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| The Blues According To Texas Son, Grooveyard Records, 2009 |
| Dave 'Texas Son' D'Angelico |
Guitar, Vocals |
| Dave Dimarzio, Mike Patric, Larry 'Yo' Miller, Harry Ford |
Bass |
| Dean Miller, Charlie Rau, John Chaffer, Carlos Grillo, Jason Smay, Johnny Borelli |
Drums |
| Sammy G. |
Keyboards, Programming (Bats & Ice Blue Dream) |
| Johnny McMullen |
Harp (Vinnie's A Hood & I Believe) |
| Produziert von: Joe Romagnola & Dave D'Angelico |
Länge: 76 Min 57 Sek |
Medium: CD |
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| 1. In The Meantime | 12. Ain't No Reason |
| 2. Sugar Sweet | 13. Goodbye Baby Blues |
| 3. Anything It Takes | 14. I Believe |
| 4. Bradshaw Boogie | 15. Albert's Groove |
| 5. Wildcattin' Woman | 16. Bats |
| 6. Vinnie's A Hood | 17. Keep On Rollin' |
| 7. Cool Zone | 18. Texas Flood Jam |
| 8. The Fool And Me | 19. Ghost Blues |
| 9. Rattlesnake | 20. Ice Blue Dream |
| 10. Becky's Got The Beat | 21. On Two Roads |
| 11. Chester's Blues | |
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Der Mann ist noch relativ unbekannt hier bei uns und das Leben spielt ihm einen bösen Streich - er ist an Multipler Sklerose erkrankt und kann wohl nur noch an Krücken laufen. Trotzdem gibt er noch Konzerte, und diese CD ist ein 'Best Of' dieses Texas Sons.
Stories dieser Art eignen sich wunderbar für die Regenbogenpresse, aber am Ende zählt in der Musik nur, was aus dem Lautsprecher kommt. Und da hört man gar erstaunliches.
Aber gemach - zu allererst einmal ist es der Blues, der zelebriert wird, vornehmlich, oh Wunder, der elektrisch-ruppige Texas Blues à la Stevie Ray Vaughan. Die Themen sind die üblichen Bluesthemen, die Songstrukturen sind die üblichen Bluessongstrukturen - soweit so gut.
Ab und zu, um zu einem ersten Unterschied zu kommen, lässt es die Backing Band (wechselnde Mitglieder) aber etwas lockerer angehen - da ist dann mal ein Break, der Bass singt etwas mehr als dass er nur rhythmisch pumpt, und da ich alles andere als ein Bluespurist bin, erfreut das mein Ohr, denn Blues an und für sich kann schon mal langweilig sein, wenn die Dosis nicht stimmt. Ab und an gibt es auch eine Bluesharp, ab und an singt Dave - angenehm, leicht hohe Stimme, jedoch ohne groß aufzufallen. Viel wichtiger aber ist, dass Engelchen Dave eine durchaus eigene Art hat die Gitarre zu bedienen, wenn er seine Soli anstimmt. Und diese Art ist so, dass man bei jedem Song begierig darauf wartet, was er sich nun ausgedacht hat. Wie soll ich's erklären?
Clapton und auch Vaughan sprechen eine kristallklare, einfach verständliche Gitarrensprache, dies aber natürlich durchaus mit der Autorität des Bluesmeisters. Ton folgt auf Ton, die Längen z.B. oder die Lautstärken und auch der Takt werden wohl variiert, und somit u. a. die Stimmung erzeugt. Anders etwa ein Eddie Van Halen, der zwar keinen Blues spielt, aber mit anderen Mitteln eine ebenso eigene und deutliche Sprache spricht, wieder anders ein Carlos Santana etc.
Daves Ton ist vielleicht nicht ganz so eindeutig unverwechselbar wie etwa Claptons, aber wie er spricht, das ist unverwechselbar. Zu jedem Augenblick gibt es plötzliche Wendungen, die Stimmung etwa ändert sich von positiv zu melancholisch - Dur zu Moll -, kleine Schlenker werden eingebaut, die Töne unerwartet gedehnt oder gekürzt - und das alles auf so eine Art und Weise, dass du gebannt zuhörst und dich auf die nächste Ecke oder Drehung freust. Und genau hier unterscheidet sich Dave von seinen Kollegen und sticht als Bluesgitarrrist heraus: Man hat oft den Eindruck, er sucht nach den Tönen, dann wieder springt der 'Motor' plötzlich an und flüssig geht es durch die 12 Takte.
Und genau deshalb sollte man sich das auch dann, wenn man nicht mit dem Blues aufsteht oder ins Bett geht, anhören. Denn wenn man sich mal auf Dave eingelassen hat, kann man auch verschmerzen, dass manche Tracks ganz unerwartet ein- oder ausgeblendet werden - wohl aus Platzgründen? Merkwürdig, aber macht Hunger auf mehr. Da muss allerdings die Frage erlaubt sein: ist das eine Sammlung von Daves besten Tracks oder eine Speisekarte. Für die bezahle ich aber auch nicht.
Trotzdem, einzelne Tracks hervorzuheben macht auch keinen Sinn, weil es eben die Soli sind, auf die man sich konzentriert, und da haben alle 21 (!) ihren eigenen besonderen Reiz. I Believe allerdings mit Zwiesprache zwischen Bluesharp und zwei Gitarren - schon sehr gut. Oder der raue Texas Blues Jam oder der flüssige Funky-Blues In The Meantime, beide live einschließlich kleiner Patzer.
Anhören! Auf der Site gibt es ein paar Soundbites und auch zwei Livealben - könnte sehr interessant sein.
Shut up an play yer guitar, was, Frank? Genau!
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