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| Fight On, DixieFrog, 2009 |
| Rusty Burns |
Guitar, Vocals, Slide Guitar & Synthesizer |
| David Crockett |
Drums & Percussion |
| John O'Daniel |
Vocals |
| Mouse Mayes |
Guitar, Vocals |
| Phillip Petty |
Bass |
| Larry Telford |
Keyboards |
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Länge: 53 Min 40 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Down Not Dead | 7. Big White Horse |
| 2. Fight On | 8.Out Of Darkness |
| 3. Deep Ellum Women | 9. Cold Day In Hell |
| 4.Hit The Bottom | 10. Undercover Lover |
| 5. Made Of Stone | 11. Short Stack Of Blues |
| 6. My Soul Cries | |
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Na sowas, da sind sie wieder, die alten Recken aus den 70ern. Nach ihrem schmachvollen Auftritt in Good ole Germany vor einiger Zeit und der auch von mir wenig beachteten CD "Reloaded" nun der nächste Streich, was allein ob dieses Berichts ja schon verwunderlich ist (nein, nicht "Lesen die denn kein HoR?" ist die zwar sinnvolle Frage, sondern die, wie sie das geschafft haben, wenn sie doch so halbtot waren). Wenn man dann noch die Kommentare meines Kollegen zu John O' und Rusty liest, legt man die CD voller Angst in den Player - blamieren die sich jetzt wieder, die Leute, die mir mit "The Hard Way" eine meiner Inselplatten schenkten (und mit "American Access" eine meiner herbsten Enttäuschungen)?
Immerhin sind mit John O' und Rusty zwei Ur-Mitglieder an Bord, und da will man ihnen doch gut, wenn es geht.
POINT BLANK ist ja das Chamäleon unter den Gruppen aus dem Süden, das sich aus den eher southern-rockigen Anfängen über erstklassigen Hard Rock zum Mainstream entwickelte und dann keine Fliege mehr fangen konnte und verschied, ohne sich jemals richtig satt gegessen zu haben - das kann man nur ganz oben in der Food Chain. Das (frühe Dahinscheiden) nicht zuletzt, weil sie zwischen den Stühlen saßen, am Anfang bandinterne Probleme hatten, dann mit John O'Daniel einen richtig guten Sänger fanden und zumindest eine sehr gute Southern-Hard-Rock-Platte - siehe oben - veröffentlichten. Ihr Highway Star auf dieser Platte war schon sehr hörenswert und auf dem Höhepunkt ihres Könnens.
Und also ist es nicht verwunderlich, dass das hier keine Southern-Rock-Platte ist, weder rein noch unrein, sondern eine Mischung, die Elemente sowohl vom Southern Boogie, als auch Blues und Hard Rock enthält. Gelungen? Schauen wir mal.
Los geht's mit Down Not Dead, und das ist eher noch eine Fingerübung in Sachen Hard Rock und eigentlich ein ziemliches Stück Standardmucke - obwohl John O's Stimme gut und stark durchkommt (und immer noch unverwechselbar ist, sei's gelobt), nett, aber kein Aufreger, aber auch nicht schlecht. Uff, geht doch.
Und weiter, denn da ist der Slideeinsatz auf Fight On, der schon richtig nett daherkommt, und - zusammen mit Cut Of Darkness und Undercover Lover - klassischsten Hard Rock, manchmal mit Bläserunterstützung, bietet. Den Gitarren wird jede Menge Raum gegeben und an deren Performance gibt es dann auch wirklich nichts auszusetzen. Hier wird nirgends dumpf drauflosgerockt - Abwechslung ist Trumpf, feines Songwriting, guter Sound: Hard Rock at its best, Langzeitspaß garantiert - die Altherren Combo hat durchaus keine Gicht in den Fingern.
Deep Ellum Women ist ein Slide-bestimmter Shuffle und ein richtiges Highlight auf der CD, ebenfalls inklusive Bläserarrangement. Wer weiß, was die mit John O' angestellt haben - er klingt saugut, röhrt und shoutet zum herzerwärmen. Und Rusty bekam wohl eine Frischzellenkur - listen to him sliding his way to heaven (vielleicht kommt er nicht ganz an, aber der Weg ist das Ziel, und gut klingt's allemal).
Texas Blues ist in Hit The Bottom angesagt, und es swingt, bläst und bietet ein feines Solo, dass es eine Freude hat, inklusive kurzen Double-Lead Fills.
My Soul Cries Out beginnt als zartes Akustikstück, um sich dann in einen Spielplatz für Mouse Mayes zu entwickeln und ihm maßgeblich Raum zu geben, seine Kunst (über einem Bluesgerüst) darzustellen.
Big White Horse (big white horse = white snake) ist wieder ein Texas Boogie, wenngleich der textlich albernen Sorte, der zwar einen ganz guten Groove hat, aber das ist letztlich auch alles. Cold Day in Hell ist ein Funk Blues, wo John O seiner verflossenen Liebe über einen Synth-Geigenteppich nachtrauern darf. Aber keine Angst, die Gitarre verhindert ein hinabrutschen auf der schmalzigen Ebene. Beendet wird das Ganze mit dem Short Stack Of Blues authentisch und 'fast'.
Nein, das ist kein Southern Rock, nix läuft. Aber das ist All-American Blues, Rock, Funk und etwas Southern, und vor allem gut. Die Southern-Gemeinde wird es möglicherweise verteufeln, die Liebhaber klassischen amerikanischen Rocks sollten es mögen.
Sagen wir mal so (Achtung: Sakrileg!): Wer wie ich HATCHETs "The Deed Is Done" jede Menge Positives abgewinnen konnte, und die heute noch zu seinen Lieblingsscheiben zählt (neben den anderen der ursprünglichen Band), könnte hier mal sicher Gefallen dran finden; wer "The Hard Way"> mag, sowieso.
Sicher, hier ist nix modern! Hier ist nicht auf Loudness produziert, keine Double Bass Drum, kein ganz 'glasklarer' Sound (manches klingt etwas blechern)- alles wie damals, Herrschaften. Aber - nein, sie haben sich ganz und gar nicht blamiert, die Jungs. Keine Jahrhundertplatte, aber große Freude - ganz solide, das hier. Sie haben wohl doch auf das Home of Rock gehört (wie auch nicht?) und sich zusammengerissen!
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