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George Bellas

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Planetary Alignment
George Bellas
Planetary Alignment, Lion Music, 2008
George Bellas Guitars, Bass, Keyboards
Marco Minneman Drums
Produziert von: George Bellas Länge: 61 Min 05 Sek Medium: CD
1. Color By Numbers6. Overlapping Dimensions
2. Encoded In Light7. Escape Velocity
3. Subatomic Particles8. Gravitons
4. New Worlds Discovered9. Planetary Alignment
5. Parallel Universe10. Supersymmetry

Der Gitarrist George Bellas hat noch ein Projekt namens PALLACE TERRACE am Start. Damit enttäuschte er im vergangenen Jahr mit "Flying Through Infinity" auf der ganzen Linie. Eine dünne und kaum brauchbare Produktion schrammte haarscharf an der Wühltischware vorbei. Konnte man damals die kläglichen Gitarrensounds kaum ertragen, hat er auf seiner Solo-Scheibe "Planetary Alignment" eine gehörige Schippe draufgelegt. Und was wir nicht wissen: Gibt es PALLACE TERRACE überhaupt noch?
Egal, der überaus talentierte und verfrickelte George kann toll spielen, aber er kann offensichtlich keine Songs schreiben. Und für das Einspielen seiner Alben holt er sich so gut wie keine Mitstreiter. Auch dieses Mal bedient George Bellas fast sämtliche Instrumente alleine, nur die Drums wurden von Marco Minneman eingetrommelt. Das ist ein gefährliches Spiel. Bist du einmal auf dem falschen Dampfer, ist niemand da, um dich dort wieder runter zu holen.
Deswegen schließe ich bereits sehr schnell aus, dass "Planetary Alignment" eine breitere Käuferschicht anlocken wird. Einzig die Gitarrenfreaks könnten ihre wahre Freude haben. Denn was der Junge auf der Klampfe macht, ist ohne Fehl und Tadel. Nur, wer braucht das? Jemand, der entspannt guter Rockmusik lauschen möchte ganz sicher nicht. Wer das Anspruchsvolle sucht, wird mehr Wert auf gut arrangierte und ansprechende Kompositionen legen.

Ohne Gesang nutzen die vielleicht sogar progressiven Takte nichts mehr und ich könnte wetten, dass, wie zum Beispiel in New Worlds Disvovered, u. a. auch Jazz-Akkorde gespielt werden. Schon bei Colors By Numbers fällt ein großes Manko auf. Bellas wirbelt nicht nur auf der Gitarre, nein, er überfrachtet den Hörer zusätzlich mit seinem Tasten- und knarzigen Bassspiel. Im Ergebnis stehen wir dann vor einer Soundwand und wissen gar nicht, worauf wir als erstes achten sollen. Und das geht leider durch die Bank so.
Ich will nicht abstreiten, dass diese Scheibe ihre Freunde finden kann. Doch mir persönlich scheint hier die Selbstverliebtheit des Protagonisten an erster Stelle gestanden zu haben. Nun, er hat ein weiteres Solo-Album, und jeder wird schnell merken, dass hier ein sehr guter Gitarrist zu Werke geht. Dass es aber auch im Zuge eines Guitar Instrumental mit besseren Songs geht, hat der Italiener Massimo Izzizzari bewiesen.

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 31.03.2008

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