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| Narrow-Caster, Eigenvertrieb, 2008 |
| Robert James Pashman |
Bass, Keyboards, Vocals |
| Pat Kliesch |
Guitars, Vocals |
| George Dobbs |
Vocals, Keyboards |
| Rob Durham |
Drums |
| Gäste: |
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| Veronica Puleo |
Backing Vocals |
| Dan D'Elia |
Drums |
| Produziert von: 3RDegree |
Länge: 46 Min 54 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Apophenia | 6. The Proverbial Banana Peel |
| 2. It Works | 7. Young Once |
| 3. Narrow-Caster | 8. Scenery |
| 4. Live With This Forever | 9. Free For All |
| 5. Cautionary Tale | 10. The Last Gasp |
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Es gibt so Scheiben, die schiebt man vor sich her und vor sich her, bis man irgendwann von einem der lieben netten Kollegen gefragt wird, wo denn eigentlich die Review für die Scheibe bleibt. Das sollte so nicht sein, kann aber mal passieren. Wie mir mit diesem Dreher. Eigentlich bin ich ja ein Freund der progressiven Musik, aber dann sollte sie krachen und knallen, wie bei meinen Helden DREAM THEATER oder THRESHOLD um nur zwei Beispiele zu nennen. Ein Freund der Retro-Prog-Schiene bin ich nun mal nicht so wirklich (wobei sich jetzt wieder die Köpfe heiß diskutiert werden dürfen, was retro ist und was nicht und überhaupt). Und das ist auch der Grund, warum die Scheibe immer weiter nach unten gewandert ist - gab ja noch so viele schöne andere Scheiben in der letzten Zeit.
Dieses Quartett mit Gastmusikern aus New Jersey verwurstet ziemlich viel aus der Zeit, als GENESIS und KANSAS die Welt unsicher machten, SPOCK'S BEARD und ENCHANT noch grün hinter den Ohren waren, aber schon das Licht der Welt erblickt hatten.
Was die Jungs hier zu Tage fördern ist nicht nur alt, sondern klingt auch manchmal so, obwohl es dabei nicht altbacken klingt. Ihr versteht den Unterschied!? Nein? Okay, ein Versuch zur Klärung. Die Band besteht bereits seit Anfang der 90er Jahre, hat sogar 1996 unter dem Titel "Human Interest Story" ein erstes Album veröffentlicht und sich dann wieder von der Bildfläche verabschiedet. Grund war, dass man sich erstmal als Coverband einen Namen machen wollte, was aber leider statt zum Erfolg zum Split führte. Das war dumm und deswegen taten sich die Herren Pashman, Kliesch, Durham und Dobbs wieder zusammen, kramten das alte Material, das man für den Erstling nicht verwenden konnte, hervor und fing an die alten Vibes wieder einzufangen und loszuspielen. Herausgekommen ist dabei nun dieses neue Machwerk. Das interessante dabei ist, dass die Jungs es schaffen, dass die alten Songs neu und die neuen nicht alt klingen. Teilweise wurden die Texte neu geschrieben und die Musik hier und da ein wenig angepasst - alles in allem so in eine passende Form gepackt und aufgenommen.
Herausgekommen ist dabei eine Scheibe, die die o. g. Bands irgendwie miteinander verknüpft und dabei nicht wie Kopien derselben klingt. Und es gelingt ihnen, nicht in das "wir-müssen-möglichst-lange-Epen-schreiben"-Schema zu verfallen, hier ist durchschnittlich nach 5 Minuten alles gesungen. Davor kann man nur den Hut ziehen, denn man ergötzt sich nicht in ellenlangen Soli, ist dabei trotzdem komplex, ufert nicht in Highspeedgefiedel aus und wird trotzdem nicht langweilig. Mit schönem, Queen'schen Gesangssätzen wird das ein oder andere Lied veredelt, der Bass rundet unten rum alles ab, die Gitarre klingt mal hart, mal zart, die Keys legen die Teppiche auf der die Stimme mal rockend, mal flehend, mal säuselnd dahintanzt. Klasse gemacht - eine Scheibe, die sich allerdings nicht mal eben nebenher weghören lässt, sondern Zeit braucht. Ich glaube, dass ist auch der Grund, warum sie so lange bei mir geschlummert hat. Sie brauchte Zeit, um sich zu entwickeln - wie ein guter Wein.
Wer also mal wieder eine anti-mainstreamige CD mit komplexen Songs und einer normalen Laufzeit hören möchte, sollte hier reinschnuppern.
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