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| Abandon, Forefront Records/EMI, 2009 |
| Josh Engler |
Vocals |
| Justin Engler |
Guitars |
| Bryan Fowler |
Bass |
| Stevan Vela |
Guitars |
| Dave Vela |
Drums |
| Gäste: |
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| Christopher Stevens |
Background Vocals, Keyboards |
| Claire Indie |
Cello |
| Matt Bell |
Acoustic Guitar (All Because Of You) |
| Produziert von: Christopher Stevens |
Länge: 23 Min 25 Sek |
Medium: EP |
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| 1. Providence | 4. All Because Of You |
| 2. Be Alive In Me | 5. Here Waiting |
| 3. Hold On | 6. Atmosphere |
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So kann's gehen: Da sitzt der EMI CMG A&R Director Chris York in einem gemütlichen Restaurant und freut sich auf sein Abendessen. Allerdings kommt er nicht richtig zum Essen, denn aus dem Nebengebäude - einem Pub mit Livemusik - dringt Musik an sein Ohr, derer er sich nicht entziehen kann. Also, Essen stehengelassen und nach drüben gegangen. Was er hört ist dieses U2-meets-THE KILLERS-Riff aus dem Song Providence, dem er erliegt und anschließend der Band anbietet, sie bei dem EMI-Nebenlabel 'Forefront' unter Vertrag zu nehmen. Davon träumt natürlich jede Nachwuchsband und so zögern die fünf Jungs aus Texas nicht lange und unterzeichnen.
Was folgt ist die Aufnahme der hier vorliegenden selbstbetitelten EP. Ein Traum geht für die Brüder Josh und Justin Engler in Erfüllung. Beide hatten ihren Heimatstaat Indiana verlassen, nicht der Liebe sondern des Studiums wegen. Dort in einer Kirche treffen sie die Cousins Stevan und Dave Vela, freunden sich an und gründen ABANDON, was man mit Hingabe übersetzen darf. Und das tun sie! Sie geben sich ihrer Verbundenheit zu Gott hin und bündeln diese in ihrer Musik. Was man auf dieser EP findet ist energiegeladene Rockmusik mit Texten, die das Herz berühren und ihren Ursprung aus Alltagsgeschichten haben. Es wird nicht der Bekehrungsholzhammer rausgeholt, aber worum es den Wahltexanern geht, kann man schon heraushören.
Musikalisch geht es mit dem schon genannten U2-meets-THE KILLERS-Song Providence los. Gitarren, Bass und die Drums treiben nach vorne und geben die Piste frei für Josh Engler. Be Alive In Me besticht durch seine Abwechslung an der Gitarrenfront, die erst akustisch spielt, um dann im Refrain loszulegen. So könnten COLDPLAY klingen, wenn sie denn den Hang zur treibenden E-Gitarre entdeckt hätten.
Hold On wurde in den Staaten als erste Single veröffentlicht und erzählt von einem Mädel aus zerrütteten Verhältnissen. Es geht um Aushalten und Vertrauen, weil irgendwann irgendwer der sich Deiner annimmt kommt. Das klingt gut und musikalisch entpuppt es sich als ein echter Ohrwurm. Das Niveau kann gehalten werden in All Because Of You, was jetzt mehr nach COLDPLAY klingt als der Vorgänger, allerdings nicht ganz die atmosphärische Dichte der zitierten aufweisen kann.
Here Waiting hätte auch auf einem DELIRIOUS?-Album seinen Platz gehabt. Es rockt, es groovt und macht Spaß.
Mit Atmosphere beschließt das Quintett aus Texas seine EP. Ob man auf diesem Level weiterrockt wird sich zeigen, wenn im August der erste Longplayer aus den Staaten rübergerollt wird.
Damit man auch in der "Alten Welt" bald auf eine wachsende Hörerschaft bauen kann, werden die Amerikaner am ersten Dezemberwochenende zur Christmas Rocknight in Ennepetal ihre Gitarren anschließen und beweisen, dass sie auch live das halten, was sie im Studio versprechen. Wir lassen uns überraschen und werden natürlich berichten.
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