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| Calm Before The Storm, Demolition Records, 2008 |
| Lauren Harris |
Vocals |
| Richie Faulkner |
Guitar |
| Randy Gregg |
Bass |
| Tom McWilliams |
Drums |
| Produziert von: Tom McWilliams |
Länge: 47 Min 11 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Steal Your Fire | 8. Come On Over |
| 2. Your Turn | 9. Hit Or Miss |
| 3. Get Over It | 10. See Through |
| 4. Like It Or Not | 11. You Say |
| 5. From The Bottom To The Top | Bonus Track: |
| 6. Let Us Be | 12. Natural Thing |
| 7. Hurry Up | |
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Junge Frau mit Band spielt Hard Rock, Metal, Pop-Metal. Die junge Frau ist auch noch ausnehmend einnehmend und hat einen vermögenden Papa. Okay, beides kommt relativ häufig vor, nur ist in diesem Fall der Herr Papa nicht der Direktor der örtlichen Badeanstalt sondern Boss von IRON MAIDEN, was wiederum für die Tochter Segen und vermutlich Fluch gleichzeitig ist.
Klar ist natürlich, dass man mit diesem familiären Hintergrund zwangsläufig von Kindesbeinen an mit Musik zu tun hat und der Einstieg ins Business deutlich einfacher ist als für den Sänger aus der Fußgängerzone. Andererseits muss sich Lauren Harris garantiert mit Neid und Missgunst von Kollegen, Hörern und Medien herumschlagen. Davon abgesehen ist sie offensichtlich auch noch eine attraktive Frau, was leider auch im Jahr 2008 in diesem Macho-Geschäft nicht langzeitförderlich ist. So eine schaut man gerne an, streichelt ihr übers hübsche Köpfchen - und vergisst sie schnell wieder. Was bleibt dem Mädel also anderes übrig als seriöse Arbeit abzuliefern und sich irgendwo eine kleine Marktnische zu schaffen, in der sie ohne dauernde Betonung ihres Nachnamens sich und ihren Fans Freude verschaffen kann. Der erste Versuch dazu heißt "Calm Before The Storm".
Die eingeschlagene Richtung steht bereits im ersten Satz, außerdem sei gesagt, dass die Mucke keine Sekunde nach Papas Band klingt. Viel mehr geht es eher in die Abteilung (frühe) Alannah Myles, VIXEN, Lita Ford oder Robin Beck, vorausgesetzt der famosen Robin schriebe jemand endlich wieder ein paar knallige Songs.
"Calm Before The Storm" ist also bestens gelaunter Classic Rock mit Ausflügen in die angenehmen Gefilde des Pop, alles kompetent gespielt, gesungen, produziert und fürs Rockradio und Auftritte bei sonnigen Openairs zusammengestellt.
Lauren Harris ist kein Gesangs-Wunderkind, hat aber eine schöne Stimme, die problemlos dampfenden Powerrock, groovige Highway-Songs und anmachende Balladen intonieren kann. Da geht in der Zukunft noch einiges, wenn sie sich für eine kontinuierliche Karriere entschließen sollte.
Bis auf den Opener Steal Your Fire (einer der besten Songs der just wiedervereinigten GUN), Come On Over von STRAY aus dem Jahr 1973 (die gibt es ebenfalls wieder) und den so genannten Bonus Track Natural Thing hat Frau Harris bei allen Songs ihre Kreativfinger im Spiel, was auf Selbstbewusstsein und Ernsthaftigkeit schließen lässt. Die Auswahl der Coversongs sagt ebenfalls viel über die Strickweise der anmutigen Engländerin aus, ein Natural Thing ist von Banausen nämlich ganz flott vermurkst, Lauren und ihr Gitarrist Richie Faulkner geben dem alten UFO-Schlager aber die nötige Mischung aus lässiger Gesangsperformance und korrekter Schenker-Gedächtnisgitarre. Gut gemacht.
Einige Nummern schielen möglicherweise ein wenig zu sehr auf Airplay, sollten aber live trotzdem zünden. Zum Trost gibt es eine gute Handvoll richtiger Knackwürste, wie beispielsweise den proper riffenden Stampfer Your Turn, Get Over It, Like It Or Not und speziell das treibende See Through mit seinem perfekten Chorus. Schön wertkonservativ das alles, aber eben auch auf der Höhe der Zeit. Nicht umsonst hat Russ Ballard bereits sehr früh das Talent der Harris entdeckt.
Eine flotte und sympathische CD einer flotten und sympathischen Sängerin. "Calm Before The Storm" kann man bedenkenlos für die anstehenden Gartenpartys besorgen und den Namen Lauren Harris auf den Hoffnungszettel für die nächsten Jahre bzw. eventuelle Konzertbesuche schreiben.
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