HoR Logo kl CD-Review:

Paintbox

Bright Gold And Red

Logo Home-of-Rock
Startseite > CD-Reviews > Paintbox > Bright Gold And Red

Bright Gold And Red
Bright Gold And Red, Wild Chance Music, 2008
Linnea Olsson Vocals, Cello, Bass
Fredrik "Gicken" Johansson Guitar, Keyboards, Backing Vocals
Magnus Helgesson Drums, Percussion, Backing Vocals
Gäste:
Mariette Hansson Guitar
Laima Olsson Violin
Produziert von: Paintbox Länge: 41 Min 47 Sek Medium: CD
1. Lighthouse7. Chameleon
2. Stop Running8. Winter
3. Wild Chance9. Love
4. Heaven10. Air
5. Walls Coming Down11. Chossing Love
6. 45 On

Paintbox bedeutet Malkasten. Paintbox war auch auf PINK FLOYDs 71er Scheibe "Relics" ein Song. Und PAINTBOX ist eine Band aus Schweden, die beides miteinander verknüpft. Denn die Schweden malen sanfte Songs, die fast schon zerbrechlich wirken und nicht wirklich nach vorne abgehen, aber ab und an das floydsche Flair vermitteln ohne dabei allerdings den Bombast oder das Bekiffte der Briten zu erreichen.
PAINTBOX malen viel mehr sanfte Songs für schmusige und lauschige Sommerabende oder verregnete Herbstnachmittage. Dass das nichts mit Rockmusik zu tun hat, dürfte hiermit klar sein. Hier dominiert die zarte, aber feste Stimme von Linnea Olsson, die sich wunderbar über den Keyboards sowie Cello- und Violinmelodien ihren Weg aus den Boxen sucht. Das ist mir für meinen Teil schon wieder eine Spur zu ruhig. Sicher brauchen auch wir Rocker mal die sanften Momente, aber dann muss es auch mal wieder losgehen. Das tut "Bright Gold And Red" aber nicht. Man bekommt eher den Eindruck, dass die Scheibe je länger sie läuft immer ruhiger wird. Kurze Songs mit kurzen Texten geben sich hier die Klinke in die Hand. Sanft entführt einen Chameleon in die Welt, die auch von Björk sein könnte, während uns PAINTBOX mit Winter in eine Welt der zarten Seite von Sinéad O'Connor entführt. Schön gemacht, aber - wie schon angemerkt - für mich auf Dauer zu ruhig. Da ist selbst das Projekt ERA noch Hardrock gegen. In 45 On werden noch zarte Folkelemente eingeflochten, das war aber dann auch schon der einzige "Ausrutscher" in diesen 41 Minuten.

Der CD-Titel ist Programm, leuchtend gold und rot fliegt diese Musik aus meinen Boxen, umschmeichelt das Ohr, bleibt da nicht hängen und hat somit den gleichen Effekt den ein Rosamunde Pilcher-Film bei mir hervorruft: Tolle Aufnahmen, nette Bilder aber schnell wieder vergessen. Die Bilder im Booklet tragen ihren Teil dazu bei.
Noch mal: diese Musik ist nicht schlecht gemacht und hat in bestimmten Momenten ihren Reiz. Auf langen Autofahrten, beim Radfahren auf Geschwindigkeit oder beim Joggen kann man diese Scheibe aber getrost weglassen. Aber Rosamunde Pilcher-Filme guckt man ja auch nicht jeden Tag - und ich darf die nach diversen lästerlichen Äußerungen gar nicht mehr mit schauen. Egal, gibt Schlimmeres…

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 21.07.2009

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

Startseite > CD-Reviews > Paintbox > Bright Gold And Red

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum