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Audrey Horne

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Soulfood Music
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All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Audrey Horne
Audrey Horne, Soulfood, 2010
Ice Dale Guitar
Kjetil Greve Drums
Thomas Tofthagen Guitar
Toschie Vocals
Gäste:
Espen Lien Bass
Herbrand Larsen Keyboards
Produziert von: Joe Barresi Länge: 43 Min 49 Sek Medium: CD
1. These Vultures7. Bridges And Anchors
2. Charon8. Pitch Black Mourning
3. Circus9. Firehose
4. Down Like Suicide10. Darkdrive
5. Blaze Of Ashes11. Godspeed
6. Sail Away

Aus Bergen in Norwegen kommt die dritte CD nack No Hay Banda und Le Fol der Band AUDREY HORNE, benannt nach einer Figur aus der Serie 'Twin Peaks'. Aus Bergen - hmm; naja, manche Bands kommen ja auch aus Hagen in Westfalen. Da kommt allerdings Gutes aus Bergen.
AUDREY HORNE schaffen das, wonach BIGELF oder THEM CROOKED VULTURES vergebens gestrebt haben - klassischen Rock mit Modern Rock zu verbinden ohne einfach - wie die BIGELFs - sich im Kopierwust zu verhaken oder wie die schurkischne Geier mit dem Songwriting und Gitarrero Probleme zu haben.
Bei Frau HORNE stimmt alles: die wurzeln tiefer im Classic Rock als die von meinem Ur-Opa in unserem Garten gepflanzte Pappel in der Erde; gleichzeitig verstehen sie, perfekter mit den, was der modern Rock bietet, umzugehen als U2 - an die man gitarrenrhythmische Anklänge hören kann - mit dem Gutmenschentum.

Es wäre jetzt der Sache nicht dienlich, die klassischen Rockbands zu nennen, die man hier und da zu hören vermag, aber das Konzept, das URIAH HEEP auf Very 'Eavy, Very 'Umble verfolgten - fette, treibenden Orgelklänge über heavy Gitarren und mehrstimmigen Chören - liegt hier auch zu Grunde.
Nicht ganz so düster und melancholisch wie Le Fol, bietet diese CD auf den ersten Tracks noch - besonders wenn die Vocals erklingen - die an U2 erinnernde Gitarrenrhythmik. Allerdings wird spätestens jedem mit den Riffs von Blazes Of Ashes klar werden, dass man hier nicht nur modern, sondern eben auch klassisch rockt - das Gericht wird mit beiden Zutaten gut gewürzt.
Nach dem lyrischen Intro These Vultures - das in dem wundervoll melodischen Outro Godspeed seine vokale Entsprechung findet - rocken die nächsten drei Tracks modern, abwechslungsreich, gut gesungen und mit guten Solobeiträgen versehen die Ohren warm. Kaum aber hast Du das als - naja, modern Rock der brillianten Sorte - abgeschrieben, fällt die Asche zu Boden, um von einer wunderbaren Ballade Sail Away - nein, nicht die vom Bier, obwohl man dazu gut eins genießen kann - gefolgt zu werden; spätestens hier ist man dann lebenslanger Fan von AUDREY HORNE - kein Witz. Und die folgenden Songs - auch auf MySpace verfügbar - haben es in sich.

Es gibt keine Ausfälle, keine Langweile, keine Kopiererei oder Gitarreneskapaden (allerdings jede Menge Solos - die schon!) - erst der Song, und dann nochmal der Song. Wieso man in Bergen so gute Musik macht? Was denn sonst wohl?
Ich wage das jetzt mal: das ist eines der Alben, die als 'CLASSIC' in die Historie eingehen werden. Das hört man in 15 Jahren noch, und immer wieder gerne. Bitte unbedingt anhören!

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Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 26.03.2010

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