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| X To The Power Of Ten, Locomotive Records, 2008 |
| Nuno Miguel Fernandes |
Vocals |
| Markus Ullrich |
Guitars |
| Kai Schindelar |
Bass |
| Richie Seibel |
Keyboards |
| Jürgen Schrank |
Drums |
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Länge: 51 Min 25 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Enter Dystopia | 7. Jugglin' At The Edge |
| 2. My Will Be Done | 8. Just Another Broken Shell |
| 3. Decryption | 9. A Twin Phenomenon |
| 4. Brave New Men | 10. The Art Of Being Alone |
| 5. The Question Keeper | 11. Seeds Of The Plague |
| 6. Synaptogenesis | |
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Aus Heilbronn am Neckar kommt nicht nur guter Wein, sondern mit LANFEAR rockt dort seit 1993 auch eine sehr gute Band. Seit 2006 mit einem neuen Sänger, Nuno Miguel de Barros Fernandes kam für Tobias Althammer, haben die Jungs neue Songs geschrieben und veröffentlichen nun ihr fünftes Album mit dem Titel "X To The Power Of Ten". Das ist für so eine lange Bandgeschichte an sich keine berauschende und umfangreiche Diskographie, dafür bürgt die Formation allerdings für Qualität. So auch auf dem neuen Silberling, der nicht nur kräftigen, nachvollziehbaren Power Metal bietet, sondern zahlreiche musikalische Umleitungen fährt und dazu einlädt, wirklich mehrmals durchzuhören, um alle Highlights zu entdecken.
Die Keyboards fahren nicht den Bombast wie zum Beispiel bei PAGAN'S MIND, und der neue Shouter offenbart sich auch nicht als die Sirene schlechthin. Im Ergebnis sind die Kompositionen stimmig, alles passt zueinander. Schlagzeuger Jürgen Schrank drückt von der ersten bis zur letzten Spielminute, der Bass von Kai Schindelar kann sich dabei wunderbar entfalten und auch die brutzelnden Gitarren von Markus Ullrich übertreiben es nicht. Zudem gehen LANFEAR auch etwas experimentell und elektronisch vor, wie im Intro zu Decryption, bleiben dabei jedoch, außer in Synaptogenesis, unterhalb der symphonischen Schwelle.
Ganz erfreulich ist, dass die 11 Songs nicht wie vom Fließband erscheinen, sondern die Band äußerst abwechslungsreich beim Hörer ankommt. Knallen der Eröffnungstrack Enter Dystopia und das folgende My Will Be Done wie ordentlicher Thrash aus den Boxen, erklingt die Mucke in Brave New Men durch die gespielten Pianos dezent melancholisch und in The Question Keeper sogar sphärisch. Dass es zwischendrin immer wieder hart auf die Ohren gibt, wird den Metal-Freak erfreuen. Die Melodie hängt bei LANFEAR hoch, denn seien wir ehrlich: Zu viel an Progressivität würde wohl zu Lasten der Anzahl von Kaufwilligen gehen und eine gute Melodie schließt auch der Prog nicht aus. Von daher ist es gelungen, die ohne Frage anspruchsvolle Musik mit einem leichten Zugang zu versehen.
Ansprechend sind für mich auch die jeweiligen Stimmungswechsel in Just Another Broken Shell, dabei besticht erneut die hervorragende Arbeit an der Bassgitarre, auf der sich sowohl Tasten als auch die Leadguitars ausbreiten können. Die eingängigen und typischen Metal-Riffs in The Art Of Being Alone fräsen sich in die Ohren und bleiben dort sofort hängen und das abschließende Seeds Of The Plague bildet einen soliden Schluss einer Scheibe, auf der die Stücke sehr sorgfältig arrangiert wurden.
LANFEAR haben ein Album eingespielt, welches von seiner Qualität internationalen Ansprüchen genügt und welches durchaus die Lust auslöst, sich noch einmal ihren letzten Veröffentlichungen auseinander zu setzen. Respekt für "X To The Power Of Ten", klasse Album!
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