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| Freedom's Calling, Grooveyard Records, 2008 |
| Martin J. Andersen |
Guitar & Vocals |
| Jesper Bunk |
Bass |
| Anders Hvidtfeldt |
Drums |
| Gast: |
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| Lance Lopez |
Guitar (Had Enough) |
| Produziert von: Martin J. Andersen |
Länge: 58 Min 57 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Freedom's Calling | 7. Waste A Little Time On Me |
| 2. Can't Be With You | 8. I'd Quit |
| 3. Fear | 9. Hang Onto My Love |
| 4. Good Time | 10. Had Enough |
| 5. She's So Pretty | 11. Freedom's Calling (Slight Return) |
| 6. Sugar Room | |
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"Freedom's Calling" ist also schon die zweite Scheibe des Bluespower-Trios aus Dänemark. Da die erste CD namens "Manifesto" in Deutschland ziemlich unbekannt geblieben ist, wird man abwarten müssen, ob "Freedom's Calling" sich nun eher durchsetzen kann. Meine Kragenweite ist das nicht. Zu sehr wird der dünne Gesang vom Riffing der gezerrten Gitarre überdeckt.
Wenn ein neuer Gitarrenhexer die Weltbühne betritt, wühlen einschlägige Gazetten erstmal in der Vergangenheit herum. "Hatte Jimi Hendrix nicht auch so eine verzerrte Gitarre? Das könnten wir doch mal anbringen". Und schon wird Martin Anderson mit Jimi Hendrix oder Richie Kotzen verglichen - ja auf eine Stufe gestellt [auf Hendrix' Stufe, oder auf die von Kotzen? Red., stufenlos verstellbar]. Dabei spielt heute jeder zweite härtere Gitarrist so wie Martin Anderson. Das hat mit Jimi Hendrix und Richie Kotzen nicht das Geringste zu tun.
Martin Anderson spielt unbeeindruckt von solchen Mutmaßungen seinen Stiefel runter. Und da liegt auch das Problem: Kein Song von "Freedom's Calling" hat irgendetwas besonderes, ist ein Highlight oder taugt zum Ohrwurm. Alle Stücke gleichen sich, auch wenn die Texte hinter dem Gitarrengeschrabbel unterschiedlich sein mögen - die Titel weisen jedenfalls darauf hin.
Auf Fear klingt der Gesang mal etwas lauter heraus, aber die Gitarre sägt wie bei den anderen Stücken auch. Zum Ohrwurm taugt auch Fear nicht. Und spätestens bei She's So Pretty versinkt der Gesang wieder im Gitarrenoverkill. Da verliert der Besuch vom Heavy-Gitarrenmonster Lance Lopez seinen Schrecken. Zwar hört man deutlich seinen Einfluss auf die sich beinahe überschlagenden Gitarrenläufe, aber viel schlimmer als vorher ist auch Had Enough nicht.
Wie so oft ist das letzte Stück das Beste. Freedom's Calling in der "leichten Wiederkehr" (Slight Return) klingt sehr viel besser als das ursprüngliche Stück. Sogar der Gesang ist zu verstehen (!). Zwar wird auch hier geslidet was das Zeug hält, aber alles ist wesentlich gefälliger. Muss es auch bei 15 Minuten und 43 Sekunden. Das Stück bricht nach sieben Minuten ab und geht nach fast einer geschlagenen Minute mit einem Solo weiter. Da merkt man, dass Gitarren-Overdubs für die Mannen um Martin Anderson auch nicht unbekannt sind. Und das Stück hat nach über 15 Minuten ein richtiges Ende. Die Gitarre spielt einen tollen Akkord zum Schluss, der langsam versinkt.
So macht man weiter, Jungs, dann habt ihr auch mal einen richtigen Hit. Hört nicht nur auf die Lobeshymnen der Plattenverkäufer. Dass die Euch loben, ist klar: Die wollen und sollen eure Platte an die Käufer bringen. Nehmt euch ein Beispiel an Freedom's Calling (Slight Return), und vielleicht habt sogar irgendwann einen Song, den man nicht so leicht wieder vergisst: Einen veritablen Ohrwurm!
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