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Wild Seed Of Mother Earth

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Wild Seed Of Mother Earth
Wild Seed Of Mother Earth, Frontiers Records, 2004
Dario MolloGuitar
Glenn HughesVocals
Roberto GualdiDrums
Dario PattiKeyboards
Flavio GasliniBass
Produziert von: Dario Mollo Länge: 52 Min 54 Sek Medium: CD
1. Make Believe (4:55)7. Can't Stop Falling (5:23)
2. Dying To Live (4:35)8. Nothing Stays The Same (5:06)
3. Still Evergreen (4:51)9. Soul Protector (4:37)
4. Atmosphere (4:03)10. She Cast No Shadow (3:49)
5. Wild Seed of Mother Earth (5:04)11. 16 Guns (5:27)
6. My Eyes Don't See It (4:44)

Mit "Wild Seed Of Mother Earth" liegt mir das zweite Album der Band VOODOO HILL, welches unter Federführung von Bandleader und Gitarrist Dario Mollo geschrieben und produziert wurde, vor und hat die angenehme Eigenschaft, sich trotz einiger weniger Hänger in meinem Player festzufressen.

Mollo ist in der Musikszene kein Unbekannter, er arbeitete schon mit solchen Legenden wie Don Airey (COLOSSEUM II, DEEP PURPLE, RAINBOW, OZZY OSBOURNE, GARY MOORE, WHITESNAKE) und Tony Martin (BLACK SABBATH) zusammen.
Jetzt versucht er, gemeinsam mit dem Ex-DEEP PURPLE-Sänger Glenn Hughes, mit "Wild Seed Of Mother Earth" an den Erfolg des VOODOO HILL-Debüts anzuknüpfen.

Der Opener Make Believe beginnt mit einem hammermäßigen, fast Zakk Wylde-ähnlichen Riff, um dann in einen feinen Hardrock-Song überzugehen. Dieser gibt im Prinzip die Marschrichtung des gesamten Albums vor: ein Mix aus Metal- und Hard-Rock-Elementen, wobei mein Eindruck ist, dass die Homogenität insgesamt dabei etwas auf der Strecke bleibt.
Dying To Live kommt mit aggressivem Gesang von Mr. Hughes daher und ist außerdem sehr modern arrangiert. Das Gitarrensolo im Mittelteil wurde mit Keyboardlines untermalt und bekommt damit sogar einen recht progressiven Touch.
Weiter geht es mit dem Nackenbrecher Still Evergreen, gefolgt von Athmosphere, das eingeleitet wird mit einem völlig abgefahrenen Gitarrenintro, ausgeschmückt mit einem fast spacigen Refrain und einem tollen Frickelsolo und gewürzt mit dem manchmal fast wütendem Gekreische von Glenn Hughes.
Im Prinzip ist Athmosphere das Highlight für mich.

Der Titelsong beginnt ruhig, ist eine sehr gefühlvolle Mid-Tempo Nummer. Hughes Gesang erinnert mich hier einige Male sogar an Sting.
Mit My Eyes Don't See It lässt man eine feine, eingängige Uptempo-Nummer auf die Menschheit los. Nichts spektakuläres, aber trotzdem hat das Stück was.
Falling Can't Stop lädt mit seinem verschleppten Rhythmus wieder zum gepflegten Mattenschütteln ein, überzeugend auch hier Mollos feine Gitarrenarbeit: spritzige Soli mit leicht orientalisch angehauchten Passagen unterlegt.
Nothing Stays The Same ist einmal mehr wieder eine typische 80er-Jahre-Hard-Rock-Nummer mit songdienlich eingestreuten Gitarrensoli.
Bei Soul Protector weiß ich nicht so recht, was ich davon zu halten habe. Für mich ist es das schwächste Stück auf dem Silberling. Ok, dieser eine Hänger ist verzeihlich.

Eröffnet wird She Cast No Shadows mit einem phänomenalen Riff, um dann in ruhigere Gefilde abzudriften und sich zu einer Ohrwurm-Ballade mit Chorgesang im Refrainteil zu entwickeln. Und wieder muss ich Mollos Fingerarbeit erwähnen mit welcher alle Songs dieses Albums verfeinert wurde. Ich sage ausdrücklich "verfeinert", denn es artet nie in wilde, orgiastische Frickelein aus, nein, alle Töne sind dezent gesetzt und verpassen den Songstrukturen den sogenannten letzten Schliff.
Als Rausschmeißer dient 16 Guns; hier hat man das Gefühl, Hughes und Mollo holen zum letzten Rundumschlag aus und geben dem Affen noch mal richtig Zucker: ein sich in abgefahren-bluesigen Gefilden tummelndes Stück, welches ein weiteres Highlight auf der Platte ist.

Fazit: Es ist zwar kein besonders herausragendes, aber ein völlig solides Album, welches mit jedem Hördurchgang wächst.
Hughes- oder Mollofans werden es mögen, denn einen guten Job haben sie nebst ihren Bandmitstreitern allemal abgeliefert.

Anspieltipps: Atmosphere, Falling Can't Stop, She Cast No Shadows, 16 Guns.

Ilka Czernohorsky, (Impressum, Artikelliste), 15.06.2004

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