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| Taking Woodstock, Edel Verlag, 2009 |
| ISBN: |
3941376020 |
| Umfang: |
256 Seiten (Gebundene Ausgabe) |
| Preis: |
19,95 Euro |
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Was wäre nur passiert, wenn nicht der schwule Künstler Elliot Tiber den Organisatoren des Woodstock Music and Arts Festival das marode Motel seiner Eltern als Headquarter zur Verfügung gestellt und wie zufällig eine Genehmigung für ein Musikfestival in seinem Heimatort White Lake in Bethel in der Tasche gehabt hätte?
Dann wäre 1969 ein Traum schon zerbrochen, bevor er überhaupt begonnen hätte und die Initiatoren hätten nicht nur viel Geld sondern auch manche Hoffnungen in den Sand gesetzt. Ersteres, so vermittelt uns das Buch ziemlich deutlich, wäre wohl nicht das Problem gewesen. Schließlich kamen die Veranstalter des Woodstock-Festivals allesamt aus sehr begüterten Verhältnissen (Insider werden sich an die Sequenz aus dem Woodstock-Film erinnern, wo Michael Lang in einem weißen Porsche 356 vorfährt). Aber der Summer of Love hätte definitiv nicht im Bundesstaat New York seinen Höhepunkt gefunden.
"Taking Woodstock" ist eine überaus lesenswerte Beschreibung der Geschichte des legendärsten aller Musikfestivals, eine unterhaltsame Charakterstudio der Hippie-Bewegung und nebenbei noch eine kleine Autobiografie des Protagonisten, der - m. E. leider etwas zu ausführlich - sein Coming out und damit seine sexuelle Selbstfindung im Buch abfeiert.
Rechtzeitig im Herbst 2009 auch als Film in den Kinos, wird so ein Teil der Geschichte lebendig, die bis heute Einfluss auf tausende von Festivals und popmusikalische Richtungen genommen hat. Wie immer bei großen Ereignissen der Weltgeschichte war die eigentliche Story in ein paar Tagen gegessen, aber die Wirkung ist auch noch 40 Jahre später zu spüren.
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