geht. Da wird der Hörer auf die hohe See verfrachtet, bekommt brutzelnde Gitarren auf die Ohren. Doch im Mittelpunkt stehen die Streichinstrumente, die melodisch konträr zum Thema erklingen. Ansonsten ist eine Spur von Dramaturgie angesagt, Dave Gilbert und Damian Wilson teilen sich die männlichen Gesangsparts. Das amerikanische Projekt PORT MAHADIA lebt von Gefühlsduseleien und spielt seine instrumentale Genialität in den Frequenzen zwischen den einzelnen Strophen aus.
An vielen Stellen süßlich, im kurzen Sirens Call ein wenig folkig und wenn überhaupt, dem Neo-Prog zurechenbar, und... ich hasse es, wenn Songs ausgeblendet werden.
Ich kann mich noch gut an Jeff Waynes Version von "War Of The World" erinnern. "Echoes In Time" ist ein musikalisches Hörspiel, wie die Einleitung zum gelungenen Instrumental Horizons zeigt. Dabei sind die Heavy-Riffs interessanter als die kitschigen Einlagen in Requiem Of The Mind. An dieser Stelle kann ich ungestört den Vergleich zwischen den beiden bekannten THRESHOLD-Shoutern Damian Wilson und Andrew McDermott anstellen. Ohne seine Prog-Metal-Kapelle im Nacken ist der gute Damian bei weitem nicht so stark, hier hält er allerdings den positiven Gesamteindruck aufrecht.
Das Meiste auf "Echoes In Time" ist sehr melodisch und schrammt wirklich haarscharf am Melodic Rock vorbei. Dem gewählten Schmalz muss man allerdings insofern Respekt zollen, als dass die dazu gespielten Harmonien doch Witz und Charme ausstrahlen. Clive Nolan (PENDRAGON, ARENA) hätte in Hinblick auf seine Kompositionen für das Projekt "She" von CAMOORA besser aufpassen sollen. Ein gutes Stück weniger Bombast und dafür intelligentere Melodien bringen da, wie auf "Echoes In Time", bereits eine Menge.
Der Titel besagt es, I Of The Storm soll den Höhepunkt darstellen. Gut gemacht, denn das merkt der Hörer auf der ganzen Linie. Die Instrumente reiben sich aneinander auf, wechseln sich mit solistischen Einlagen ab und erzeugen so Spannung. Gut 13 Minuten dauert die Nummer an, welche zügig vergehen.
"Echoes In Time" kann man sich gut anhören, fordert kaum heraus, hält jedoch so gute Melodien bereit, dass man stets gewillt ist, bewusst zuzuhören. Das unterscheidet dann doch vom gewöhnlichen Melodic Rock, der in den allermeisten Fällen fast unbemerkt an einem vorbei rauscht. Da klingt PORT MAHADIA doch wesentlich spannender und anspruchsvoller.
Der Sound ist übrigens spitze.
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