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Rise Above
Rise Above, Grooveyard Records, 2010
Martin J. AndersenVocals, Guitar
Jesper BunkBass
Anders HvindfeldtDrums
Gäste
Ty TaborGuitar # 1
Poul HalbergIntro and Left Channel Lead Guitar Solo/Fills # 9
Produziert von: Martin J. Andersen Länge: 57 Min 36 Sek Medium: CD
1. Rise Above6. Horizontal Activity
2. Power Man7. Sonic Motor King
3. Keep the Rock Alive8. Wiser
4. Climbing Up The Ladder9. House Burning Down
5. New Direction10. Beyond The Purple Sky

Dritte CD der Dänen und Kings X Bewunderer, und da fließt bei Rise Above die Lava aus dem Speaker und brennt Dir ein Loch in die Hose. Heftige, Black Sabbath nachempfundene Monsterriffs bahnen sich ihren Weg, und Ty Tabor's Solo kommt gut. Zwischendurch - und auch beim nächsten Track Power Man - gibt es Inseln der Ruhe und des Ausruhens, bevor die Riffs - dem Classic Rock näher als dem Modern bei allem Dräunen und Drängen - die Sache wieder auf beide Beine stellen. Und Martin liefert ein wirklich sehr gutes, abwechslungreiches Solo ab - prima Einstieg!

Der vielzitierte Mr Hendrix ist bei Keep the Rock Alive- was das Basisriff und die Songstruktur angeht - durchaus präsent - etwa der von First Rays Of A Rising Sun. Könnte Martins Solo etwas Variation vertragen - könnte es, aber auch so ist das ein Highlight.
Noch etwas weiter zurück, in die late 60ies Bluesrock Historie, trägt uns New Direction. Die Wah-wah trägt den Song bis hin zu netten Rhythmusspielerein im Refrain. Geläufig das Solo, geläufig, aber könnte es ...?

Horizontal Activity hat eines dieser kilometerlangen Riffs zu Füßen liegen, dass dann in der Strophe auch noch variiert wird, und einen Stoppunkt an einem fetten Basstupfer hat - cool. Da kein weiterer Gast erwähnt wird, duelliert sich Martin's Wahwah hier mit sich selbst - kurzweilig; ein weiteres Highlight... und Sonic Motor King klingt wie Teil 2 der horizontalen Aktivität, und ist eher uninteressant. Wiser steuert das Dänenschiff zurück in die Rise Above Richtung, und groovt wie der erste Track lavamäßig gut. Ob House Burning Down unbedingt sein muss, und einen Eigenkreation nicht interessanter gewesen wäre, bleibt jedes Urteil selbst überlassen. Brennt aber ganz gut.

Dann der über 16 Minuten lange Track Beyond The Purple Sky, schwelgerisch, lange Gitarrenlinien führen das Monster ein, und Martin hat jede Menge Zeit, sich über einem hypnotischen Riff in den Himmel zu solieren, wobei man über die 30 Sekunden lange Pause in between hinwegsehen muss.

Tja, ein Vergleich tut Not. Mir fällt dazu der junge Jimmy Bowskill ein, der ähnlich gelagerte Musik macht, allerdings weniger im Rock als im Blues angesiedelt ist. Aber: Jimmy hat den Blues, und seine Solobeiträge sind fantastisch. Da kommt Martin nicht immer ran - manchmal vertraut er doch zu sehr und mehr auf seine flinken Finger als das er noch nach etwas die Variation sucht; auf dem letzten Track allerdings läuft er zur Hochform auf. Ist das Methode - könnt man meinen, liest man die Freedom's Calling Review.

Groovt also gut. Die Rockstücke sind gut; die Hendrix-nahen Bluesrock Beiträge sind, was die Songstruktur angeht, sehr gut, und alles in allem gefällt die CD und ist in im Bereich Bluesrock das unterhaltsamste, was ich in letzter Zeit gehört habe. Inwieweit man Martin dann auch noch zu den führenden Gitarristen zählen will, überlasse ich dann dem eigenen fachkundigen Urteil.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 05.04.2010

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