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| Volume III, Superpuma Records, 2009 |
| Thomas Juneor Andersson |
Guitar & Lead Vocals |
| Roger Öjersson |
Bass & Lead Vocals |
| Tobias Strandvik |
Drums |
| Gäste: |
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| Jean Paul Gaster |
Drums (Whipping Post) |
| Per Wiberg |
Keyboards |
| Produziert von: Kamchatka |
Länge: 58 Min 52 Sek |
Medium: CD |
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| 1. 681 | 7. Sorg |
| 2. Pathetic | 8. Confessions |
| 3. Astrobucks | 9. Outnumbered |
| 4. Look Over Your Shoulder | 10. Guess I'll Be Leaving |
| 5. See | Bonus Track: |
| 6. Wood | 11. Whipping Post |
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Hinter den sieben Bergen, bei den seltsamen Zwergen, in der schwedischen Provinzstadt Varberg und natürlich auf der ostsibirischen Halbinsel Kamtschatka ticken die Uhren anders. Namentlich deutlich langsamer, anders ist das nunmehr dritte Opus der Schweden KAMCHATKA nicht zu erklären. Dass sich der entschleunigte Dreier nicht weiterentwickelt hat kann man nicht sagen, aber im Hier und Heute sind die haarigen Typen wahrlich noch lange nicht angekommen, es scheint gutes Gras in Südschweden zu wachsen.
Obwohl, ist das Zeug wirklich so gut, oder vernebelt es doch nur den klaren Blick? Das Debut hatte 2006 mächtig Dampf unterm Deckel, "Volume II" offenbarte durchaus schwache Phasen und das innovativ "Volume III" betitelte neue Werk ist… nun ja, eine anstrengende Mischung aus den beiden ersten Scheiben.
Man wünscht sich mehr Songs in der Art von Outnumbered, das den verdammt guten Gitarristen (und eher durchschnittlich guten Sänger) Thomas Juneor Andersson von der Leine lässt, da kann er seinen Vorbildern Stevie Ray Vaughan und Johnny Winter endlich ungezügelt huldigen und herrlich locker fließende Endlossoli einstreuen, aber es gibt eben auch Experimental-Jams wie Sorg, die man unvorbereitet nicht hören sollte, weil man flugs in einen psychedelischen Strudel gezogen wird, der bestimmt nicht jedem gut bekommt. Dafür gibt es in diesem anspruchsvollen Achtminüter eine schöne Orgel von Per Wiberg (u. a. SPIRITUAL BEGGARS) zu hören.
Es ist einerseits bezeichnend, dass das Highlight auf "Volume III" ausgerechnet das völlig abgenudelte Whipping Post von den ALLMAN BROTHERS ist, denn wer auf fremde Songs zurückgreifen muss um zu überzeugen, hat meistens zu wenig eigene Substanz. Andererseits ist Whipping Post hier so stark und eigenwillig interpretiert, dass man ohne Frage den Hut ziehen muss. Besser ist nur die Fassung der Italiener W.I.N.D. Hier und auch ansonsten ist der Bassist Roger Öjersson besonders hervorzuheben, der Mann treibt die Sachen ausgesprochen flink voran, was übrigens auch für die kürzeste und griffigste Nummer des Albums zutrifft, den Opener 681 nämlich. Da ist eine Menge FREE und BAD CO. enthalten, auch Andersson singt richtig knackig. Immer wenn KAMCHATKA auf den Punkt kommen, wippt das Bein, in den langen und manchmal zähen Passagen der anderen Lieder müssen sich die Extremitäten erst an den jeweiligen Rhythmus gewöhnen.
KAMCHATKAs "Volume III" ist wie erwartet keine leichte Kost, für die Freunde moderner Musik sogar absolut ungeeignet, aber wer auf Stoner Rock aus der Zeit vor der Erfindung dieses Begriffs steht, wer GOV'T MULE liebt und die Musikhistorie kennt oder kennenlernen will, der ist an der richtigen Adresse.
Gut möglich, dass KAMCHATKA erst in zig Jahren, vermutlich lange nach ihrer Auflösung, als große Band des ersten Jahrzehnts im dritten Jahrtausend (an)erkannt werden, neugierige Menschen können das jetzt schon tun - und liegen sicher nicht ganz falsch.
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