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| Bound To Love, House of Leo Music, 2009 |
| Mark Addison |
Keyboards |
| Slaid Cleaves |
Pedal Steel |
| Rob Hooper |
Drums | |
| Harmoni Kelley, George Riff |
Bass |
| Jess Klein |
Vocals, Acoustic Guitar |
| Jud Newcomb |
Guitars |
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| Produziert von: Mark Addison |
Länge: 48 Min 30 Sek |
Medium: CD |
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| 1. When The Time Comes | 7. Fool |
| 2. Don't Wanna Say It | 8. Putty |
| 3. Bound To Love | 9. It Will Come To Me |
| 4. I Just Want To Know Your Name | 10. Travelin' Woman |
| 5. Postcard | 11. Rosalie |
| 6. Before I Go | 12. What For |
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Eine weitere Amazone aus Amerikas unerschöpflicher Quelle an talentierten Musikern legt ein neues Album vor. Sie nennt es schlicht Bound To Love und reiht sich damit in den gigantischen Tsunami aus Singer/Songwriter-Folk-Americana-Produktionen ein, mit denen ihre Kollegen den weltweiten Markt fluten. Was die ganze Sache so kompliziert macht: wirklich schlechte Alben sind kaum darunter. Die ganze Armada der Singer/Songwriter agiert auf durchgängig hohem Niveau. Also muss jede Veröffentlichung das gewissen Etwas oder ein Alleinstellungsmerkmal aufweisen, um sich durchsetzen zu können. CDs, die ihre Zeit brauchen, die mit Finesse gewürzt sind, die dem Fan erst nach einige Umläufen an die Kehle gehen, haben es schwerer, denn oft lässt die Inflation an ähnlichen Werken nicht die Zeit dazu.
Bound To Love gehört eindeutig in diese Kategorie.
Jess Klein überspannt mit ihren Songs die Bereiche der rockigeren Country-Styles bis hin zu den sentimentalen, fast schon schwülstigen Love Songs, die es besonders in sich haben müssen, um heutzutage aufzufallen. Los geht mit zwei knackigen Country-Rock Nummer, die nicht nur Radio- sondern auch Privat-Party-Kompatibel sind: When The Times Comes und Don't Wanna Say It.
Insgesamt gehört liegt die Geschwindigkeit von Bound To Love allerdings im Bereich des Midtempo-Trabes. Jess Klein weiß von Harmonien, sie kennt sich mit Melodien aus und ihr ist klar, wie man einen Song aufbaut.
Von der Stimme her gehört, ist sie ebenfalls massenkompatibel. Sie singt ihre Vocal-Lines souverän, aber eher verhalten. Wirkliches Volumen ist Jess nicht zu Eigen, was bei dieser Art von Musik aber auch nicht wirklich nötig.
Soundtechnisch bewegt sich Bound To Love in der Spitzengruppe. Produzent Mark Addison ist es gelungen eine Platte aufzunehmen, bei der man den immer wieder gerne gelesenen Appell: "Play this record loud", ruhig vergessen kann. Bound To Love funktioniert auch bei Zimmerlautstärke - egal was ihr Mädels und Jungs dort draußen auch immer darunter verstehen mögt.
Auf ihrer Homepage bietet Jess übrigens einen netten Service an. Für ein paar Dollar und eine handvoll Fans kann man einen Gig von ihr hosten. Keine Ahnung, ob das jemand schon mal gemacht hat, aber interessant ist dieses Angebot schon. Es zeigt nämlich, wie sich quirlige Musiker von ihren Labels emanzipieren können. Solcher Methoden gibt es sicherlich eine Menge. Es bleibt zu hoffen, dass sie von den Musikfans auch angenommen werden.
Jess Klein erklimmt mit Bound To Love eine weitere Sprosse auf ihrer Karriereleiter.
Dieses Album ist für alle zu empfehlen, die
- auf handwerklich ordentlich gemachte Americana-Songs stehen,
- diesen Stoff (Americana) immer schon mal antesten wollten, sich bisher aber nicht getraut haben,
- einem jungen, sympathischen Talent eine Chance geben wollen,
- für die österliche Eröffnung der Grillsaison eine Alternative zu den abgenudelten Johnny Winter- CDs suchen,
- noch ganz gescheit sind.
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