|
|
| Dream Child, Lion Music, 2008 |
| Lars Eric Mattsson |
Guitars, Bass, Keyboards, Voices |
| Adrienn Antal |
Lead Vocals |
| Björn Lodin |
Additional Vocals |
| Eddie Sledgehammer |
Drums |
| The Astral Orchestra |
Strings, Woodwinds |
| Produziert von: Lars Eric Mattsson |
Länge: 60 Min 00 Sek |
Medium: CD |
|
 |
 |
| 1. Prelude To Life | 7. Until Our Last Goodbye |
| 2. I'm Coming Home | 8. Moonlight Dream |
| 3. Dream Child | 9. Heart Of A Clown |
| 4. Killing Everything | 10. Life In The Shadows |
| 5. This Is Our Time | 11. Heaven And Hell Unite |
| 6. See The Dreamer Behold | 12. Goodbye |
 |
Die bloße Überschrift lautet MATTSSON, dahinter verbirgt sich der Gitarrist, Songwriter und Label-Boss Lars Eric Mattsson. Zusammen mit der Sängerin Adrienn Antal bietet uns der Mann sein neuestes Werk "Dream Child" an.
Der Finne tanzt bekanntermaßen auf zahlreichen Hochzeiten. Neben seinen Solo-Werken taucht er mit verschiedenen Projekten - u. a. VISION, BOOK OF REFLECTIONS oder dem Uli Jon Roth-Tribute "Beyond Inspiration" - in der Szene auf. So ein richtiger Reißer wollte ihm bis dato allerdings nicht gelingen. Mit "Dream Child" soll das nun anders werden. Dazu hat er in seine neuen Songs eine Spur Gothic und Symphonic gepackt, sowie die Lead-Vocals komplett an die ungarische Sängerin abgegeben, die in der Heimat unter dem Pseudonym AdryA firmiert. Damit hat Mattsson Geschmack bewiesen, so viel an dieser Stelle.
Obwohl nicht explizit als Konzeptalbum ausgewiesen, erhält man von Beginn an den Eindruck, als wenn die einzelnen Tracks zusammengehören und eine Story in epischer Breite erzählt und musikalisch untermalt wird. Überall schwingt leichter Bombast mit. Dafür sorgt zum einen der orchestrale Einsatz, der gleich zu Beginn die Aufmerksamkeit auf sich zieht, zum anderen sind es aber auch die komponierten Songstrukturen. Die gespielten Harmonien erzeugen eine spannende, zugleich düstere Spannung. Zumeist wie in Killing Everything, wo sich über die brutzelnden Gitarren schwere Tastenläufe legen. Die sind nämlich in diesen Phasen dominant und erzeugen mit ihren Läufen das Stimmungsbild. Dazu gelingt es dem Finnen mit dem radiotauglichen Titelsong Dreamchild möglicherweise, ein sehr breites Fan-Spektrum anzusprechen, was schließlich auf die angestrebten Verkaufszahlen maßgeblichen Einfluss haben kann.
Lars Eric Mattsson kommt gitarrentechnisch eher aus der klassischen Metal-Ecke im typischen 80er-Jahre-Stil. Das wird in seinen Solo-Läufen besonders deutlich. Die Frage, die an dieser Stelle noch geklärt werden muss, ist die, ob es sich neben den genannten Einflüssen aus Gothic und Symphonic um Metal oder sanfteren Rock handelt. Ich tendiere zu Gothic Rock. Zwar findet man hin und wieder frappierende Ähnlichkeiten zu LACUNA COIL aus Italien, doch ist der Härtegrad etwas niedriger angesiedelt. Es dürften selbstredend auch Fans von EVANESCENCE auf ihre Kosten kommen.
Was mir ausdrücklich gefällt, ist die Ausgewogenheit. Die eine oder andere Gefühlsduselei wie in See The Dreamer Behold darf dabei nicht fehlen, aber auch die zusätzlichen Vocals von Björn Lodin (BALTIMOORE) kommen interessant beim Hörer an. Wir finden die eine oder andere Folk-Einlage, und die vom sog. THE ASTRAL ORCHESTRA eingespielten Strings und Woodwinds verleihen dem Gesamtwerk sogar eine Art von Musical-Charakter. Die saubere Produktion und der gute Sound erledigen ihr übriges.
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

|